Das Dreigestirn…

Liebe Tenniseltern! Studiert man die Erfolgsgeschichten der meisten Top-Spieler über die letzten Jahrzehnte, so fällt einem eine fast immer identische, sehr einfache und überschaubare Konstellation auf: Kind, Eltern, Coach, BASTA! Das viel zitierte »Dreigestirn«…

Da wären also zunächst die Kinder. Wir haben es in der Regel mit Kindern zu tun, die nicht unbedingt so genannte »Talente« sind. Primär zeigen diese Jungs und Mädels schon sehr früh ein höheres Engagement, mehr Willenskraft und eine größere Leistungsbereitschaft als ihre Altersgenossen. Hier handelt es sich um die wichtigste Voraussetzung für späteren Erfolg!

Dann wären da die Eltern, die diese Fähigkeiten erkennen und unterstützen! Diese Art von Unterstützung ist im Idealfall von Liebe und Selbstlosigkeit geprägt. Eltern, die eine Karriere ihrer Kinder als »Selbstverwirklichung« planen und durchsetzen, schaden ihren Kindern! Sicherlich gibt es Beispiele, wo sich Kinder selbst in der »Emanzipations-Phase« der Pubertät den Zwängen ihrer Eltern, meist des lieben Friedens willen, unterwerfen und »kommerziellen Erfolg« haben! Die Geschichten von Spielern wie Steffi Graf, Andre Agassi, Mary Pierce, Jennifer Capriati und vielen anderen zeigen aber, dass deren Erfolg auf ganz böse Art auf Kosten ihrer Persönlichkeitsentwicklung basiert und sehr langwierige Störungen mit sich bringt. Natürlich wäre es unfair von mir, folgende Tatsache nicht zu erwähnen: Ihr Eltern müsst in der Lage und gewillt sein, Eure Sprösslinge mit Mengen an Emotion, Zeit und Geld zu unterstützen.

Und schließlich wäre da der Trainer, bzw. der Coach! Natürlich kann unser Kind seine ersten Tennisstunden getrost beim Vereinstrainer »um die Ecke« nehmen, obwohl es mich immer wieder erstaunt, wie viel Mist auch hier in der frühen Phase schon fabriziert wird. Schon wieder seid Ihr Eltern gefragt! Schaut Euch um, macht Vergleiche, holt euch Referenzen! Welche Erfahrungen hat er als Spieler, Trainer/Coach sowie als Pädagoge und Mensch. Wie ist die »Chemie in eurem Dreigestirn«, sein Engagement, seine Identifikation mit Euren Zielen. Dieser Mensch kann die Karriere Eurer Kinder in ähnlicher Weise wie Ihr positiv oder auch negativ beeinflussen. Es gibt nur einen großen Unterschied zu Euch: Ihr bezahlt den Trainer und er ist jederzeit austauschbar, wenn er seinen Anforderungen nicht gewachsen ist!

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