Ziele

Am Anfang einer Tennislaufbahn steht bei unseren Kindern, das haben wir schon mehrfach gehört, ein Traum! Mit zunehmendem Altern und natürlich auch Fortschritten auf dem Platz – sowie natürlich auch Eurer Hilfe – kann daraus ein Ziel werden. Dieses Ziel wird dem Tennisnachwuchs, aber vermutlich auch Euch Eltern, mitunter als sehr weit entfernt und teilweise auch fast unerreichbar vorkommen – gerade in den Zeiten, in denen es vielleicht nicht so super läuft! Daher ist es elementar wichtig, dass Ihr zusammen mit Eurem Trainer/Coach und selbstverständlich auch mit Eurem Kind, sobald es alt genug ist, Zwischen- oder Teilziele definiert. Je klarer, desto besser! Genauso, wie jedes große Projekt in einzelne, möglichst gut messbare kurz-, mittel- und langfristige Einzelteile zerstückelt wird, sollte auch eine Tenniskarriere einer klaren Planung ebenso klaren Vorgaben unterliegen. Die Motivation im Team wird dadurch sehr gestärkt, gerade beim Erreichen gesetzter »Benchmarks«. Der größte Fehler, der hier leider viel zu oft vorkommt und auch wirklich katastrophale Konsequenzen hat: Ziele werden zu häufig resultat- bzw. ergebnisorientiert definiert.

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© Heusinger

Die bessere Alternative ist immer weg- oder zielorientiert. Was heißt das für uns konkret? Hier der einfachste Fall: Dein Kind kommt nach dem Match-Training vom Platz und setzt sich neben Dich ins Auto. Du fragst: „Na, wie war das Match? Hast Du Natalie jetzt endlich einmal einen Satz abgeknöpft?!“ oder Du könntest eine sehr viel bessere und konstruktivere Frage stellen, zum Beispiel: „Hey, heute war doch Training mit Natalie, hat denn Dein zweiter Aufschlag, Du weißt schon, der mit Kick, heute schon geklappt?“

Genauso kurzsichtig ist die Angewohnheit vieler Eltern, sich, einmal im Frühling, einmal im Herbst, wie die Wilden ins Internet zu stürzen, um die neue Ranglistenposition Ihres Kindes zu erfahren. Okay, das ist sicher ganz nett, wenn sich Euer Kind auch in den Rankings verbessert und aufgrund dessen auch einmal bei einer großen Verbandsmeisterschaft mitmachen darf. Aber glaubt mir, langfristig ist es total unwichtig. Denn eigentlich ist das Prinzip doch ganz einfach: Spielt ein Mensch gut Tennis, dann gewinnt er Matches. Wenn dieser Mensch viele Matches gewinnt, bekommt er automatisch eine gute Ranglistenposition. Und wenn er irgendeinmal auf einer Weltrangliste auf einer richtig guten Ranglistenpostion steht, dann verdient er eine Menge Geld! So einfach ist das Prinzip im Tennis. Das solltet Ihr nie vergessen! Ziele sind sehr wichtig. Bitte schaut, dass diese auch konstruktiv und sachbezogen gehalten sind!

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Zuverlässigkeit

Je früher Eure Kinder Zuverlässigkeit von Euch abschauen können, desto besser und nachhaltiger die Wirkung! Wir wissen, wir leben in einer Welt, in der selbst die mächtigsten Menschen, ob Politiker, Industrielle oder sonstige »Stars« nicht zuverlässig sind. Sie machen heute Eingeständnisse, von denen sie morgen schon nichts mehr wissen. Sie machen heute Versprechungen, die sie morgen schon wieder zurück nehmen. Erklären heute, was die Wahrheit ist, nur um uns morgen eine ganz andere zu erzählen.

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Wenn ich’s so richtig bedenke, scheint es richtig cool, hip und angesagt zu sein, NICHT zuverlässig zu sein! Ist mir persönlich mittlerweile auch ziemlich egal! Außer es tangiert mein eigenes Team! Eltern, Kinder, Coach: ein funktionierendes Team baut auf Zuverlässigkeit!

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Zuversicht

Jedes Ziel, das groß ist, ist auch immer weit von uns entfernt! Gerade für unsere Kinder, die in der Regel erst einmal nur mit einem Traum von der großen Tenniskarriere zu uns kommen, sehen die tollen Major-Turniere in Melbourne, Wimbledon, Paris oder New York aus wie unerreichbare, ferne Galaxien. Unsere Aufgabe als Eltern und Trainer muss es sein, den Kindern so lange wie möglich dabei zu helfen, dran zu bleiben an diesem Traum. Ihn so lange es geht zu leben! Zu verfolgen und auf keinen Fall aufzugeben.

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Wir Erwachsenen können enorm viel dafür tun, dass unsere Kinder starke Persönlichkeiten werden. Gerade indem wir ihnen helfen, zäh zu sein. Zäh zu sein heißt erst einmal wie gerade besprochen, dran zu bleiben an einem langfristig gesetzten Ziel. (Oder Traum!) Mit einer positiven Grundeinstellung unseren Kindern gegenüber, einer „Ja, du schaffst das!“ Mentalität sollten doch unsere Kids hinaus geschickt werden. Nicht nur auf den Tennisplatz, in ein Match, sondern in die Welt an sich! Was wir hier an lebensbejahender Energie säen, landet garantiert auf fruchtbarem Boden!

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