Davis Cup ein Witz

Von Christoph Kellermann.

Heute also geht der Davis Cup mit samt seiner zahlreichen Änderungen in eine neue Ära. Eine Ära, die weltweit für sehr viel Diskussionsstoff gesorgt hat. Und das völlig zu Recht. Gestern regte sich unsere deutsche Nummer Eins, Alexander Zverev, noch einmal mächtig darüber auf, dass dieser wichtigste Mannschaftswettbewerb in dieser Form revolutioniert wurde. Gleichzeitig betonte Sascha, wie sehr er sich auf die Davis-Cup-Woche gefreut habe. Dass er es liebe, für sein Land zu spielen, mit »seinen« Jungs aufzulaufen, Spaß zu haben. Es fällt uns nicht schwer, ihm vollends zu glauben.

Das Qualifikationsspiel gegen Ungarn macht der Weltranglistendritte noch mit, das Endturnier nach den ATP Finals zum Jahresende allerdings nicht mehr. Wie Zverev denken viele, ja fast alle Topspieler. Verständlich. Allein die Tatsache, dass heute gegen Ungarn nur über zwei Gewinnsätze gespielt wird, ist nicht nur gewöhnungsbedürftig, es ist alles, aber kein Davis Cup. Gleichwohl drücke ich den Jungs um Teamchef »Kohle« die Daumen. Ich finde es toll, dass das deutsche Team mit »voller Kapelle« aufspielen kann. Vor allem freue ich mich für Teamchef Michael Kohlmann. Ein Kapitän wünscht sich immer das beste Personal und »Kohle« hat`s verdient. Gegen Ungarn darf er es genießen. Wobei dort wohlmöglich auch die Kollegen Molleker und Co. zum Sieg gereicht hätten. Ein Davis Cup mit Challenger-Niveau auf der anderen Seite. Über zwei Sätze und über zwei Tage. Aberwitzig.

Februar 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf