Glaube

„Ich werde das schaffen!” – „Ich werde mein Bestes geben!“ – wollt Ihr Eltern nicht auch, dass Euer Nachwuchs mit dieser Grundeinstellung an ein Match, an eine Trainingseinheit, ja eigentlich an jede Herausforderung heran tritt? Zweifel werden immer wieder auftreten. „Bin ich gut genug?“ – „Gebe ich genug?“ – „Mache ich alles, was geht?“ – all’ dies sind Fragen, die sich Euer Kind immer wieder stellen wird. Gerade in Phasen, in denen die Sache vielleicht nicht unbedingt rund läuft: gebt Euren Kids in diesen schwierigen Zeiten Rückendeckung! Zeigt ihnen, dass sie ihren schwierigen Weg nicht alleine gehen müssen. Dass Ihr nicht nur in guten, sondern vor allem auch in holprigen Zeiten für sie da seid!

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Herausforderung

Dein Kind muss von Dir lernen, nicht nur den Sport, sondern das Leben an sich als große Herausforderung anzunehmen. Und das ganze Paket mit einer positiven »Macher-Mentalität« bestückt sein! Auch hier handelt es sich um ein absolutes Muss, um auf und neben dem Court erfolgreich handeln zu können. Helft Euren Kids, starke Persönlichkeiten zu werden!

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Dazu wieder eine kleine Story aus meiner Racketbag: Sofie ist eine richtig gute Nachwuchsspielerin. Im Rahmen eines »Scoutings« habe ich sie kennengelernt. Bei unserem Training war sie enorm fleißig, wissbegierig und engagiert bei der Sache. Diese Beobachtung bestätigte mir auch ihr Heimtrainer. Bei Turnieren hat sie immer wieder einige Runden gewonnen, aber kaum Turniersiege auf dem Konto, was ich ihr jedoch aufgrund ihres Könnens jederzeit zugetraut hätte. Ich wollte von ihr die Tableaus ihrer letzten Turniereinsätze sehen. Das Bild war ganz eindeutig: spielte Sofie gegen ungesetzte Spielrinnen, gewann sie ihre Partien. Wurde sie jedoch gegen eine der Top-Spielerinnen gelost oder musste gezwungenermaßen zu einem späteren Zeitpunkt im Turnier gegen eine gesetzte Spielerin antreten, erntete sie fast immer Niederlagen. Warum? Ich habe sie natürlich auf dieses Thema angesprochen. „Nun, diese Mädels haben einfach eine viel bessere Ranglistenposition als ich. Meine Mum sagt mir dann vor den Spielen immer, dass ich einfach versuchen soll, einigermaßen gut zu spielen und ein paar Games zu gewinnen, mehr sei da eh nicht drin!“ Hmm, sicher meint es die gute Mum nicht böse mit ihrer Tochter. Vermutlich versuchte sie auf diese Weise keinen Druck auf Sofie auszuüben. Kein schlechter Gedanke und er mag irgendwann in der Vergangenheit auch einmal ganz nett gewesen sein. Inzwischen ist das Mädchen aber sehr gut geworden, hat hart an sich gearbeitet und wäre ohne Weiteres in der Lage, Turniere zu gewinnen.

Ich habe mich mit Sofie und ihrer Mutter an einen Tisch gesetzt und in etwa Folgendes gesagt: „Ja, die Nummer Eins oder Nummer Zwei des Feldes hat eine bessere Ranglistenposition als Du. Korrekt! Aber was heißt das denn konkret? Es bedeutet doch nur, dass diese Spielerinnen in der Vergangenheit gute Resultate erspielt haben. Diese Resultate liegen aber in der Vergangenheit. Sie liegen teilweise schon Monate zurück. Wissen wir, ob die Gegnerin in der Zwischenzeit optimal trainiert hat? Wissen wir, ob sie vielleicht sogar verletzt war? Hat sie vielleicht den Trainer gewechselt? Hat sie sonst irgendwelche Probleme gehabt? Nein, das wissen wir nicht! Wir wissen jedoch, dass Du, Sofie, in den letzten sechs Monaten hart trainiert und Dein Spiel in allen Bereichen enorm verbessert hast und auch konditionell bist Du viel stärker geworden. Die Vergangenheit interessiert uns nicht! Wenn Du in ein Match gehst, dann gehst Du hinein, um es zu gewinnen! Egal gegen wen! Die Geschichte Deiner Gegnerin ist Geschichte, Du spielst hier und heute, nichts anderes zählt. Solltest Du hier und heute verlieren, dann war Deine Gegnerin auch nur hier und heute besser! Solltest Du das Match aber gewinnen, dann warst Du hier und heute die Bessere! Für einen erfolgreiche Spielerin zählt nur das Jetzt. Nicht das Gestern und auch nicht das Morgen!“ Sofie schrieb sich einen Merksatz auf: „Ich spiele im Hier und Jetzt, alles andere ist unwichtig!“ Nun, Ihr könnt Euch sicherlich bereits ausmalen, wie Sofie plötzlich gegen vermeintlich »bessere« Spielerinnen agiert hat…?!

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Idole

„Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!“ ist für den Einen oder Anderen ein altes, »ausgenudeltes«, aber trotzdem immer noch mit verdammt hohem Wahrheitsgehalt verbundenes Sprichwort. In meiner Tätigkeit als Mental-Coach werde ich sehr oft mit genau dieser Thematik konfrontiert. Wenn ein Sportler reibungslos und erfolgreich funktioniert, werde ich ja nicht konsultiert. Warum auch? Man braucht mich schließlich nur, wenn irgendetwas quer liegt, was den Sportler daran hindert, seine Top-Leistung im Wettkampf abzurufen!

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Sehr oft sind es Basisfähigkeiten, die da fehlen! Fehlende Risikobereitschaft, zu wenig »Killerinstinkt«, mangelnde Durchsetzungskraft, Versagensängste, fehlende Frustrationstoleranz und vieles mehr. Sicherlich bekomme ich die meisten dieser Macken in den griff – vorausgesetzt, mein Athlet arbeitet aktiv mit. Dafür ist es nie zu spät! Aber viele dieser Baustellen wären gar nicht vorhanden, wären sie nicht im Verlaufe der Zeit anerzogen worden. Meistens leider von den Eltern der Betroffenen.

Es ist nun einmal eine erwiesene Sache: das erste Idol Deines Kindes bist Du! Sicherlich wird es, kaum spielt es seine ersten Kugeln kontrolliert über das Netz, Sharapova, Djokovic, Ivanovic, Federer, Williams oder Nadal nacheifern und richtig »cool« finden. Nur, bis der kleine Fratz soweit ist, da orientiert er sich an Euch. An Euren Worten, an Euren Aktionen, an Eurer Art, Dinge anzupacken, an der Art, wie Ihr denkt und wie Ihr funktioniert.

Als das erste Idol Eures Kindes könnt Ihr eine Menge bewirken. Ihr programmiert mit Eurer Lebensführung, Eurem Vorleben, das erste Betriebssystem bei Euren Kids! Und dieses erste Betriebssystem kann die erfolgreiche Zukunft Eures Kindes AUF oder VERbauen! Hey! Jetzt bitte keine Angst: sollte sich im Verlaufe der nächsten Seiten heraus stellen, dass da in der Vergangenheit der eine oder andere Fehler begangen wurde: das ist nicht tragisch, denn Ihr habt jederzeit die Möglichkeit, Korrekturen vorzunehmen. Interessant dabei ist folgende Beobachtung: nicht nur den Kindern, sondern auch dem Großteil der Eltern geht es nach solchen Korrekturen erheblich besser.

Ich habe schon oft erklärt, was »Talent« ist, und vor allem, wie irrelevant es im Gegensatz zu anderen wirklich gewichtigen Fähigkeiten ist. Kontrolliert von A wie Angst bis Z wie Zielsetzung, was Eurer Meinung nach jetzt schon rund läuft oder vielleicht die eine oder andere Korrektur Eurerseits benötigt. Denn, Du, Dein Kind und Dein Coach sitzen in ein und demselben Boot! Ihr wollt gemeinsam möglichst weit kommen. Daher ist es von absoluter Notwendigkeit, dass Ihr alle in dieselbe Richtung rudert.

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Interesse

Ein Kind, das gerne Tennis spielt, sollte auch dabei unterstützt werden, sich über das eigene Spiel hinaus für diesen so geilen Sport zu interessieren. Im Fernsehen wird Tennis hin und wieder gezeigt, schaut, dass Eure Kinder das Match verfolgen können! Meiner Meinung nach ist für unsere Kinder nichts motivierender, als den Top-Stars, den Idolen unserer Nachwuchs-Cracks, bei deren Arbeit zuzusehen.

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»Learning by watching!« Gebt ihnen Tennismagazine an die Hand, um »up to date« zu sein. Schaut Euch gemeinsam mit ihnen Videos an, z.B. über das Training von Federer, Djokovic, Williams oder Sharapova auf »YouTube«. Immer wieder stelle ich fest, dass die Kids nach solchen »Lehrstunden« mit einem noch größeren Eifer bei der Sache sind!

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Kommunikation

Wir haben mittlerweile des Öfteren besprochen, wie wichtig ein gutes Funktionieren des »Dreiergestirns« Kind-Eltern-Coach ist. Innerhalb dieses Teams ist es von elementarer Bedeutung, dass direkt, offen und ehrlich miteinander kommuniziert wird. Sollte es innerhalb des Teams zu Dissonanzen kommen, bitte nicht hinauszögern, sondern sofort aus der Welt schaffen. Außerhalb Eures Teams gibt es, je besser Euer Kind wird, genügend Widerstand, da gibt es nichts Leistungshemmenderes für Euer Kind als teaminternen zusätzlichen Stress.

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Auch die Art, wie Ihr mit Eurem Nachwuchs kommuniziert, ist ungemein wichtig. Wir wissen: 70 Prozent der zwischenmenschlichen Kommunikation findet non-verbal statt. Also nur durch die Art und Weise, wie wir agieren, ohne zu reden. Oder natürlich auch, WIE wir etwas sagen. Entspricht Eure Mimik, Eure Körpersprache auch wirklich dem, was Ihr gerade sagt. So kann ein eigentlich als Motivationsspritze gedachter »Come on, Let’s go!«-Zwischenruf in einem Match sehr schnell das Gegenteil bewirken, wenn unsere Körperspannung etwas anderes signalisiert. Schaut, dass Eure Worte und Aktionen nach Möglichkeit stets Dasselbe aussagen!

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