Archiv der Kategorie: Noventi Open

Fedecima

Fedecima!


Von Christoph Kellermann.

Wahnsinn! Roger Federer hat sich in HalleWestfalen bei den NOVENTI (vormals: GERRY WEBER) OPEN seinen sage und schreibe 10. Siegerpokal geschnappt. Das ist ihm in seiner ohnehin schon mehr als beeindruckenden Karriere noch an keinem anderen Turnierort rund um den Globus gelungen. Im Endspiel setzte sich der Rekord-Grand-Slam-Sieger am heutigen Sonntag gegen den Belgier David Goffin, der im Finale leider nicht ganz an seine Leistungen im bisherigen Turnierverlauf anknüpfen konnte, mit 7:6, 6:1 durch. Ob es am Ende „eine Frage des Kopfes gewesen sei”, wollte der ZDF-Mann nachher im On-Court-Interview wissen. „Möglich. Vielleicht war es aber auch eine Frage des Talents”, erwiderte Goffin schlagfertig. Und in der Tat standen sich im Endspiel des deutschen Vorzeigeturniers gefühlt Tennis-Welten gegenüber. Goffin wusste, gegen wen er im Finale unterlegen war.


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Lieber Ralf

Lieber Ralf.

27 Jahre »Gerry Weber Open« in HalleWestfalen. Oder »Noventi Open«, wie Du in diesem Jahr titelst. Oder »Grass Court Open«, in Zeiten, wo das Titelsponsoring durch den Münchner Gesundheitsdienstleister für die kommenden Jahre noch nicht zu 100 Prozent eingetütet ist. Dieses ganze Wirrwarr rund um Deutschlands schönstes und publikumsträchtigstes Tennis-Event scheint an Dir abzuprallen. Auch die seit vielen, vielen Monaten negative, weil faktische Berichterstattung rund um die wirtschaftliche Situation des Gerry Weber Konzerns hat Dich nicht davon abgehalten, auch in diesem Jahr wieder ein Sport-Event der Extraklasse zu präsentieren. Hartnäckig hast Du im Vorfeld zunächst dafür gesorgt, dass sowohl ein Weltklasse-Teilnehmerfeld an der Roger-Federer-Allee aufschlagen kann, hast aber auch über Monate hinweg bei den lokalen Großkopferten demütig Klinken geputzt und versucht, eine beeindruckende Loyalität zu wecken. Dies ist Dir offensichtlich glaubwürdig gelungen. Viele Turnierdirektoren hätten in Deiner Lage ihre Turnierlizenz sicherlich möglichst gewinnbringend verkauft und einen Schlusstrich gezogen. Du beteuerst, dass es zu keiner Zeit eine solche Überlegung gegeben habe – und das kauft man Dir ab. Mit Überzeugung und Leidenschaft richtest Du das bedeutendste Tennisturnier auf deutschem Boden gerade neu aus. Statt aufzugeben, gehts Du gar in die Offensive. Partner und Sponsoren spüren allesamt, dass dieses wunderbare ATP-Turnier für die Familie Weber eine Herzenssache ist.

In vielen Bereichen warst Du immer wieder Vorreiter und Ideengeber. Hast dafür viele Preise von höchster Stelle eingeheimst. Oft kopiert, nie erreicht. Ich erwähne in diesem Zusammenhang nur Deinen Mut zum »Rasentennis« als solches – seit einigen Jahren auch rettendes Argument in Stuttgart, Dein weltberühmtes »Tennistainment« – mittlerweile Lockmittel bei allen Tennisturnieren bis runter auf Clubebene, Deine »innovative Dachtechnik« – die seit geraumer Zeit ja auch in Wimbledon zu sehen ist oder den weitsichtigen »Lifetime-Contract« mit keinem Geringeren als Roger Federer. Und selbst jetzt, in diesen existentiell schwierigen Zeiten, blickst Du schon wieder innovativ nach vorn. Gemeinsam mit Deinem neuen Partner Noventi, den Du in rekordverdächtiger Zeit aus dem Hut gezaubert hast, willst Du die Open zum »klimaneutralsten Tennisevent der Welt« machen. Auch hier werden Dir andere Turnierveranstalter rund um den Globus selbstverständlich nacheifern. Es besteht überhaupt kein Zweifel: die Familie Weber aus HalleWestfalen steht für Mut, Innovation, Leidenschaft und Glaubwürdigkeit und nicht zuletzt bedingt durch die aktuelle Situation auch für Demut. Das kommt gut an. Sponsoren, Partner, Zuschauer und Spieler zahlen es zurück. Nun bin ich gespannt, wie Du Deine Lebensversicherung Nummer Eins, einen gewissen Roger Federer, über dessen aktive Zeit hinaus an Dein Turnier binden wirst. Ganz sicher gibt es auch hier schon zielführende Überlegungen à la Ralf Weber. Viel Erfolg weiterhin und bewahre Dir Demut und Leidenschaft.

Liebe Grüße, Christoph


Juni 2019 · Photocredit: GRASS COURT OPEN

David gegen Goliath

David gegen Goliath


Von Christoph Kellermann.

»David gegen Goliath« – treffender könnte man das abschließende Finale bei den 27. NOVENTI OPEN wohl kaum betiteln. Während sich der Rekordchampion der beliebten ostwestfälischen ATP-500-Veranstaltung in HalleWestfalen, Roger Federer, gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert mit 6:3, 6:3 problemlos durchsetzte, schaltete der Belgier David Goffin den ATP-Überflieger der letzten Monate, Matteo Berrettini aus Italien, doch etwas überraschend mit 7:6, 6:3 aus und sorgte so nach seinem Husarenstreich im Viertelfinale gegen ATP-Weltmeister Alexander Zverev für einen weiteren Coup. Ob er am Sonntag auch Rasenkönig Roger Federer bezwingen kann, scheint zumindest fraglich, aber die Hoffnung stirbt aus Sicht des kleinen Belgiers sicher zuletzt. Im direkten Vergleich jedenfalls steht es 7:1 für den Schweizer, der im GERRY WEBER STADION nur allzu gern seinen zehnten Titelgewinn einspielen möchten.

Im Doppelwettbewerb haben sich der Pole Lukasz Kubot und Zverev-Busenfreund Marcelo Melo aus Brasilien die Chance auf den Titel-Hattrick bei den NOVENTI OPEN erarbeitet. Sie ließen dem Duo Struff/McLachlan beim 6:4, 6:4-Erfolg keine Chance. Endspielgegener sind Raven Klaasen und Michael Venus (Südafrika/USA).


Juni 2019 · Photocredit: NOVENTI OPEN

Von Likes und Followern.

Von Likes und Followern.


NOVENTI-OPEN-Pressestelle.

Roger Federer fuhr noch mit dem Auto nach HalleWestfalen, als er in seinen ersten Turnierjahren um Spiel, Satz und Sieg kämpfte. Es war eine andere Zeit, es gab noch nicht das große Universum der sozialen Medien, auch nicht für und mit Federer. Und nun? Als Federer am vergangenen Wochenende am Schauplatz der 27. NOVENTI OPEN ankam, dauerte es nicht lange, bis er ein außerordentlich hübsches, beschauliches, denkwürdiges Foto auf Instagram postete. Es zeigte den Rekordchampion auf seinem Hotelbalkon, er schaute auf Court 1 und die ganze Turnieranlage, auf den blauen Himmel. Die Reaktion? Millionen Fans des 37-jährigen Weltstars schauten sich das Bild an, Hunderttausende drückten auf den „Like“-Knopf. „Ein Zimmer mit solch einer Aussicht, das gibt es nirgendwo“, sagte Federer später bei einem Interview – der Mann, der HalleWestfalen wie kein anderer ins Gespräch bringt, rund um den Globus. Immer dann, wenn er hier aufschlägt und wohnt.

Längst sorgt natürlich auch das ATP 500er-Turnier selbst mit starken Social Media-Aktivitäten dafür, dass Weltklassesport genauso wie hochwertiges „Tennistainment“ Aufmerksamkeit und Gehör finden auf allen relevanten Internet-Kanälen. Aktuelle Nachrichten, Hintergrundstories, Videos und Kurzclips werden praktisch rund um die Uhr produziert, ein vielköpfiges Team sorgt für die redaktionelle Gestaltung der Webseite, zudem bieten die 27. NOVENTI OPEN auch TV-Anstalten Interviews und Pressekonferenzen-Mitschnitte zur Verwertung an. „Unsere eigene Medienproduktion läuft auf Hochtouren. Das Angebot ist jährlich erweitert und verbessert worden“, sagt Turnierdirektor Ralf Weber.

Auch bei den eigenen Posts des Turniers spielt Federer eine zentrale Rolle, er findet, wen wundert´s, die meiste Beachtung. So riefen mehr als 100.000 Fans den Post auf, in dem Federer von Turnierseite „Welcome Home“ zugerufen wurde. Auch das Wiedersehens-Bild des „Maestro“ mit Maskottchen „Gerry Berry“ wurde knapp 100.000 Mal angesehen. Bei Facebook lag derweil ein Video an der Spitze, in dem sich die französischen Musketiere Jo-Wilfried Tsonga und Benoit Paire eine kurze Fußball-Einlage auf dem Centre Court lieferten.

Auch die Vor-Ort-Berichterstattung aus dem großzügig erweiterten Medienzentrum bleibt auf Topniveau – in jeder Hinsicht. Mit 420 akkreditierten Medienvertreterinnen und Medienvertretern ist das Interesse an Deutschlands größtem Tenniswettbewerb weiter enorm, selbst viele Masters-Turniere können von solchen Zahlen nur träumen. Allein 165 Journalisten berichten bei der 27. Turnierauflage für Printmedien, hinzu kommen rund 90 akkreditierte Fotografen, 110 TV-Mitarbeiter, 25 Radiojournalisten und 30 Social Media-Vertreter. Dabei sind gerade die 27. NOVENTI OPEN zu einer gefragten Adresse für internationale Berichterstatter geworden, mehr als 60 Akkreditierungen für ausländische Reporter gingen unter anderem nach Belgien, Japan, Polen, Österreich, Italien, Korea, Australien, in die Schweiz und in die USA. TV-Bilder des Turniers werden über den internationalen Vermarktungspool in 130 Ländern der Erde ausgestrahlt, darunter auch in viele Wachstumsmärkte etwa im asiatischen Großraum.


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Epischer Kampf

Epischer Kampf


NOVENTI-OPEN-Pressestelle.

Manchmal kann man im Tennis auch nach 2:54 Stunden Spielzeit nicht genau sagen, warum der eine gewonnen und der andere verloren hat: Borna Coric jedenfalls dürfte nicht so genau wissen, warum er das Viertelfinale erreicht hat. Der Titelverteidiger der NOVENTI OPEN schrammte beim 7:6, 5:7, 7:6 gegen Joao Sousa nur knapp an einem vorzeitigen Aus vorbei. So aber steht er nach einer wahren Tennisschlacht auf Rasen im Viertelfinale, wo er auf den Franzosen Pierre-Hugues Herbert trifft. Vor den Augen von Coach Ricardo Piatti spielte Coric gut und stabil, doch das tat auch sein Gegner, der in den letzten drei Jahren in Halle immer in der ersten Runde gescheitert war. Ein Klassenunterschied, wie ihn die Weltranglistenplatzierungen 14 und 71 vermuten lassen, war nicht zu erkennen. Als Borna Coric 2015 als 18-Jähriger sein erstes, eher unbeholfenes Match auf dem Haller Rasen absolvierte, sah wenig danach aus, dass er dieses Turnier einst gewinnen würde. Doch der Kroate – mittlerweile 22 Jahre alt – hat viel dazu gelernt. Er spielt kein typisches Rasentennis (wer tut das schon noch?), sondern spielt im Prinzip auf Gras fast genauso wie auf Hartplatz. Druckvoll und präzise von der Grundlinie. Pfeilschnell auf den Beinen, mit einem guten Aufschlag ausgestattet. Doch Joao Sousa bringt auch ein ordentliches Paket an Fähigkeiten mit. Und die packte er alle aus, vor allem seine starken Returns. Breakbälle gab es insgesamt nur wenige. Die entscheidenden hätten jene für den Portugiesen im siebten Spiel des dritten Satzes sein können, ja, sein müssen. Doch er vergab unter dem Haller Flutlicht alle drei. Das Publikum, das bis 21.30 Ortszeit im Gerry Weber Stadion ausharrte und beide Akteure anfeuerte, wurde beim Matchball dann mit dem besten Ballwechsel der Partie belohnt. Einer wahnsinnig schnellen, schier unendlichen Rallye, die Coric den Sieg brachte. „Dieses Spiel hätte zwei Sieger verdient, ehrlich“, befand der Titelverteidiger. Stimmt. Vom längsten Match der Turniergeschichte waren die beiden übrigens noch ein gutes Stück entfernt: Das lieferten sich 2011 Cedrik-Marcel Stebe und Leonardo Mayer. Sie brauchten unfassbare 3:42 Stunden.


Juni 2019 · Photocredit: NOVENTI OPEN

Was, wenn Roger…

Was, wenn Roger…


Von Christoph Kellermann.

Am gestrigen Dienstag haben wir in Halle wieder einmal gesehen, wie wichtig Roger Federer für das Vorzeige-ATP-Event in HalleWestfalen ist. Obwohl gestern wirklich durch die Bank erstklassige Spiele auf dem Centre-Court angesetzt waren, so schaffte es doch nur der Rekord-Grand-Slam-Sieger, die imposante Arena für eine gute Stunde zu füllen – gefühlt bis auf den letzten Platz. Der Superstar aus der Schweiz besiegte den tapfer kämpfenden Australier John Millman in der ersten Runde der NOVENTI OPEN mit 7:6, 6:3 und wurde für seine – wenn auch phasenweise eher durchschhnittliche – Leistung, wie in Ostwestfalen und eigentlich auf der ganzen Welt üblich, ordentlich gefeiert. Zuvor spielten im »Stadion« Top-Acts wie Lokalmatador Struffi, Zick-Zack-Tsonga oder Vorjahressieger Coric vor weitestgehend verwaisten Rängen, während die durchaus anwesenden Fans lieber das Tennistainment drumherum oder den starken Fight von Rudolf Molleker auf dem »Einser« genossen. Leider brachte Rudi die Partie gegen den Ukrainer Sergiy Stakhovsky trotz eigenem Matchball nicht nach Hause.

Richtig gefreut habe ich mich für Jan-Lennard Struff, der nach zuvor zig vergeblichen Versuchen erstmals ein Hauptrundenmatch in Halle gewinnen und somit seine beeindruckende Leistungssteigerung der letzten Monate weiter fortsetzen konnte. Zweisatzerfolg über Djere. Nun wartet Khachanov. Stark. Noch mal zurück zu Roger: wenn der mal nicht mehr spielt, haben die GERRY WE… äh: NOVENTI OPEN ein existentielles Problem. Die Zuschauer sind gestern nicht mal für die French-Open-Sieger Krawietz und Mies sitzen geblieben – und das, obwohl Federer gerade einmal 77 Minuten zu sehen war. Blicken wir auf den heutigen Spieltag: Goffin, Albot, Khachanov, Struff, Stakhovsky, Herbert, Coric und Sousa im Stadion plus drei Döppelchen auf dem »Einser« sind ganz sicher keine Straßenfeger. Ich sehe national und international absolut niemanden, der Federers Platz als Publikumsmagnet in Halle ausfüllen könnte. Auch Sascha Zverev wird das ad hoc nicht schaffen. Hier braucht Turnierboss Ralf Weber jede Menge Weitsichtigkeit und wirklich gute Ideen. »Tennistainment« alleine reicht da nicht aus.


Juni 2019 · Photocredit: NOVENTI OPEN

Gute Aufholjagd

Gute Aufholjagd


NOVENTI-OPEN-Pressestelle.

Alexander Zverev hat die schwierige erste Turnierhürde bei den 27. NOVENTI OPEN nach einer mitreißenden Aufholjagd noch in zwei Sätzen gegen den Niederländer Robin Haase (ATP 66) gemeistert. „Es war die erwartet harte Prüfung. Robin ist ein Spieler, der jedem unheimliche Probleme geben kann. Er hat ein paar unglaubliche Bälle gespielt heute“, sagte Zverev nach seinem 6:4, 7:5-Sieg im GERRY WEBER STADION. Im zweiten Durchgang hatte Zverev schon mit 2:5 in Rückstand gelegen, ehe er sich gegen die Verlängerung der Partie aufbäumte und fünf Spiele in Serie gewann. „Der Start in die Rasensaison ist immer auch ein bisschen tricky. Man braucht einfach Spielpraxis, um sich an die Verhältnisse zu gewöhnen“, sagte der ATP-Weltmeister und Weltranglisten-Fünfte. Zverev trifft nun im Achtelfinale auf den Amerikaner Steve Johnson (ATP 76), der zuvor Philipp Kohlschreiber glatt mit 6:3, 6:3 ausgeschaltet hatte.

Der Weltranglisten-Neunte Karen Khachanov rückte nach einem harterkämpften 7:6, 6:4-Sieg gegen Lucky Loser Miomir Kecmanovic (ATP 82) ins Achtelfinale vor. „Ich habe besser gespielt als in Stuttgart. Ich mag das Turnier, die ganze Atmosphäre hier“, sagte Khachanov nach dem Match. Das mit Spannung erwartete Duell zweier französischer Stars entschied Pierre-Hugues Herbert (ATP 43) mit 7:6, 6:4 gegen Gael Monfils (ATP 16) für sich. Den Schlag des Tages, vielleicht sogar noch des Turniers lieferte allerdings wieder einmal »Kunstschütze« Monfils, der mit einem Passierball aus dem Rückwärtslauf heraus die Fans von den Sitzen riss.


Juni 2019 · Photocredit: NOVENTI OPEN

Soziales Engagement

Soziales Engagement


NOVENTI-OPEN-Pressestelle.

Sie schrieben Autogramme für jedes Kind mit persönlicher Widmung, sie stellten sich immer wieder für Gruppenfotos und Selfies auf und sie beantworteten die Fragen der jungen Patienten ebenso einfühlsam wie schlagfertig. Kurzum: Kevin Krawietz und Andreas Mies, die deutschen Doppelkönige der French Open, hinterließen auch bei ihrem Besuch im Kinder- und Jugendzentrum des Evangelischen Klinikums Bethel in Bielefeld einen mächtig sympathischen, menschlich gewinnenden Eindruck. „Es ist schön, dass wir hier so nett empfangen werden“, sagte der 28-jährige Kölner Mies. „Aber wir freuen uns noch viel mehr, dass wir den Kids eine Freude machen können. Es ist wichtig, nie den Blick für die Dinge zu verlieren, die noch viel bedeutender sind als Tennis.“ Es sei eine »Herzensangelegenheit«, diesen Besuch in Bethel zu unternehmen, erklärte Krawietz (27). „Es ist auch eine Ehre, dass wir hier sein dürfen.“ Krawietz und Mies hatten natürlich auch Geschenke mitgebracht, zur großen Freude der Kinder verteilten sie die beliebten »Gerry-Berry«-Maskottchen in Miniaturausgabe. Doch das besondere Geschenk war ein Original-T-Shirt vom French Open-Sieg – mit Autogrammen der beiden Champions und dem Datum des historischen Triumphs (8/6/19). Turnierdirektor Ralf Weber überreichte an Dr. Maren Thäter, die Vorsitzende Geschäftsführerin des Klinikums, und an Dr. Hans-Georg Bresser, den Leitenden Oberarzt der Klinik für Kinder-und Jugendmedizin, eine 10.000-Euro-Spende für die Ausrüstung des Kinderzentrums im Bereich der Atemtherapie.


Juni 2019 · Photocredit: NOVENTI OPEN

Zukunftsweisend

Zukunftsweisend


NOVENTI-OPEN-Pressestelle.

Turnierdirektor Ralf Weber und Dr. Sven Jansen, Vorstand NOVENTI, haben sich in einem gemeinsamen Interview zum Engagement des Münchner Gesundheitsdienstleisters beim ATP 500er-Turnier in HalleWestfalen geäußert. Die NOVENTI Health SE ist 2019 der Titelpartner bei Deutschlands größtem Tenniswettbewerb. Die Gerry Weber Management & Event GmbH und NOVENTI schlossen einen bis zum Turnierjahr 2021 datierten Drei-Jahres-Vertrag ab. NOVENTI-Vorstand Dr. Jansen erklärte in dem Interview, das Unternehmen wünsche sich eine längerfristige Kooperation, in der beide Seiten „gemeinsam eine inhaltliche Zusammenarbeit entwickeln, weiter lernen und wachsen können.“ Jansen dankte dem Team um Turnierdirektor Ralf Weber nach dem kurzfristigen Einstieg für „diesen Kraftakt, der von beiden Seiten großartig gemeistert wurde.“ Von der Kooperation gehe „ein starkes Aufbruchssignal“ aus, sagte Turnierchef Ralf Weber. „Das ist eine zukunftsweisende Partnerschaft.“

Herr Jansen, was war der Antrieb, sich ab diesem Jahr beim ATP 500-Turnier in Halle zu engagieren? Dr. Sven Jansen: Wir suchen schon seit langem ein Thema, eine Plattform, mit der wir stärker in die Öffentlichkeit gehen können. Da ein Großteil unserer Kunden Tennis spielen, lag es nahe, sich im Tennis zu engagieren. Bisher fehlte uns allerdings die Möglichkeit, an ein großes Event heranzukommen. Es war ein glücklicher und schöner Moment, dass wir jetzt mit dem Turnier in Halle zusammengefunden haben.

Der Einstieg kam dann ja relativ kurzfristig. Dr. Sven Jansen: Wir haben mit den Gesprächen sehr spät begonnen, wir wussten ja nicht, dass wir die Chance überhaupt haben. Als sich die Möglichkeit bot, haben wir sehr schnell entschieden – für uns spiegelt sich in dieser raschen Entscheidung auch die Dynamik auf dem Gesundheitsmarkt und in unserer Firma wider. Es war eine Herausforderung, aber die haben wir gerne angenommen. Ich will hier ausdrücklich dem tollen Team von Herrn Weber danken für diesen Kraftakt, der großartig gemeistert wurde. Wenn man sich hier umschaut, kann man nur sagen: Das ist ganz toll geschafft worden.

Worin liegt der Wert für das Unternehmen in dieser Partnerschaft? Dr. Sven Jansen: Zunächst will ich betonen, dass wir eine langjährige Kooperation wollten, in der wir gemeinsam eine inhaltliche Zusammenarbeit entwickeln, weiter lernen und wachsen können. Gesundheit und Sport – das ist für uns ein starkes Doppel. Eine Botschaft, die von dieser Partnerschaft mit dem ATP-Tennisturnier auch ausgehen soll, ist: Gesund bleiben, aktiv sein, sich sportlich zu betätigen. Das wollen wir im Umfeld dieses hochkarätigen Events vermitteln, in Richtung unserer Kunden, zu denen neben Apotheken zum Beispiel auch Physiotherapeuten und pflegerische Betriebe gehören. Daher wollen wir mit unserem Engagement auch die Bedeutung dieser Berufe für die Gesundheitsversorgung in Deutschland hervorheben.

Kannten Sie dieses Turnier und seine Initiatoren schon länger? Dr. Sven Jansen: Natürlich. Ich bin selbst Sportler gewesen, habe neunmal den Iron Man absolviert. Tennis habe ich nicht leistungsmäßig gespielt, aber der Name Gerry Weber ist tief im Sport verwurzelt. Dieses Turnier ist eine starke, bekannte, sehr gut eingeführte Marke.

Herr Weber, wie ist denn Ihre eigene Stimmungslage, wenn das Turnier nicht mehr den Familiennamen trägt? Ralf Weber: Letztlich geht es nicht um meine eigene Befindlichkeit. Es geht darum, dass dieses Turnier bestehen bleibt und zukunftsfähig ist. Wenn man auf die Turnierlandschaft schaut, ist das eigentlich auch nichts Außergewöhnliches. Da wechseln in knapp 30 Jahren die Hauptsponsoren ja gleich mehrfach. Unsere Situation war eher die Ausnahme als die Regel.

Die starke Aufbauleistung hat sicherlich dazu beigetragen, dass auch relativ schnell ein neuer und bedeutender Sponsor gefunden werden konnte. Ralf Weber: Wir können stolz auf die letzten mehr als zweieinhalb Jahrzehnte blicken. Jedes Jahr kommen über 110.000 Zuschauer nach Halle, wir haben mit Roger Federer regelmäßig den größten Einzelsportler dieser Zeit zu Gast, das Turnier wird in über 130 Ländern der Welt ausgestrahlt, es hat auch eine ganz starke nationale Berichterstattung in den Medien – das sind Personalien und Kennzahlen, die für sich sprechen.

Was bedeutet diese Partnerschaft mit NOVENTI für das Turnier? Ralf Weber: Es ist ein wichtiges Aufbruchssignal, eine zukunftsweisende Partnerschaft, die das Turnier weiter absichert. Noventi sieht, wie Herr Dr. Jansen ausgeführt hat, in diesem international und national renommierten Turnier eine Plattform, um generell auf die Bedeutung von Sport für die Gesundheit zu verweisen. Wir konnten in diesem Zusammenhang auf erstklassige Mediadaten verweisen, das Turnier hat ein starkes Standing auf der Tennistour auf dem 500er-Level. Zudem sind wir Marktführer in Deutschland.

Auch sportlich sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Ralf Weber: Wir haben eine erstklassige Mischung aus Weltstars, etablierten Profis und hungrigen Spielern aus den kommenden Generationen. Mit Roger Federer haben wir einen weltweit einmaligen Lifetime Contract, nun hat Alexander Zverev auch sein Interesse geäußert, eine solche Partnerschaft mit uns schließen zu wollen. Das ist ein tolles Signal auch hier, dass unser ATP-Weltmeister an unserer Seite bleiben will. Darüber werden wir dann demnächst konkreter mit ihm sprechen.


Juni 2019 · Photocredit: NOVENTI OPEN

Passione.

Passione.


Von Christoph Kellermann.

Nick Kyrgios 6:3, 6:4, Karen Khachanov 6:4, 6:2, Denis Kudla 6:3, 6:3, Jan-Lennard Struff 6:4, 7:5 und Felix Auger-Aliassime 6:4, 7:6 – fünf Matches und 10:0 Sätze in einem sehr ordentlichen Feld – und das auf Rasen, wo man bekanntlich eher schon mal einen Satz verliert. Es besteht überhaupt kein Zweifel: der Italiener Matteo Berrettini hat sich am Stuttgarter Weissenhof völlig verdient 117.050 Euro Preisgeld und einen E-Benz abgeholt und dabei Zuschauer, Experten und wohl auch sich selbst etwas überrascht, auch wenn der Triumph im Schwabenland bereits der zweite Titel für den 23-jährigen Südeuropäer war, der die Turnierwoche mit einer ungeheuren Leidenschaft absolvierte. Im April siegte Berrettini schon bei den Hungarian Open in Budapest und auch im Anschluss in München sorgte er mit seinem Finaleinzug bei den BMW Open für Furore. Deutschland scheint ihm zu liegen – mal schauen, wie er sich in Halle bei den 27. NOVENTI OPEN schlagen wird. Auftaktgegner in Ostwestfalen ist für den Frauenschwarm aus Rom der Georgier Nikolosz Basilashvili.


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf