Roger Federer topgesetzt

Die GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen.


Der erste Rekord steht schon vor dem ersten Ballwechsel fest: Mit vier Top Ten-Spielern, so viele wie nie zuvor in der Turniergeschichte, gehen die GERRY WEBER OPEN vom 16. bis 24. Juni in ihre 26. Auflage. Weltstar und Rekord-Champion Roger Federer (ATP 2) führt dabei ein herausragendes Teilnehmerfeld an, in dem sich mit Alexander Zverev (ATP 3), Dominic Thiem (ATP 7) und John Isner (ATP 9) gleich drei weitere Profis unter den besten zehn der Welt befinden. „Unser Turnier ist in Europa eine Spitzenveranstaltung und steht für absolute Weltklasse“, sagte Turnierdirektor Ralf Weber am heutigen Mittwoch (09. Mai) bei der Präsentation des diesjährigen Teilnehmerfelds von Deutschlands bedeutendstem und publikumsstärksten ATP-Tennisevent. Auch die „NextGen“ der ATP ist vertreten, so tritt Shootingstar und Supertalent Stefanos Tsitsipas (ATP 40/Griechenland) erstmals in HalleWestfalen an. Zuvor hatte bereits ATP-Junioren-Weltmeister Hyeon Chung (ATP 21/Südkorea) einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. „Das ist auch eine Weichenstellung für unsere Zukunft“, so Turnierchef Weber, denn „gerade Tsitsipas ist momentan einer der formstärkstenSpieler auf der ATP World Tour.“

Bereits vor Beginn des ATP 500er-Rasenevents bieten die GERRY WEBER OPEN ihren Fans auch Topqualität mit zwei Showmatches bei der »schauinsland-reisen Champions Trophy«. Zudem gastieren wieder eine Reihe von erstklassigen Solokünstlern und Bands auf der NRW-Lokalradiobühne. „Das Gesamterlebnis für unsere Fans hat höchste Premium-Qualität, es ist in dieser Dichte einzigartig auf der ATP World Tour“, sagte Weber. Das Turnier schüttet 2018 ein Rekord-Preisgeld von rund zwei Millionen Euro aus, wie in den vergangenen Jahren teilen sich das ZDF und Eurosport die TV-Live-Übertragungen.

Die Spitzenverpflichtungen für die 26. GERRY WEBER OPEN haben längst einen Zuschauerboom ausgelöst, im Kartenvorverkauf wurden 20 Prozent mehr Tagestickets und 30 Prozent mehr Dauerkarten abgesetzt. „Das Finalwochenende, also Freitag, Samstag und Sonntag, ist so gut wie ausverkauft“, erklärte Turnierchef Ralf Weber. „Wer die besten Spieler der Welt in Halle sehen will, sollte sich seine Tickets noch so schnell wie möglich sichern.“ Im Blickpunkt der Fans dürfte vor allem „Turnier-Botschafter“ Roger Federer stehen, der die GERRY WEBER OPEN wie kein anderer geprägt hat und nun zum zehnten Mal triumphieren will: „Es wäre ein unglaublicher Rekord“, sagt der »Maestro« selbst. „Halle war immer eine große Inspiration für mich. Die Fans dort, ihre Leidenschaft und Begeisterung für das Tennis.“

Roger Federer geht einmal mehr als Titelverteidiger ins Rennen, aber er weiß, dass die Konkurrenz groß ist: „Das Feld wird von Jahr zu Jahr besser und stärker, deshalb ist der Weg zum Titelgewinn auch immer anspruchsvoller.“ Die nationalen Hoffnungen ruhen vornehmlich auf Alexander Zverev, dem weltweit stärksten Spieler der nächsten Tennis-Generation. Der 21-jährige Hamburger erreichte in den beiden letzten Jahren das Finale, musste sich dann aber Florian Mayer (2016) und Federer (2017) geschlagen geben. „Die Konkurrenz ist wirklich stark in diesem Jahr. Aber natürlich habe ich den Anspruch, das Turnier zu gewinnen“, sagt Zverev, der gerade erfolgreich seinen Titel in München verteidigt hat. Er muss wie Topfavorit Federer insbesondere auf das österreichische Top Ten-Ass Dominic Thiem (24) und auf »Big John« Isner (33) achten, den 2,08-Meter-Riesen aus den USA. Isner hatte Zverev Anfang April für seinen ersten Masters-Karriereerfolg im Miami-Finale bezwungen. „Ich bin gespannt, wie sich dieses Spitzenquartett gegen die starken Herausforderer schlagen wird“, sagt Turnierdirektor Ralf Weber.

Zu diesen gehören auch die Top 20-Spieler Roberto Bautista Agut (ATP 14/Spanien), Lucas Pouille (ATP 18/Frankreich) und Japans Superstar Kei Nishikori (ATP 20), der nach längerer Verletzungspause gerade ein Comeback unter den Top Ten anstrebt. Und dazu zählt ein starkes Quartett aus erstklassigen Nachwuchsspielern – mit ATP-Junioren-Weltmeister Hyeon Chung (ATP 22/Südkorea) und Andrey Rublev aus Russland (ATP 31) sind die Finalisten des in Mailand ausgetragenen »NextGen«-Finals dabei. Des Weiteren schlagen Borna Coric (ATP 35/Kroatien) und der frisch umschwärmte 19-jährige Nachwuchs-Star Stefanos Tsitsipas in HalleWestfalen auf. Der griechische Teenager hatte zuletzt das Finale in Barcelona und das Halbfinale in Estoril erreicht, in der Jahreswertung der ATP liegt er auf Platz 21. „Wir hatten immer den Anspruch, dass die Fans bei uns schon die »Stars von Morgen« sehen können“, sagt Turnierchef Weber, „das beste Beispiel dafür ist Roger Federer.“

In ihrer »Wohlfühloase« HalleWestfalen wollen selbstverständlich auch die deutschen Topspieler erneut in den Titelkampf eingreifen: Neben Alexander Zverev gehen  Philipp Kohlschreiber (ATP 34), Peter Gojowczyk (ATP 52), Mischa Zverev (ATP 54) und Lokalmatador Jan-Lennard Struff (ATP 65), der die erste von drei Wild Cards erhält, an den Start. Kohlschreiber, der Haller Champion des Jahres 2011 und Finalist des Jahres 2008 (gegen Roger Federer), mischt bereits zum 14. Mal in seiner Karriere im Titelrennen der GERRY WEBER OPEN mit. „Ich will noch einmal angreifen und um den Sieg mitspielen“, sagt der 34-jährige Kohlschreiber.

Wie im Jubiläumsjahr der GERRY WEBER OPEN wird die »schauinsland-reisen Champions Trophy« an zwei Tagen auf dem Centre Court des GERRY WEBER STADION ausgetragen: am 16. Juni (Samstag, ab 17 Uhr) und am 17. Juni (Sonntag, ab 14 Uhr). Im Fokus dabei: Das letzte Gastspiel von Michael Stich bei dem Turnier, das er 1994 als erster Deutscher gewann. Stich wird bei dem beliebten Showkampf an der Seite von Laura Siegemund gegen das Duo Julia Görges und Tommy Haas antreten. „Es waren herrliche Jahre für mich in Halle. Ich bin dankbar für die enge Beziehung, die ich zum Turnier und zur Familie Weber habe“, sagt Stich, der Wimbledon-Sieger von 1991.

Am Sonntag kommt es dann zum Herren-Doppel zwischen Henri Leconte/Mansour Bahrami und Nicolas Kiefer/Younes El Aynaoui. Ein weiteres Schaumatch bestreiten am Finalsonntag, 24. Juni, auf Court 1 (ab 11 Uhr) der Ukrainer Andrei Medvedev und Kultspieler Karsten »Katze« Braasch. Wenn auf dem Centre Court die letzten Ballwechsel des Tages gespielt sind, warten auf die Turnierbesucher die musikalischen Highlights. Denn auf der NRW-Lokalradiobühne gastieren in der Turnierwoche wieder Live-Top-Acts der Extraklasse. In diesem Jahr sind unter anderem Culcha Candela (Montag, 18. Juni), Johannes Oerding (Mittwoch, 20. Juni), Revolverheld (Donnerstag, 21. Juni) und Kuult (Freitag, 22. Juni) im Einsatz. Revolverheld stellen mit ihrem von der neuen CD ausgekoppelten »Immer noch fühlen« auch den offiziellen Turniersong 2018.


Autor: GERRY WEBER OPEN
Photocredit: GERRY WEBER OPEN

Mai 2018 · © tennisredaktion.de

Isner erstmals zu Gast

Die GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen.


Seinen Platz in der Tennisgeschichte hat er sicher, der Mann, der wegen seiner Körpergröße von 2,08 Meter nur „Big John“ genannt wird. John Isner, der 32-jährige US-Amerikaner, war 2010 der Sieger im längsten professionellen Match aller Zeiten. Drei Tage nahm diese Partie auf dem Gras von Wimbledon gegen den Franzosen Nicolas Mahut in Anspruch – sie dauerte insgesamt elf Stunden und fünf Minuten. Den letzten Satz gewann Aufschlag-Spezialist Isner damals mit sage und schreibe 70:68 Spielen, dieser Durchgang allein dauerte 491 Minuten. Nun werden erstmals auch die deutschen Tennis-Fans bei den 26. GERRY WEBER OPEN vom 16. bis 24. Juni 2018 in HalleWestfalen den sympathischen US-Boy aus Greensboro im Bundesstaat North Carolina aus allernächster Nähe beobachten können.

Mit Debütant John Isner, dem aktuellen Masters-Sieger von Miami, wird das ohnehin hochkarätige Teilnehmerfeld von Deutschlands bedeutendstem ATP-Tennisevent im GERRY WEBER STADION weiter aufgewertet und um einen vierten Top 10-Profi ergänzt. Das Quartett aus Top Ten-Stars wird angeführt von Halles Rekord-Champion Roger Federer (ATP-Weltrangliste 2). Neben Alexander Zverev (ATP 3) und Österreichs Ass Dominic Thiem (ATP 7) greift dann auch Isner (ATP 9), die US-amerikanische Nummer eins, in das Rennen um den Siegerpokal in der ostwestfälischen Lindenstadt ein. „Ich freue mich sehr auf meinen Start in Halle. Ich habe schon so viel Gutes über das Turnier gehört“, sagt Isner. Auch Turnierdirektor Ralf Weber ist glücklich über den prominenten Neuzugang auf der Spielerliste: „John ist einer der Spieler der Stunde, einer der Spieler dieser Saison. Er wird sicher auch zu den Mitfavoriten im Titelrennen zählen.“

Nach mehr als zehn Jahren auf der ATP World Tour erlebt John Isner derzeit die erfolgreichste Phase seiner Karriere – überragend dokumentiert durch seinen ersten Karriere-Erfolg bei einem Masters-Wettbewerb. Mit dem Endspiel-Triumph von Miami gegen Alexander Zverev zog Isner wieder in die Top Ten ein und egalisierte inzwischen sein Allzeithoch auf der ATP-Weltrangliste mit Platz neun. Im letzten Finale, das auf der Insel Key Biscayne gespielt wurde, kam Isner nach verlorenem Auftaktsatz gegen Deutschlands Nummer eins spektakulär zurück. Nun gibt es ein Wiedersehen der beiden Finalisten bei den 26. GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen. In Miami hatte Isner vor dem Endspiel-Triumph gegen Zverev auch schon mit zwei weiteren Siegen gegen die Top Ten-Spieler Juan Martin del Potro aus Argentinien und gegen den Kroaten Marin Cilic seine starke Form unter Beweis gestellt. „Wir präsentieren das stärkste Feld der gesamten Turniergeschichte. Die Zuschauer dürfen sich auf einen großartigen Kampf um den Siegerpokal freuen“, sagt Turnierdirektor Ralf Weber.

Im Profigeschäft hat sich John Isner besonders als zielgenauer Aufschläger einen Namen gemacht. Bei seinem Rekordsieg in Wimbledon schlug der Aufschlag-Gigant vor acht Jahren gegen Mahut 113 Asse, mehr als jemals ein Spieler in einem Match zuvor und danach. Kürzlich knackte er als vierter Spieler der ATP-Historie die 10.000er-Marke für Aufschlag-Volltreffer. Einen weiteren Rekord hält Isner, zusammen mit Tennis-Pensionär Tommy Haas: Er gewann ein ATP-Turnier, ohne auch nur einen einzigen Breakpunkt zugelassen zu haben. Das war im vorigen Jahr, beim Wettbewerb im amerikanischen Newport (Rhode Island). In seiner Karriere gewann John Isner bisher dreizehn ATP-Titel, seinen ersten Pokaltriumph feierte er zum Saisonstart 2010 im neuseeländischen Auckland. Beim Turnier in Newport, auf Gras, holte er sich schon drei Mal den Pokal, 2011, 2012 und 2017.


Autor: GERRY WEBER OPEN
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Mai 2018 · © tennisredaktion.de

Chung kommt nach Halle

Die GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen.


Sein Stern am Tennishimmel ging in den letzten Monaten strahlend auf – zunächst als Champion beim »NextGen«-Finale der ATP World Tour im italienischen Mailand. Und dann als stolzer Halbfinalist bei den Australian Open in Melbourne. Nun steht fest: Hyeon Chung, der junge Südkoreaner mit der markanten Sportbrille, wird erstmals bei den GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen aufschlagen. „Wir freuen uns, dass wir einen der künftigen Topstars der Tour an uns binden konnten“, sagt Turnierdirektor Ralf Weber, denn „Hyeon hat mit seinem attraktiven Spiel Millionen von Fans in aller Welt gewonnen. Er wird sicher eine Rolle beim Kampf um die Titelvergabe spielen.“ Der 21-jährige Newcomer (ATP-Weltrangliste 23) hat zunächst einen Vertrag für die Turnierjahre 2018 und 2019 unterschrieben. Die 26. Turnierauflage des ATP 500er-Rasenevents im GERRY WEBER STADION findet vom 16. bis 24. Juni 2018 statt.

Mit von der Partie wird bei Deutschlands bedeutendstem und hochkarätig besetztem ATP-Wettbewerb auch Philipp Kohlschreiber (ATP 31) sein – einer der erfahrensten Spieler der GERRY WEBER OPEN-Geschichte. Der Augsburger wird 2018 zum 14. Mal in den Kampf um den Siegerpokal im ostwestfälischen Halle gehen, denn „das Turnier zählt schon traditionell zu meinen Lieblingsschauplätzen im jährlichen Turnierkalender“, so der 34-Jährige. „Halle ist eine echte »Wohlfühloase« für mich. Hier habe ich immer gutes Tennis gespielt“, sagt Kohlschreiber weiter. Der Routinier gewann 2011 das Finale gegen Landsmann Philipp Petzschner, zudem stand er 2008 im Endspiel gegen Roger Federer und erreichte zwei weitere Male das Halbfinale. Voriges Jahr, beim Silberjubiläum der GERRY WEBER OPEN, schied er im deutschen Achtelfinal-Duell gegen Alexander Zverev aus.

Apropos »Sascha« Zverev: Den deutschen Top-Mann schaltete GERRY WEBER OPEN-Debütant Hyeon Chung im Januar sensationell bei den Australian Open aus – auf dem Weg zu seinem bisher größten Turnier-Coup, dem Vorstoß in die Runde der letzten Vier bei einem Grand Slam-Turnier. Dem Drittrunden-Favoritensturz von Zverev ließ Chung dann gleich den nächsten Paukenschlag folgen, mit dem Achtelfinal-Coup gegen Novak Djokovic. Erst gegen GERRY WEBER OPEN-Rekordsieger Roger Federer war im Halbfinale Endstation für Chung, der die Partie im zweiten Satz verletzt aufgeben musste. „Ich freue mich auf meinen ersten Start in Halle. Bei einem Turnier, über das ich schon viel Gutes von meinen Kollegen gehört habe“, sagt ATP-Junioren-Weltmeister Chung, einer der einprägsamsten Spieler der jüngsten Zeit im internationalen Herrentennis.

Chung und Kohlschreiber treffen bei den 26. GERRY WEBER OPEN auf starke Konkurrenz: Allein drei Top Ten-Spieler gehen bei dem deutschen Vorzeigeturnier an den Start. Neben »Maestro« Roger Federer, dem aktuellen Weltranglisten-Ersten und neunmaligen Haller Rekord-Gewinner, werden dann im Juni unter anderem Alexander Zverev (ATP 5), Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem (ATP 7) und der wieder auf die Tour zurückgekehrte Japaner Kei Nishikori (ATP 33) in der Lindenstadt aufschlagen. Nachwuchsmann Chung wird bei diesem Turnier auch auf vertraute Gesichter aus der »NextGen«-Gruppe treffen, auf das russische Spitzentalent Andrey Rublev (ATP 34) und den Kroaten Borna Coric (ATP 36).

Chung gegen Rublev – so lautete im Übrigen die Endspielpaarung in Mailand, bei der »NextGen«-Weltmeisterschaft der ATP World Tour. Ob es eine Wiederholung bei den diesjährigen GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen geben wird, ist ungewiss. „Wir lassen uns überraschen“, sagt Turnierchef Ralf Weber, „da wir auch in diesem Jahr wieder ein außerordentlich starkes Teilnehmerfeld um Titelverteidiger Roger Federer zu erwarten haben.“


Autor: GERRY WEBER OPEN
Photocredit: Jürgen Hasenkopf

April 2018 · © tennisredaktion.de

Michael Stich sagt zu

Die GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen.


Als Michael Stich beim letzten deutschen Tennisturnier in seiner aktiven Profizeit den Siegerpokal in die Höhe hielt, geschah dies auf dem Centre-Court des GERRY WEBER STADION in HalleWestfalen – am 19. Juni 1994 gegen den Schweden Magnus Larsson. Ziemlich genau drei Jahre später, am 15. Juni 1997, holte sich der heute 49-jährige Elmshorner den letzten Titel seiner Karriere bei der fünften Auflage der GERRY WEBER OPEN. Und zwar im Doppel mit Karsten Braasch gegen die Südafrikaner Adams und Barnard. So ist es nicht verwunderlich, dass Stich verkündet: „Dieses Turnier in Halle hat einen besonderen Platz in meiner Karriere und in meinem Herzen.“ Wenn in diesem Jahr vom 16. bis 24. Juni die besten Tennisspieler auch bei den 26. GERRY WEBER OPEN in Ostwestfalen wieder Station machen, wird Michael Stich seinen finalen Auftritt auf dem Centre-Court-Rasen des GERRY WEBER STADION haben. Zwar schlägt der Wimbledon-Champion von 1991 nicht mehr bei den aktiven Profis auf, möchte aber bei seiner selbsterklärten Abschiedstournee unbedingt noch einmal die Fans bei der „schauinsland-reisen Champions Trophy“ begeistern, teilte Stich bei einem Mediengespräch in Hamburg mit. „Es ist Zeit für mich, die öffentlichen Auftritte zu beenden. Irgendwann muss ja mal Schluss sein“, sagt Stich über seine Tennis-Karriere. „Es wird mir ein großes Vergnügen sein, ein letztes Gastspiel in Halle zu geben.“

Bei diesem Schaumatch am 16. Juni (Samstag, ab 17 Uhr), also am Wochenende vor dem Start des Hauptfeldes beim bedeutendsten deutschen ATP-Tennisevent, spielt Michael Stich gemeinsam mit der 29-jährigen Laura Siegemund (WTA-Ranking 69) gegen die gleichaltrige Julia Görges (WTA 10) und Tommy Haas. „Ich bin gespannt, was der Rentner Haas noch so drauf hat“, meint Stich lachend und ergänzt kämpferisch: „Laura und ich werden alles geben, um ihn und Julia ordentlich zu ärgern.“

Stich, ehemals die Nummer Zwei der ATP-Weltrangliste und neben Boris Becker sowie Stefanie Graf ein Protagonist der ruhmreichen deutschen Tenniszeiten, ist in diesem Jahr auch in die »Hall of Fame«, die Ruhmeshalle seines Sports im US-amerikanischen Newport, aufgenommen worden. „Es war natürlich eine tolle Nachricht für mich, eine große Ehre“, sagt Stich dazu, denn „nach diesem Jahr hätte es ja auch keine Möglichkeiten mehr zur Aufnahme gegeben“. Die nächsten Monate würden „sehr emotional“ für ihn, so Stich, „der Abschied von den Fans, dann die Ehrung. Das sind schon außergewöhnliche Momente, die da auf mich zukommen.“

Michael Stich, der auch als Teamchef für die deutsche Davis-Cup-Auswahl wirkte und gegenwärtig Turnierdirektor am Hamburger Rothenbaum ist, nannte den Zustand des deutschen Tennis im Moment doch vielversprechend: „Mit Angelique Kerber, Julia Görges und Alexander Zverev haben wir drei Top Ten-Spieler aus Deutschland. Dazu gibt es auch Spieler im Nachwuchsbereich, die Hoffnung machen, etwa Rudi Molleker.“ Allerdings glaube er nicht an einen vergleichbaren Boom wie Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre: „So etwas kann man nicht wiederholen. Das war in jeder Beziehung einmalig.“

Zur aktuellen Siegesserie von Roger Federer sagt Michael Stich: „Roger hat diese natürliche Begabung für diesen Sport. Er hat auch den unschätzbaren Vorteil, dass er weniger Aufwand betreiben muss, um große Erfolge zu erzielen. Ihm fällt es leichter als den wesentlichen Mitkonkurrenten. Auch deshalb, wegen dieser nicht so großen Abnutzungserscheinungen, kann er in diesem Alter noch so erfolgreich sein.“ Stich kritisierte aber auch, dass viele Rivalen „nicht mit genügend Risiko und Courage gegen Roger“ auftreten: „Ich wünsche mir da oft mehr Selbstbewusstsein bei seinen Gegnern. Sie sollten sich mehr zutrauen.“

Zudem kritisierte Stich eine „gewisse Gleichmacherei“ bei den Bodenbelägen, so seien an Schauplätzen wie Wimbledon die Bedingungen für Rasenspezialisten nicht mehr so ideal wie früher: „Bei der Verlangsamung hat man es wohl etwas übertrieben. Ich habe fast den Eindruck, dass überall ein sehr ähnliches Tennis gespielt wird. Es fehlt die Abwechslung.“ Stich beklagte ebenso, dass innerhalb der Matches nicht mehr ausreichend auf Angriff gesetzt wird: „Das Serve-and-Volley-Tennis ist praktisch verschwunden. Wer es heute noch spielt, ist eher ein Exot.“

Nach seiner aktiven Profikarriere ist Michael Stich ein regelmäßiger Gast und Beobachter des Tennis-Geschehens auch in HalleWestfalen – beim ersten deutschen Tennisturnier auf Rasen, das seine Premiere im Jahr 1993 feierte. Noch heute staunt er über die Aufbauleistung, die Pioniertat der Familie Weber. „Das ist eine der beeindruckendsten Leistungen, die im Tennis der letzten Jahrzehnte geschaffen wurde. Ich habe immer optimale Bedingungen bei diesem Turnier vorgefunden“, sagt der 49-Jährige. „Es sind in Halle immer die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt getroffen worden.“


Autor: GERRY WEBER OPEN
Photocredit: Jürgen Hasenkopf

März 2018 · © tennisredaktion.de

Federer peilt zehnten Titel an!

Die GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen.


Roger Federer peilt bei den 26. GERRY WEBER OPEN eine persönlich herausragende Rekordmarke an. „Der zehnte Titel in Halle wäre natürlich fantastisch, etwas sehr Spezielles und Einmaliges in meiner Karriere“, sagte der 36-jährige Tennis-Superstar aus der Schweiz bei einem Mediengespräch am Rande des ATP 500er-Turniers im niederländischen Rotterdam. Federer hatte bei der Jubiläumsausgabe von Deutschlands bedeutendstem Tennis-Wettbewerb im vergangenen Jahr zum neunten Mal triumphiert. „Es ist immer wieder eine große Freude, zu einem Standort zurückzukehren, mit dem ich tolle Erinnerungen verbinde“, so Federer, der sich bei dem renommierten Rasenevent der ATP World Tour vom 16. bis 24. Juni 2018 auch als Rekordteilnehmer in die Turnier-Chroniken einschreiben wird. Federer, der beeindruckendste Einzelsportler dieser Zeit, wird dann zum 16. Mal auf dem grünen Rasen des Centre Courts im GERRY WEBER STADION antreten. Er habe in HalleWestfalen stets „gute Zeiten“ erlebt, schon von jungen Jahren an: „Es war ganz wichtig, früh das Vertrauen der Familie Weber zu spüren. Zu merken, dass sie mir mit dieser Unterstützung eine Freude machen – aber eben auch den Fans bei den Gerry Weber Open.“

Im Januar bei den Australian Open hatte Roger Federer seiner einzigartigen Laufbahn ein neues Glanzlicht aufgesetzt – mit dem bereits zwanzigsten Grand Slam-Titelgewinn. „Es ist immer noch ein wenig unfassbar, was alles in diesen späten Jahren meiner Karriere passiert. Ich hätte mir das alles nicht träumen lassen“, resümierte Federer, der in Rotterdam seinen 97. Turniersieg feierte und historisch wieder auf den Thron der Tennis-Welt zurückkehrte. Nach einer Meniskusverletzung zu Saisonbeginn 2016 und einer längeren Pause in jener Spielzeit gewann er inzwischen drei weitere Grand Slam-Turniere, aber auch bei den anderen Top-Events erzielte er eine brillante Arbeitsbilanz. „Jeder Turniersieg hat eine eigene große Geschichte, so wie der in Halle im letzten Jahr“, erklärte Federer. „Gerade, weil mich mit diesem Turnier eine so enge Freundschaft verbindet.“ Federer wies in diesem Zusammenhang auf den „Lifetime Contract“ hin, den Turnierdirektor Ralf Weber mit ihm abgeschlossen hatte: „Diese Situation gibt es nur in Halle. So einen Vertrag habe ich nicht mal mit meinem Heimturnier in Basel.“ Federer betonte des Weiteren, wie sehr ihn der internationale Aufstieg der GERRY WEBER OPEN im Verlauf der letzten Jahre freue: „Es war toll, dass das Turnier in die 500er Kategorie der ATP aufstieg. Das war mehr als verdient. Alle haben hart dafür gearbeitet in Halle.“

Roger Federer ist die prägende Spieler-Persönlichkeit in der Turniergeschichte – und ein Botschafter der GERRY WEBER OPEN in der Welt: „Es sind schon oft Spieler zu mir gekommen und haben gesagt: Wie ist das denn so in Halle? Und ich habe immer gesagt: Tolle Atmosphäre, tolle Organisation. Ihr müsst mal kommen.“ Zu seinen stärksten Konkurrenten beim diesjährigen ATP-Event zählt der vierfache Familienvater das deutsche Ausnahmetalent Alexander Zverev: „Er wird natürlich den Turniersieg holen wollen. Er hat ja alles, was es braucht, um große Siege zu feiern.“ Federer mahnte die Öffentlichkeit, aber auch die Medien, den 20-jährigen Hamburger nicht mit übermäßigem Erwartungsdruck zu befrachten: „Man muss ihm Zeit geben. Und er selbst muss sich Ziele setzen, die realistisch sind. Ich bin in seinem Alter durch eine ähnliche Phase gegangen – und habe irgendwann gemerkt, dass man nicht zu weit vorausdenken darf. So schwer das auch ist: Es reicht, sich immer nur auf das nächste Spiel zu konzentrieren – und nicht an Top-Titel zu denken.“ Federer weiter: „Langfristig muss man überhaupt keine Bange um ‚Sascha‘ haben. Er wird Top-Erfolge holen.“

Und wie charakterisiert der Globetrotter Roger Federer nach all den Reise-Jahren nun den Tennis-Schauplatz im ostwestfälischen Halle, wie sieht er die GERRY WEBER OPEN? „Der besondere Reiz ist gerade, dass wir an einem Ort abseits der großen Metropolen spielen. Man genießt die Ruhe, die Entspannung, die kurzen Wege. Und kann sich top auf seine Einsätze vorbereiten“, so der Maestro und ergänzte, dass „die Begeisterung immer sehr groß ist. Und was den Zuschauern neben dem Tennis geboten wird, das ist beispiellos. Insgesamt hat das Turnier eine sehr persönliche Note, die die Handschrift der Familie Weber trägt.“

Neben Roger Federer gehen bei den 26. GERRY WEBER OPEN unter anderem auch die Top Ten-Stars Alexander Zverev (ATP 5) und Dominic Thiem (ATP 6) sowie Japans Ass Kei Nishikori (ATP 26) an den Start. Zudem sind zwei Stars von Morgen dabei, Spieler, die letztes Jahr eine gewichtige Rolle beim „NextGen“-Finale in Mailand spielten: der 20 Jahre junge Andrey Rublev (ATP 31) und der ein Jahr ältere Karen Khachanov (ATP 47), beide aus Russland. Rublev war damals in der norditalienischen Metropole erst im Finale am Südkoreaner Hyeon Chung gescheitert. Ebenso wird die versammelte deutsche Elite hinter Führungsspieler Alexander „Sascha“ Zverev bei der 26. Turnierauflage des ATP-Rasenevents im GERRY WEBER STADION in HalleWestfalen aufschlagen.


Die Preise der Tages- und Dauerkarten sind im Internetportal der GERRY WEBER OPEN nachzulesen. Der Erwerb von Eintrittskarten ist sowohl unter der Tickethotline (05201) 81 80 als auch im Internet unter www.gerryweber-open.de und bei allen CTS-Vorverkaufsstellen möglich. Das GERRY WEBER TICKET CENTER ist via Email unter karten@gerryweber-world.de zu erreichen und hat die Anschrift: Weidenstraße 2 (direkt an der B68 Richtung Osnabrück/Bielefeld gelegen) in 33790 HalleWestfalen.


Autor: GERRY WEBER OPEN
Photocredit: GERRY WEBER OPEN

Februar 2018 · © tennisredaktion.de