Arthrose-Mythen

Frage an Winfried Banzer: Hallo Herr Dr. Banzer! Können Sie mit fachlichen Argumenten mit folgenden Mythen aufräumen? 1. Je schlimmer die Schmerzen, desto größer der Gelenkschaden! 2. Wer Gelenkschmerzen hat, sollte besser keinen Sport treiben! 3. Bei Arthrose hilft nur eine Ernährungsumstellung! Dies alles bekomme ich quasi tagtäglich als gut gemeinte Tipps zu hören – ich denke aber, dass da viele Halbwahrheiten dabei sind. Ich danke Ihnen sehr!

Winfried Banzer
© Banzer

Winfried Banzer: Spannende Fragen, die immer wieder auftauchen auch unabhängig vom Tennissport!

1. Je schlimmer die Schmerzen, desto größer der Gelenkschaden! – Gelenkzustand und subjektive Empfindungen übrigens oft auch Funktionen wie Beweglichkeit, etc. müssen nicht 1:1 zusammenhängen. Bezüglich des Gelenkzustandes ist eine Bildgebung wie Röntgen, Computertomografie oder Kernspin nach ärztlicher Absprache sinnvoll. Zusammen mit der klinischen Untersuchung kann man dann zu einer vernünftigen Beurteilung kommen.

2. Wer Gelenkschmerzen hat, sollte besser keinen Sport treiben! – Auch hier gilt zunächst meine Antwort zu Frage Eins. Allerdings ist irgendeine sportliche Aktivität meist immer möglich. Eine Beratung bei einem oder einer erfahrenen Sport*ärztin ist ein Muss!

3. Bei Arthrose hilft nur eine Ernährungsumstellung! – Leider nein! Ein typischer Mythos. Eine Gewichtsnormalisierung, ja! Alles weitere gehört zur sportmedizinischen Beratung! Ich hoffe, ich konnte helfen.

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Morbus Schlatter

Frage an Winfried Banzer: Hallo Herr Professor! Ich habe am linken Knie eine Verletzung namens »Morbus Schlatter« und wollte deshalb fragen, ob ich damit auch Sport machen kann?! Es tut eher sehr selten weh und wenn, höre ich sofort auf. Was kann ich Ihrer Meinung nach tun? Krankengymnastik? Bandage? Besten Dank!

Winfried Banzer: Die Schmerzen unterhalb Deines Knies, die, so nehme ich an, von Deinem Arzt so diagnostiziert wurden, sehen wir immer mehr auch bei jungen Mädchen. Physiotherapie ist eine sehr gute Maßnahme. Auch kannst Du eine Bandage tragen. Bei Schmerzen, die vor allem bei Sprüngen, Sprints usw. auftreten, solltest Du jedoch keine Belastungen mehr durchführen. Eine Therapie, mit der wir sehr guten Erfolg haben, ist die so genannte Laserakupunktur. Vielleicht kennt Dein behandelnder Arzt diese Methode. Ich wünsche Dir auf jeden Fall gute Besserung!

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Schürfwunden

Frage an Winfried Banzer: Sehr geehrter Herr Banzer, meine Spielpartnerin ist gestern auf Asche böse gestürzt. Hierbei hat sie sich um das Knie herum eine mächtige Schürfwunde zugezogen. Über die Sofortbehandlung wurde wie immer gestritten. Wie hätte man noch am Platz professionell vorgehen sollen? Liebe Grüße nach Frankfurt!

Winfried Banzer: Am besten ist es, die Wunde mit normalem Wasser zu reinigen und dann zum Hausarzt zu gehen. Dort kann dann auch geprüft werden, ob ein Tetanusschutz vorhanden ist oder dieser erneuert werden muss. Ich wünsche eine unfallfreie Tennissaison!

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