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Liebe Tennisfreunde!

Zwei Doping Fälle vor den Australian Open. Keine schöne Nachrichten für`s Tennis. Der Chilene Nicolas Jarry und die Nummer Eins der Doppelweltrangliste, der Kolumbianer Robert Farah, wurden positiv getestet. Beide sind provisorisch gesperrt und nehmen nicht beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres teil. Was erstmal zeigt, dass Tennis eine der am besten überwachtesten Sportarten ist. Viele Spieler beschweren sich über zu viel Kontrollen, über nervige Prozeduren und empfinden die tägliche Erreichbarkeit als Zumutung. Damit haben sie Recht. Aber leider gibt es keine bessere Möglichkeit, um den Sport und auch die Sportart Tennis sauber zu halten. Deshalb muss man diese Nachteile als Profi-Tennisspieler ertragen.

Wenn heute zur Verteidigung Dominic Thiem erklärt, Doping im Tennis bringe nichts, ist das kein vernünftiger Standpunkt. Sicher bringt Doping auch im Tennis etwas. Und sicher gibt es auch gedopte Tennisspieler. Aber ganz selten und ganz wenige. Weil Tennisspieler wissen, dass sie oft und regelmäßig kontrolliert werden. Und das Risiko, erwischt zu werden, viel zu groß ist. Ganz peinlich wird es aber, wenn sich ein sogenannter »Doping-Experte« namens Fritz Sörgel in den Medien zu Wort meldet und verkündet, dass Tennis betreffend Doping zu den »Top 4 Sportarten« zählt. Und dann noch mit rassistischen Äußerungen wie: „Nadal ist suspekt, er ist Spanier und Spanier schützen ihre Sportler”. Peinlicher geht es nicht mehr. Das ist ein Fall für den Staatsanwalt.

Lassen wir uns die Australian Open nicht vermiesen. Tolle Stimmung, tolle Organisation, super Publikum, tolles Tennis. Und lasst unsere Anteilnahme mit den von den Buschfeuern betroffenen Menschen und Tieren weiter aufrechterhalten! So, wie die Tennisspielerinnen und -spieler hier »down under«. Vielleicht kommen ja noch mal vier Millionen Australische Dollar als Spende für die Betroffenen des Buschfeuers hinzu. Come on, Sascha!!!

Viele Grüße aus Melbourne!

Euer Dirk Hordorff