»Knowing the score«

Die gute Judy Murray musste in ihrem Leben als Tennis-Trainerin und Mama so einiges an Bashing einstecken. Gerade die nicht gerade für ihren Anstand und ihre gute Etikette berühmte englische Boulevard-Presse hat die eifrige Schottin immer wieder aufs Korn genommen und verbal durch den Fleischwolf gedreht. »Drachenlady« war in diesem Zusammenhang eher noch einer der milderen »Kosenamen«…

Die gute Judy ist tough. Und sie hat meinen ganzen Respekt. Sieht man sie heute bei ihren Auftritten im Rahmen von Turnieren und Trainer-Fortbildungen, so gibt sie sich gern als einfühlsame und kindgerechte Tennispädagogin. Widersprüchlich? Ja vielleicht. Aber gerade das macht Judy Murray so wirklich interessant für mich. Ihr Buch »Knowing the score« ist in meinen Augen absolut lesenswerter Stoff. Gern verteile ich vier von fünf Assen.

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»Serena Williams«

Serena Williams, Tennis Champion, Sports Legend, Cultural Heroine. Ein Ausflug in die Lebensgeschichten der Tennis-Power-Frauen. Ohne Serena wäre wie eine »GOAT- Diskussion« ohne Roger Federer. Keine andere Sportlerin hat dem Tennissport so klar und nachhaltig ihren Stempel aufgedrückt. Nicht nur die Art und Weise, wie die Williams- Sisters das Damentennis auf ein neues Level gehievt haben, wird in Erinnerung bleiben sondern natürlich auch die Vermarktung über den Tennissport hinaus.

Das erste Viertel dieses wirklich packenden Buches dreht sich primär um Venus’ Tenniskarriere. Gut, diese Karriere dauert ja mittlerweile ein Vierteljahrhundert und mit diesem Stoff könnte locker noch ein paar Bücher mehr füllen. Serena Williams ist ebenfalls der Prototyp der »American Dream Story«. Und genau um dieses ganzen sich außerhalb der Centre-Courts abspielenden Bereich, den wir so in den Sportübertragungen natürlich nicht mitbekommen können, dreht sich der größere Teil dieser Story…. und diesen Teil finde ich persönlich wirklich abgefahren. Von Merlisa Lawrence Corbett sehr unterhaltsam und spannend zu Papier gebracht. Das Buch ist meiner Meinung nach absolut packend und lesenswert. Vier von fünf Assen.

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»Unstoppable«

Ich habe Euch ja schon über meine große Liebe zu Biographien berichtet und meine letzten Blogs haben sich ja auch sehr exklusiv mit diesem Genre beschäftigt. Nein, ich habe keine Hetz-Mail bekommen, welche mich als »alten Chauvi« oder Ähnliches tituliert, da ich mich bis heute nur um die Lebensgeschichten von männlichen Erzählern geäußert habe. Ich bin selbst drauf gekommen! Ich werde – beginnend mit dem heutigen Beitrag – ein paar richtig gute Frauen vorstellen!Und den Start macht Maria Sharapova.

Oh Nein, die hat doch immer so herum gestöhnt auf dem Platz… Ist das nicht die Zicke, von der einer ihrer Ex-Hitting-Partner sagte, im Training hätte er Maria nie länger als fünf Sekunden anschauen dürfen… und… und… und… Alles okay… ganz ehrlich, ich habe sie auch nie wirklich sympathisch gefunden. Hübsch? Ja! Sympathisch? Nein! Aber, und das respektiere ich bei Menschen, die sich im professionellen Sport tummeln, als die absolute Top- Eigenschaft: 100%ige Leidenschaft und Professionalität. Und diesbezüglich ist Maria Sharapova ein absolutes Vorbild für jeden Sportler. Absolut lesenswert, fünf Asse! PS: Wieder, wie alle guten Tennisbücher, in englischer und – wer es mag – französischer Sprache. Und weil ich Maschas Professionalität gerade eben schon gelobt habe: das Ganze gibt es auch als Hörbuch.

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