Wenig Gefühl im Arm…

Frage an Winfried Banzer: Guten Tag Herr Banzer! Seit einiger Zeit stellt sich bei mir im Wettkampf eine Art »tauber Arm« ein. Er ist nicht gefühllos, aber ich erhalte keine Rückmeldungen mehr über meine Schläge. Stoppbälle, langsame Bälle oder Volleys kann ich kaum mehr spielen. Es funktionieren nur noch durchgezogene Schläge, bei denen ich mich auf einen standardisierten Bewegungsablauf verlassen kann. Zudem habe ich das Gefühl, dass meine Schlaghand übermäßig zu zittern behinnt. Ist Ihnen dieses Problem schon begegnet?

Winfried Banzer: Das Problem ist mir sehr bekannt und betrifft nicht nur Tennisspieler, sondern auch Golfer oder andere Sportler, bei denen die Feinmotorik grundsätzlich eine wichtige Rolle spielt. Ich rate Ihnen, sich einen erfahrenen Sportmediziner zu suchen, der das Bewegungssystem – speziell die Wirbelsäule – untersuchen kann und auch Erfahrung bei neuromuskulären Problemen hat. Alles Weitere muss dann in Abhängigkeit der Untersuchungsbefunde entschieden werden. Viel Erfolg und gute Besserung wünscht Prof. Winfried Banzer! Und: bitte bleiben Sie gesund…

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Das Sprunggelenk

Frage an Winfried Banzer: Sehr geehrter Professor Banzer, ich hatte zwei starke Bänderdehnungen am rechten Sprunggelenk. Ich bekam einen »Maleo Train«-Strumpf für das Sprunggelenk verschrieben. Seither trage ich diesen nun schon mehrere Jahre beim Tennis. Was kann man tun, um Bänderverletzungen (oder gar einem Bänderriss) vorzubeugen, gerade wenn man schon Probleme in dem Bereich hatte. Was tragen Spieler wie Andy Roddick am Sprunggelenk? So genau sieht man das in den Videos nicht. Oder ist dieser Strumpf, den ich trage, nur für den Glauben als solches? Ich danke im Voraus.

Winfried Banzer: Das so genannte »Umknicken« im Sprunggelenk gehört zu den häufigsten Verletzungen im Tennis. Allerdings sollte immer eine sorgfältige sportmedizinische Untersuchung das Ausmaß der Verletzung feststellen. Gerne werden zur Therapie und/oder Prophylaxe sogenannte »Orthesen« angewandt. Diese sieht man auch bei vielen Tennisprofis. Mindestens ähnlich sinnvoll wäre ein so genanntes »propriozeptives Training« des Sprunggelenkes. Lass Dir dazu einige Übungen von Deinem Physio oder einem erfahrenen Sportwissenschaftler zeigen. Beste Grüße!

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Flüssigkeitsaufnahme

Frage an Winfried Banzer: Hallo Herr Banzer! Ich würde gerne wissen, welche Getränke Sie zur Einnahme während des Matches empfehlen würden! Und: wie viel Liter Flüssigkeit sollte man vor und nach einem Match zu sich nehmen? Danke!

Winfried Banzer: Zunächst sollten Sie während eines Tennis-Matches nie ein Durstgefühl aufkommen lassen. Das bedeutet natürlich, nicht durstig ins Match gehen und während der Seitenwechsel in Abhängigkeit der Temperaturen immer ca. 100 bis 200 Milliliter trinken. Am besten ist eine Apfelsaftschorle mit nicht zu geringem Fruchtgehalt. Auch sogenanntes »stilles Wasser« ist verträglicher, als Wasser mit Kohlensäuregehalt.Die Werbung macht es wirklich schwierig bei all dem Angebot noch einen klaren Kopf zu behalten. Wenn einmal mehrere Spiele an einem Tag stattfinden sollten und die Energiezufuhr zum Beispiel über Kohlenhydrate nicht gewährleistet sein kann, dann sollte man den Getränken auch Kohlenhydrate beifügen. Ich wünsche Ihnen vor allem in diesen Tagen viel Gesundheit!

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