Archiv der Kategorie: Elternrat

Medems Elternratgeber

Elternratgeber by Steph


Von Stephan Medem.

In dieser Form einmalig auf dem Tennismarkt: »Ich WILL nach Wimbledon« – die Chance auf das entscheidende Break für Eltern, Coaches und Spieler oder wie DU die Tennislaufbahn Deines Kindes optimal unterstützt und ihm hilfst, das Beste aus sich zu machen! Als Autor erkläre ich in diesem Buch umfassend, worauf es beim elterlichen Coaching ankommt. Das Vorwort ist von Jose Antonio Fernandez Ibarra geschrieben worden. Er ist ehemaliger ATP-Tour-Professional, Davis-Cup-Spieler, Ex-Coach von Steffi Graf sowie Scout der Rafa Nadal Tennis Academy. Dieses Buch ist ein absolutes MUSS für jede (Tennis-)Mutter, jeden (Tennis-)Vater und für jeden Coach, der sich ehrlich für sein tennisspielendes Kind und dessen bestmögliche Entfaltung interessiert! Hier auf »Tennisredaktion.de« gibt es exklusive Auszüge aus diesem ultimativen Elternratgeber. Viel Erfolg wünsche ich! Euer Steph! PS: Wer den Elternratgeber bestellen möchte, kann dies gern über folgenden Link tun!

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Mai 2019 · Photocredit: Tennisredaktion.de

Angst

Angst.


Von Stephan Medem.

Hat Dein Kind Angst vor dem Wettkampf? Nun, es kann wohl keine Angst vor dem Siegen haben?! Wenn Angst im Spiel ist, dann haben wir es immer mit der Angst vor der Niederlage zu tun! Woher kommt diese Angst? Im frühen Kindesalter spielen doch Kinder eigentlich ganz locker und natürlich, wenn eine Sache nicht klappt, nun, dann setzen sie sich hin und probieren es aufs Neue, bis die Sache halt irgendwann klappt. Angst gibts da normalerweise gar keine! Angst kommt erst mit Erwartungen auf! Das Turnier gewinnen zu müssen! Gegen diesen Gegner nicht verlieren zu dürfen. Nicht schon wieder den selben Fehler zu machen. Endlich das Gelernte vom Trainings- in den Match-Einsatz zu transportieren, und so weiter. Und diese Erwartungen hat der junge Sportler in der Regel Euch Eltern zu verdanken! Lernt, Eure Erwartungen an Euer Kind für Euch zu behalten. Ich bin sicher, jedes ehrgeizige Kind hat eigene Erwartungen, teilweise schon sehr hohe, an sich selbst. Da kann es Eure Erwartungen oben drauf nicht auch noch gebrauchen. Das artet über kurz oder lang aus und wird sehr schnell zu viel an Ballast, bzw. Druck! Versucht, Eurem Sohn, Eurer Tochter die Freude am Wettkampf zu vermitteln. Macht ihnen klar, dass ein Match etwas ‚Geiles‘ ist. Dass es mit Kampfgeist und Esprit in ein Turnier eingreifen soll! Dass es Spaß am Zweikampf hat und Sieg oder Niederlage somit zweitrangig ist! Ich weiß, das ist für dein einen oder anderen von Euch eine ganz schwierige Kiste, aber versucht es! Euer Kind wird, wenn diese Angst nicht mehr vorhanden ist, sehr viel zwangloser und damit automatisch erfolgreicher spielen!

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Mai 2019 · Photocredit: Tennisredaktion.de

Arbeitseinstellung

Arbeitseinstellung.


Von Stephan Medem.

Du wünschst Dir, dass Dein Sprössling bei jeder Trainingseinheit mit 100% Engagement dabei ist. Klare Sache. Du weißt von der »10.000-Stunden-Regel« und möchtest natürlich keine Zeit und kein Geld verschwenden. Auch hier wird Dein Kind genau das umsetzen, was es von Dir gelernt hat. Gehst Du mit der Einstellung an Deine Erledigungen heran, wie Du es von Deinem Kind forderst, so wird es ganz natürlich diesen Teil Deines »Betriebssystems« in seines übernehmen. Erwarte niemals von Deinem Kind, sich »richtig hineinzuhängen«, wenn Du selbst das auch nicht praktizierst! Vorleben anstelle von Vorsprechen!

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Mai 2019 · Photocredit: Tennisredaktion.de

Ausdauer

Ausdauer.


Von Stephan Medem.

Nein, wir wollen uns hier nicht um die Ausdauer kümmern, welche ein Marathonläufer zum Erreichen der Ziellinie nach gelaufenen 42,195 Kilometern benötigt. Sicher, eine gewisse konditionelle Grundausdauer braucht ein Tennisspieler selbstverständlich auch! Wir wollen uns eher mit der Art von Ausdauer beschäftigen, die zum Erreichen langfristig gesetzter Ziele unerlässlich ist. Eine anderes Formulierung könnte auch Beharrlichkeit oder Zähigkeit sein. Dein Kind soll ja zäh, beharrlich und ausdauernd ein Endziel, z.B. Tennisprofi, verfolgen. Wir erwarten, dass es penetrant dran bleibt an seinem Ziel! Auch wenn es auf diesem Weg viele Stolpersteine, frustrierende Erfahrungen und haufenweise Rückschläge geben kann. Wie schaut das bei Euch aus? Lebt Ihr diese Ausdauer vor? Mit der Realisation Eurer persönlichen Ziele? Unterstützt Ihr durch Eure Aktionen und Worte diese beinharte Beharrlichkeit? Helft Eurem Kind dabei, nie das Ziel vor den Augen zu verlieren, lobt jeden Schritt in die richtige Richtung, denn es hat einen langen Weg vor sich! Schiebt es auf diesem Weg nicht, sondern begleitet es!

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Mai 2019 · Photocredit: Tennisredaktion.de

Ausreden

Ausreden.


Von Stephan Medem.

Sicherlich sind Ausreden für den einen oder anderen Spieler eine wunderbare Sache. „Die Bälle waren abgespielt!“, „Der Wind war zu stark!“, „Die Plätze waren zu nass!“, „Der Gegner hat ja nur Glück gehabt!“, „Wenn meine Bespannung nicht gerissen wäre… und der entscheidende Ball nicht versprungen wäre… und… und… und…!” Ich glaube, behaupten zu können, dass ich das ganze Repertoire an Tennisausreden schon x-fach gehört habe – und sie haben alle eines gemeinsam: Sie sind allesamt faul! Ausreden sind von mir aus gesehen die billigste Art, die eigene Unfähigkeit, sprich Niederlage, zu entschuldigen: Indem ich die Schuld etwas, oder jemandem anders zuweise. Entweder produziert Dein Kind Ausreden oder Resultate! Gute Sportler akzeptieren die Niederlage und machen das Beste daraus! Nämlich eine gute, lehrreiche Erfahrung! Unterstützt Euer Kind bei diesem schwierigen Prozess!

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Mai 2019 · Photocredit: Tennisredaktion.de

Bequemlichkeit

Bequemlichkeit.


Von Stephan Medem.

Das Wetter draußen vor dem Haus ist nicht gerade prickelnd. Der Arbeitstag war alles andere als gemütlich. Wie schaut es bei Euch aus? Zieht ihr trotzdem die Jogging-Schuhe an und lauft noch ein paar Kilometer? Okay, eigentlich sollte der Rasen gemäht werden. Aber es ist so verdammt heiß draußen, da reicht’s doch auch, wenn die Sache morgen erledigt wird. Der Hund steht schwanzwedelnd vor dem Sofa. „Wie schön wär’s, wenn Du noch kurz eine kleine Runde mit mir spazieren würdest!“ will er Dir mit seinem gesamten verfügbaren Repertoire mitteilen. Und? Ist die »Anziehungskraft Sofa« zu groß oder bekommst Du den Hintern noch einmal hoch? Gut: der Hund, er ist genügsam und legt sich nach mehreren Versuchen irgendwann enttäuscht in die Ecke. Er wird auch nicht lange schmollen. Nicht gut: Euer Kind hat die Sache hautnah miterlebt und eine Erinnerung im »Betriebssystem Leistung« abgespeichert. Eine negative. Wenn es nur bei der einen bleibt, Leute, kein Problem. Aber gewinnt der »innere Schweinehund« bei Euch zu oft die Oberhand, dann habt Ihr ein Problem! Ja, vielleicht auch mit Eurer Figur (!?!?), aber viel schlimmer: Euer Kind wird Euer Verhalten auf seiner Festplatte speichern!

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Mai 2019 · Photocredit: Tennisredaktion.de

Burnout

Burnout.


Von Stephan Medem.

Eine kleine Story aus meiner Racket-Bag. Es ist Montagnachmittag. Tim hat am Wochenende davor ein richtig gutes Turnier gespielt und sich bis ins Finale gekämpft. Das hatte er mir ganz stolz per SMS geschrieben. Schon nach einer Viertelstunde auf dem Trainingsplatz merke ich, dass mein Tennisschüler total kaputt ist. Ich unterbreche die Trainingseinheit und frage nach. Tim erzählt mir, dass er in drei Turnierspielen über zwei Stunden kämpfen musste, um seine Gegner nieder zu ringen und danach (logischerweise) fertig war. Die Niederlage im Finale war eigentlich vorprogrammiert, weil konditionell schlichtweg nichts mehr ging. Sicherlich wird sich Tim für die Zukunft eine bessere Grundkondition antrainieren müssen, um solche kraftreibenden Turniere bis zum Schluss durch stehen zu können. Aber, das geht nicht von heute auf morgen und vor allem nicht mit einem „kaputten“ Sportler. Kurzerhand breche ich die Trainingseinheit ab und empfehle Tim, sich zuhause einen ruhigen Nachmittag zu gönnen und etwas zu „chillen“. Kaum eine Stunde vergeht, da klingelt mein Handy und der erboste Vater von Tim regt sich lauthals darüber auf, was mir hier einfalle, einfach eine Trainingseinheit vorzeitig zu beenden. Ich habe dem guten Mann erklärt, dass ich diese Stunde nicht berechne. War ihm egal! Ich habe ihm von der „10.000 Stunden Regel“ und davon, dass eine lasche Trainingseinheit nichts bringt, erzählt. War ihm egal! Dass manchmal Regeneration sehr viel hilfreicher als schlechte Arbeit ist: Auch das war ihm scheißegal! Nach ein paar Tagen habe ich Tims Vater getroffen und versucht, ihm die oben genannten Fakten noch einmal in aller Ruhe und in aller Deutlichkeit klar zu machen. Leider ohne Erfolg! Er war der unumstößlichen Überzeugung, sein Sohn sei einfach nur zu faul zum Arbeiten. Punkt! Öfter mal ne Pause gönnen! Tim ist einer von den Jungs, die nicht mehr mit mir trainieren. Nein, er war nicht zu faul. Er hat gearbeitet bis zum Umfallen. Leider habe ich seinen Vater in diversen Gesprächen nicht von seinem Standpunkt, sein Sohn sei nur ein „Weichei“, abbringen können. Schade für Tim! Wenn Euer Kind müde und ausgepowert von einem Turnier kommt, gönnt ihm doch einfach auch einmal eine Pause. Es regeneriert innerhalb dieses Tages großartig und wird danach wieder qualitativ und mit Spaß arbeiten können. Hat Euer Kind über einen langen Zeitraum gut und intensiv trainiert und eventuell auch noch Turniere gespielt, läuft deshalb vielleicht ein bisschen auf dem „Zahnfleisch“, gönnt ihm eine Auszeit. Von mir aus auch einmal über mehrere Tage. Erstens einmal kann es sich erholen und auf Grund dessen wieder topfit und intensiv spielen. ‚ICH WILL‘ ist, was wir hören wollen… Und viel wichtiger: Es ist danach wieder hochmotiviert, engagiert und mit Freude bei der Sache! Dafür lohnt sich eine kleine Auszeit allemal! Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die Kids, gerade nach einer mehrtägigen Unterbrechung von sich aus daher kommen und quengeln: „Hey, Mum, hey Dad, ich will wieder trainieren!“ Genau das sollten Eltern und Coaches hören wollen! „ICH WILL!“

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Mai 2019 · Photocredit: Tennisredaktion.de

Choking

Choking.


Von Stephan Medem.

Choking ist im Tennis-Fachchinesisch die Unfähigkeit, ein Match abzuschließen. Oft wird ‚choking‘ fälschlicherweise als Angst vor dem Sieg interpretiert. In der Regel ist der Spieler schon mit einem Satz im Rücken und einem mehr oder minder klaren Vorsprung im zweiten oder dritten Satz ziemlich nah an der Ziellinie, da gibt es oftmals diesen Filmriss. Choking, plötzlich, wie aus dem Nichts, kommt die gerade noch flott laufende ‚Sieger-Maschine‘ ins Stottern. Gerade, wenn sich diese Sache schon in mehreren Matches wiederholt hat, ist die Wahrscheinlichkeit leider relativ hoch, dass sie sich bei ähnlich hohen Spielführungen immer wieder bemerkbar macht und deshalb unnötige und schmerzhafte Niederlagen kassiert werden. Wie schon gesagt: Dieses Phänomen hat überhaupt nichts mit Angst vor dem Verlieren zu tun! Wäre ja auch Blödsinn: Ein Spieler kann Angst vor einer Niederlage haben, aber wohl kaum vor einem Sieg! Choking ist eigentlich ganz einfach nur eine gravierende Konzentrationsschwäche! Unser auf der Siegerstraße cruisender Sportler realisiert plötzlich aufgrund des Spielstandes, wie nah am Sieg er sich befindet. Seine Gedanken driften in die Zukunft, sie sind nicht mehr im Hier und Jetzt. Durch gezieltes Konzentrationstraining, also das Fokussieren auf den einen Punkt, der gerade in Angriff genommen wird, kann diese Schwäche behoben werden.

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Mai 2019 · Photocredit: Tennisredaktion.de

Disziplin

Disziplin.


Von Stephan Medem.

Ohne diese Fähigkeit ist keine Karriere machbar, ob als Musiker, Arzt, Model oder Tennisspieler. Vor allem in der Phase der Pubertät wird Dein Nachwuchs hier vor große Herausforderungen gestellt. Am Abend vor einem wichtigen Turnier gehen die Klassenkameraden auf eine angesagte Party, Dein Sprössling muss in der Lage sein ‚Nein‘ zu sagen. Die Woche war vielleicht etwas anstrengend, trotzdem muss ein ambitionierter Nachwuchssportler ‚ja‘ zu seinem Konditionsprogramm sagen und es auch gewissenhaft durchziehen. Mangelnde Disziplin ist in meiner langen Zeit als Coach das große K.O. von wirklich vielversprechenden Sportlerkarrieren gewesen. …und habe ich die Fälle etwas genauer studiert, so ist mir aufgefallen, dass die Unfähigkeit, diszipliniert zu arbeiten, auf die eine oder andere Art von den Eltern der Betroffenen weiter gereicht worden ist. Euer Kind wird sich die Definition von Disziplin zuallererst von Euch abschauen! Und da es als zukünftiger Profisportler über einhundert Prozent an Disziplin verfügen muss, nun…da ist es sehr wichtig, dass Ihr ihm einhundert Prozent an Disziplin vorlebt.

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Mai 2019 · Photocredit: Tennisredaktion.de

Dosierung

Dosierung.


Von Stephan Medem.

„Okay, mein Kind soll weniger Turniere spielen. Deine Argumentation macht Sinn!“ So in der Art hat mich letzte Woche der Vater eines jungen Spielers angesprochen. „Wie schaut das mit dem Training aus? Ist hier weniger auch mehr?“ – „Ganz richtig!“ Mit dieser kurzen, knackigen Ansage wäre hier Teil 11 des Elternratgebers schon fast beendet. Jede Trainingseinheit, die nicht mit 100 Prozent absolviert wird, ist vergeudete Zeit! Natürlich muss man hier je nach Trainingsschwerpunkt Unterscheidungen machen, aber generell muss das Training volles Engagement, Konzentration sowie volle Intensität des Spielers fordern. Genau die Zutaten, die in einem erfolgreichen Turniereinsatz auch abverlangt werden. Ich beobachte sehr oft das Gegenteil: der junge Spieler wird quantitativ zugedröhnt, was natürlich zu einem logischen Abbau der drei oben genannten Hauptzutaten führt. Kommt dann im übelsten Falle wegen zuviel Trainings noch Langeweile, Gleichgültigkeit oder ‚Bocklosigkeit‘ dazu, dann darf man sich nicht wundern, wenn diese Spieler entsprechende Turnierauftritte vorlegen. Wie schon im letzten Beitrag über die Turniereinsätze erwähnt: Einen guten Spieler auszubilden braucht sehr viel Zeit! Der Tennissport hat sich enorm weiter entwickelt, die Ausbildungszeiten habe sich verlängert! Das widerspricht der modernen Gangart unserer Zivilisation, in der alles ‚pronto pronto‘ und am liebsten schon gestern fertig sein muss. Unsere Kids müssen, wie bei den Turniereinsätzen, motiviert und mit Freude in den Einsatz gehen. Ist das über einen längeren Zeitraum nicht der Fall…nun…dann wird vielleicht zuviel trainiert, oder der Trainer macht etwas falsch. Tennis ist viel zu geil, da ist es verdammt schade wenn so etwas passiert!

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Mai 2019 · Photocredit: Tennisredaktion.de