Davis Cup Team
© Gärtner

Liebe Tennisfreunde!

Die deutsche Davis-Cup-Mannschaft hat sich für die Finals in Madrid qualifiziert. Wie schön für das Team, die Heimatmosphäre beim in Düsseldorf genießen zu können. Und wenn man Jan-Lennard Struff an den beiden Tagen live erleben konnte, seine Twitter-Einträge verfolgte, dann hat man erlebt, dass es sich hierbei nicht um höfliche Floskeln handelt, sondern von ganzem Herzen gelebt wurde. Gleiches gilt auch für seine Teamkollegen: Philipp Kohlschreiber, der auf dem Weg zum Rekord-Nationalspieler mit schon über 40 Einsätzen ist – oder unser Doppel Kevin Krawietz und Andreas Mies. Und für Dominik Köpfer ging mit seinem ersten erfolgreichen Einsatz im Einzel ein Kindheitstraum in Erfüllung.

Das Publikum in Düsseldorf hat das Team perfekt unterstützt. Eine tolle Atmosphäre, die unsere Spieler dort erleben durfte. Ich danke diesem Publikum im Namen des DTB. Aber bei allen Verdiensten dieser Mannschaft sollte man das »Team hinter dem Team« nicht vergessen, welches seit vielen Jahren, ganz unaufgeregt und bescheiden im Hintergrund arbeitend, ein wesentlicher Teil des Teamerfolgs ist.

Da ist der Sportdirektor des DTB, Klaus Eberhard – der Team Manager. Das ganze Jahr über koordiniert er den Sportbetrieb, ist der Organisator vor Ort und bespricht im Vorfeld alle wichtigen Punkte mit den für das Team verantwortlichen Personen. Er ist der »Bierhoff des deutschen Tennis«. Er ist – mit den Mitarbeitern Thomas Kastner und Mirco Westphal – für die Planung und Organisation aller Davis-Cup-Spiele zuständig.

Als wir 2016 die Position des  Davis-Cup-Kapitäns neu besetzen mussten, war Michael Kohlmann für den einen oder anderen nicht die erste Wahl. Aber er hat mit seiner Arbeit jeden Zweifler überzeugt. Er hat über das ganze Jahr hinweg einen hervorragenden Kontakt zu den Spielern. Auf der Bank hat er das richtige Händchen, um die Spieler durch das Match zu begleiten und ihnen die richtigen Ratschläge zu vermitteln. Seit 2020 ist er auch Cheftrainer für den Jugend- und Nachwuchsbereich und Chef aller Trainer im DTB.

Boris Becker
© Jürgen Hasenkopf

Ein ganz wichtiger Impuls für das Davis-Cup-Team ist Boris Becker. Als »Head of Men’s Tennis« ist er der entscheidende Mann. Seine Kompetenz, seine Erfahrung, sein Wissen inspirieren das ganze Team und gibt den Spielern die notwendige Sicherheit, die man in schwierigen Situationen benötigt. Für das deutsche Tennis ist Boris ein Glücksfall. Das spürt jeder, der sieht, wie er sich nicht nur im Davis-Cup-Team für das deutsche Tennis einbringt.

Carlo Thränhard hält heute noch den Europarekord im Hochsprung. Wahnsinn! Und seine Fähigkeit im Konditionsbereich ist bestimmt außerordentlich. Aber am wichtigsten: er weiß, was es heißt, im entscheidenden Moment das Letzte aus sich herauszuholen. Und das ist das, was unser Davis-Cup-Team in den letzten Jahren bewiesen hat.

Bastian Arnold, ein Mann aus der Physiotherapie von Klaus Eder, hat das Vertrauen des Teams. Einen besseren, engagierteren und qualifizierteren Mann kann man gar nicht bekommen. Die Spieler können auf ihn bauen und vertrauen ihm. Für das deutsche Tennis ist er nicht nur beim Davis Cup dabei. Auch in Australien, Miami, Wimbledon, Olympia und bei den US Open ist er der Mann für die deutschen Profis. Und natürlich auch beim Saison-Finale in Madrid. Dr. Tim Kinateder ist nicht nur ein hervorragender Arzt, sondern auch mit vollem Engagement seit Jahren der Doc des Männerteams. Und ein Doc, dem die Spieler vertrauen sollen, muss Ahnung haben. Auch ausserhalb der Davis-Cup-Wochen sind sein Wissen und Rat bei den Spielern gefragt.

Günter Strähle hat schon im letzten Jahrhundert die Schläger der Stars bespannt und präpariert. Und dass die Spieler keinem anderen ihre Schläger im Davis Cup anvertrauen, hat seinen Grund. Er macht seinen Job einfach gut.

Und wenn Ihr das alles mal live vor Ort sehen wollt, dann unterstützt unser Team vom 23. bis 29.11.2020 in Madrid.

Euer Dirk Hordorff