»Choking«

»Choking« ist im Tennis-Fachchinesisch die Unfähigkeit, ein Match abzuschließen. Oft wird »choking« fälschlicherweise als Angst vor dem Sieg interpretiert. In der Regel ist der Spieler schon mit einem Satz im Rücken und einem mehr oder minder klaren Vorsprung im zweiten oder dritten Satz ziemlich nah am Ziel, da gibt es oft diesen Filmriss.

Buch WImbledon
© Heusinger

»Choking«, plötzlich, wie aus dem Nichts, kommt die gerade noch flott laufende »Sieger-Maschine« ins Stottern. Gerade, wenn sich diese Sache schon in mehreren Matches wiederholt hat, ist die Wahrscheinlichkeit leider relativ hoch, dass sie sich bei ähnlich hohen Spielführungen immer wieder bemerkbar macht und deshalb unnötige und schmerzhafte Niederlagen die Folge sind. Wie schon gesagt: dieses Phänomen hat überhaupt nichts mit Angst vor dem Sieg zu tun! Wäre ja auch Blödsinn: ein Spieler kann Angst vor einer Niederlage haben, aber wohl kaum vor einem Sieg! »Choking« ist ganz einfach formuliert nur eine gravierende Konzentrationsschwäche! Unser auf der Siegerstraße cruisender Sportler realisiert plötzlich aufgrund des Spielstandes, wie er sich nah am Sieg befindet. Seine Gedanken driften in die Zukunft, sie sind nicht mehr im »Hier und Jetzt«. Durch gezieltes Konzentrationstraining, also das Fokussieren auf den einen Punkt, kann diese Schwäche behoben werden…

   » Elternratgeber A bis Z


»Ich will nach Wimbledon« – so lautet der ultimative Elternratgeber in Sachen Tennis von Bestseller-Autor und Ex-Tennisprofi Stephan Medem. Ein »MUST-READ« für alle Tenniseltern, Trainer und Coaches. Bestelle jetzt Dein Exemplar direkt bei Amazon…

» Bestelle JETZT bei Amazon…

Disziplin

Disziplin – ohne diese Fähigkeit ist keine Karriere machbar. Egal, ob als Musiker, Arzt, Model oder Tennisspieler. Vor allem in der Phase der Pubertät wird Dein Nachwuchs hier vor große Herausforderungen gestellt. Am Abend vor einem wichtigen Turnier gehen die Klassenkameraden auf eine angesagte Party, Dein Sprössling muss in der Lage sein »Nein« zu sagen. Die Woche war vielleicht etwas anstrengend, trotzdem muss ein ambitionierter Nachwuchssportler »Ja« zu Kondi sagen und es auch gewissenhaft durchziehen.

Buch WImbledon
© Heusinger

Mangelnde Disziplin ist in meiner langen Zeit als Coach der womöglich häufigste K.O. von wirklich vielversprechenden Sportlerkarrieren gewesen. Und habe ich die Fälle etwas genauer studiert, so ist mir aufgefallen, dass die Unfähigkeit, diszipliniert zu arbeiten, auf die eine oder andere Art von den Eltern der Betroffenen weiter gereicht worden ist. Euer Kind wird sich die Definition von Disziplin zuallererst von Euch abschauen! Und da es als zukünftiger Profisportler über einhundert Prozent an Disziplin verfügen muss, nun… da ist es sehr wichtig, dass Ihr ihm einhundert Prozent an Disziplin vorlebt…

   » Elternratgeber A bis Z


»Ich will nach Wimbledon« – so lautet der ultimative Elternratgeber in Sachen Tennis von Bestseller-Autor und Ex-Tennisprofi Stephan Medem. Ein »MUST-READ« für alle Tenniseltern, Trainer und Coaches. Bestelle jetzt Dein Exemplar direkt bei Amazon…

» Bestelle JETZT bei Amazon…

Dosierung

„Okay, mein Kind soll weniger Turniere spielen. Deine Argumentation macht Sinn!“ So in der Art hat mich letzte Woche der Vater eines jungen Spielers angesprochen. „Wie schaut das mit dem Training aus? Ist hier weniger auch mehr?“ – „Ganz richtig!“ Mit dieser knackigen Ansage wäre dieser Teil des Elternratgebers schon fast beendet.

Buch WImbledon
© Heusinger

Jede Trainingseinheit, die nicht mit 100 Prozent absolviert wird, ist vergeudete Zeit! Natürlich muss man hier je nach Trainingsschwerpunkt Unterscheidungen machen, aber generell muss das Training volles Engagement sowie volle Konzentration und Intensität des Spielers fordern. Genau jene Zutaten also, die in einem erfolgreichen Turniereinsatz auch abverlangt werden. Ich beobachte sehr oft das Gegenteil: der junge Spieler wird quantitativ zugedröhnt, was natürlich zu einem logischen Abbau der drei vorgenannten Hauptzutaten führt. Kommt dann im übelsten Falle wegen zuviel Trainings noch Langeweile, Gleichgültigkeit oder gar »Bocklosigkeit« dazu, dann darf man sich nicht wundern, wenn dieser Spieler entsprechende Turnierauftritte abliefert.

Wie schon im Beitrag über die Turniereinsätze erwähnt: einen guten Spieler auszubilden, braucht sehr viel Zeit! Der Tennissport hat sich enorm weiter entwickelt, die Ausbildungszeiten habe sich verlängert! Das widerspricht der modernen Gangart unserer Zivilisation, in der alles »pronto pronto« und am liebsten schon gestern fertig sein muss. Unsere Kids müssen stets motiviert und mit Freude in den Einsatz gehen. Ist das über einen längeren Zeitraum nicht der Fall, wird vielleicht zuviel trainiert – oder der Trainer macht was falsch…

   » Elternratgeber A bis Z


»Ich will nach Wimbledon« – so lautet der ultimative Elternratgeber in Sachen Tennis von Bestseller-Autor und Ex-Tennisprofi Stephan Medem. Ein »MUST-READ« für alle Tenniseltern, Trainer und Coaches. Bestelle jetzt Dein Exemplar direkt bei Amazon…

» Bestelle JETZT bei Amazon…