Rafael Nadal
© Jürgen Hasenkopf

Interessantes zur abgelaufenen Saison 2019.

Majors…

Während es bei den Damen in diesem Jahr mit Naomi Osaka (Japan), Ashleigh Barty (Australien), Simona Halep (Rumänien) und Bianca Andreescu (Kanada) vier unterschiedliche Siegerinnen bei den Majors gab, noch dazu zwei Premierensiegerinnen (Ash und Bianca), gab es bei den Herren wieder einmal keine neuen Namen zu gravieren: zwei Mal Novak Djokovic (Serbien) und zwei Mal Rafael Nadal (Spanien) – alles beim Alten – vorerst. Nicht wenige wollen prognostizieren, dass sich dies in 2020 endlich ändern wird. Allein der Glaube daran fällt allerdings noch schwer. Djokovic, Nadal und auch der Schweizer Roger Federer sind nach wie vor bei allen Majors die absoluten Topfavoriten, auch wenn die nachfolgende Generation um Medvedev, Zverev, Thiem und Tsitsipas immer konkurrenzfähiger wird.

Novak Djokovic
© Jürgen Hasenkopf

Most excellent…

Alles überragend war 2019 natürlich das diesjährige Herren-Finale in Wimbledon zwischen Novak Djokovic und Roger Federer, gespickt mit einer unfassbaren Dramatik und in Rekordlänge. Erstmalig musste im finalen Satz beim Stande von 12:12 ein Tiebreak die Entscheidung bringen. Federers wohl bitterste Niederlage – trotz eigener Matchbälle…

Julia Görges
© Jürgen Hasenkopf

Approved…

Jeweils vier Spielerinnen und Spielern gelang es 2019, mindestens einen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich zu verteidigen, wobei der Spanier Rafael Nadal seine Trophäen gleich drei mal erneut zum Gravieren vor Ort ließ: bei den Damen schafften es Julia Görges (Auckland), Alison Van Uytvanck (Budapest), Garbine Muguruza (Monterrey) und Aryna Sabalenka (Wuhan), bei den Herren Rafael Nadal (Rom, French Open und Montreal), Novak Djokovic (Wimbledon), Nikoloz Basilashvili (Hamburg) und Roger Federer (Basel)…

Bianca Andreescu
© Jürgen Hasenkopf

First time…

31 Profis konnten 2019 ihren ersten WTA- oder ATP-Tour-Titel überhaupt einfahren, deutsche Aktive sucht man in dieser Kategorie allerdings vergeblich. Damen: Sofia Kenin (Hobart), Wang Yafan (Acapulco), Bianca Andreescu (Indian Wells), Amanda Anisimova (Bogota), Petra Martic (Istanbul), Jil Teichmann (Prag), Maria Sakkari (Rabat), Yulia Putintseva (Nürnberg), Fiona Ferro (Lausanne), Elena Rybakina (Bukarest), Jessica Pegula (Washington), Saisai Zheng (San Jose), Magda Linette (Bronx), Rebecca Peterson (Nanchang), Karolina Muchova (Seoul) und Coco Gauff (Linz). Herren: Tennys Sandgren (Auckland), Alex de Minaur (Sydney), Juan Ignacio Londero (Cordoba), Reilly Opelka (New York), Laslo Djere (Rio de Janeiro), Radu Albot (Delray Beach), Guido Pella (Sao Paulo), Cristian Garin (Houston), Adrian Mannarino (Rosmalen), Lorenzo Sonego (Antalya), Taylor Fritz (Eastbourne), Nicolas Jarry (Bastad), Dusan Lajovic (Umag), Hubert Hurkacz (Winston-Salem) und Denis Shapovalov (Stockholm)…

Krawietz Mies
© Jürgen Hasenkopf

KraMies…

Das deutsche Doppel Kevin Krawietz und Andreas Mies konnte sich mit zwei ATP-250-World-Tour-Doppelerfolgen und dem alles überragenden Grand-Slam-Sieg in Paris (French Open) sowie der Semifinalteilnahme bei den US Open unter den acht besten Doppelteams der Welt etablieren. Zur Belohnung gab es am Ende der Saison die Teilnahme an den »ATP Finals« in London, wo in den Gruppenspielen ebenfalls ein Sieg heraussprang. Keine Frage: »KraMies« waren in dieser Saison die deutsche Tennis-Sensation und aus schwarz-rot-goldener Sicht das sportliche Tennis-Highlight des Jahres…

Tatjana Golovin
© Jürgen Hasenkopf

Comebacker…

Tatjana Golovin (Frankreich) und Patricia Maria Tig (Rumänien) realisierten in 2019 den Weg zurück auf die WTA-Bühne und Nicolas Massu, chilenischer Einzel- und Doppel-Olympiasieger aus dem Jahre 2004 und unterdessen erfolgreicher Coach des Österreichers Dominic Thiem, feierte in »Kitz« ein Comeback auf der Tour im Doppel an der Seite von Domis Bruder Moritz…

Anna-Lena Grönefeld
© Jürgen Hasenkopf

Retired…

13 Herren haben sich von der ATP-Tour zurückgezogen, darunter auch der Münchener Daniel Brands. Außerdem in 2020 nicht mehr in den Tableaus: Nicolas Almagro (Spanien), Hans Podlipnik-Castillo (Chile), Janko Tipsarevic (Serbien), Tim Smyczek (USA), Daniel Munoz de la Nava (Spanien), Michael Prysiezny (Polen), Andreas Haider-Maurer (Österreich), Marcin Matkowski (Polen), Victor Estrella Burgos (Dominikanische Republik), David Ferrer (Spanien), Tomas Berdych (Tschechien) und Marcos Baghdatis (Zypern). Und bei den Damen? Dort haben folgende Spielerinnen das Racket an den berühmten Nagel gehängt: Julia Boserup (USA), Dominika Cibulkova (Slowakische Republik), Mariana Duque Marino (Kolumbien), Maria Irigoyen (Argentinien), Emma Laine (Finnland), An-Sophie Mestach (Rumänien), Arantxa Parra Santonja (Spanien), Lucie Safariova (Tschechien) und Anna-Lena Grönefeld, Deutschlands beste Doppel- und Mixedspielerin…

Ashleigh Barty
© Jürgen Hasenkopf

Money Ranking…

Bei den Herren sind die »Big Three« der Weltrangliste 2019 auch in der Geldrangliste auf den ersten drei Positionen: Rafael Nadal strich knapp 16,5 Millionen US-Dolllar ein, Novak Djokovic kassierte knapp 13,5 Millionen und Roger Federer freute sich über 8,7 Millionen zusätzliche Dollar auf seinem Konto. Siebter und damit natürlich auch bester Deutscher ist Alexander Zverev mit 4,3 Millionen US-Dollar. Über Zverevs Preisgeld können die ersten drei Spielerinnen der WTA-Geldrangliste allerdings nur lachen, allen voran Ash Barty, die 2019 satte 11,3 Millionen US-Dollar kassierte. Es folgen Simona Halep (knapp 6,9 Millionen) und Naomi Osaka (6,8 Millionen). Beste Deutsche ist Angelique Kerber, die trotz einer unsäglichen Saison immer noch knapp 2,2 Millionen US-Dollar einfuhr und damit auf Platz 15 landete…

World record…

Roger Federer und Alexander Zverev haben zum Jahresausklang unter Führung ihrer Agentur »Team8« mehrere unterhaltsame Showkämpfe in Südamerika abgeliefert. In Mexiko duellierten sich die beiden Freunde in einer der größte Stierkampfarenen der Welt vor sage und schreibe 42.517 Zuschauern. Ein atemberaubender Weltrekord…