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Armer Edwin

Armer Edwin.


Von Christoph Kellermann.

Da bereitest Du Dich ein Jahr auf Dein Mega-Event – und ein solches ist der MercedesCup in Stuttgart in jedem Falle – vor und dann regnet es gleich an Tag Eins, an dem Du Deinem Publikum eigentlich schon die ersten Knaller präsentieren wolltest. Und als wäre dieser miserable Auftakt nicht schon schlimm genug, »verspricht« die Wetter-App für die kommenden sechs Tage fünfmal Regen und einmal Gewitter. Nein, Edwin Weindorfer und alle, die am Stuttgarter Weißenhof für eine sportliche und gesellschaftliche Festwoche sorgen wollten, sind angesichts dieser düsteren Prognosen wahrlich nicht zu beneiden. Klar, ein Freiluftevent auszurichten ist immer auch ein stückweit Risiko, frag nach beim Nürnberger Versicherungen Cup, der in diesem Jahr ebenfalls nur unter äußerst bescheidenen Witterungsbedingungen und mit Ach und Krach über die Bühne gehen konnte. Drücken wir Edwin und in der Woche darauf in HalleWestfalen auch Ralf Weber alle Daumen, dass nicht nur die Matches »irgendwie« gespielt werden können, sondern dass diese Turniere auch für die vielen erwartungsfrohen Fans, ohne die solche Turniere überhaupt nicht möglich wären, ein Erlebnis werden.


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Es wird grün…

Es wird grün…


Von Christoph Kellermann.

Ballwechsel mit Überlänge, Rutschpartien und rote Socken? Das alles ist nun erst einmal wieder vorbei. Natürlich gibt es auch nach den French Open das eine oder andere kleinere Sandplatzturnier, aber offiziell wird am heutigen Montag die leider viel zu kurze Rasensaison eröffnet. Los geht es im niederländischen Herzogenbosch, im britischen Nottingham sowie im Schwabenland: am Stuttgarter Weißenhof, bis vor wenigen Jahren selbst ein traditionelles Sandplatzturnier, trifft sich ein erlesenes Teilnehmerfeld, um auf Rasen den Nachfolger von Vorjahresssieger Roger Federer zu ermitteln. Alexander Zverev und Karen Khachanov aus Russland sind topgesetzt, in der Setzung folgen Daniil Medvedev (ebenfalls Russland) und der Georgier Nikolosz Basilashvili. So sehr ich mich für Turnierboss Edwin Weindorfer und die Stuttgarter Zuschauer auch freue, so skeptisch sehe ich die Last-Minute-Meldung von Sascha Zverev, der seit Wochen im Dauereinsatz ist und sich damit höchst wahrscheinlich keinen Gefallen tut. Auch Roger Federer hatte 2018 in Wimbledon trotz seines Sieges am Weißenhof im vergangenen Jahr bereut, vor Halle noch Stuttgart gespielt zu haben. Spielpraxis gut und schön – aber auch Zverevs physischer und mentaler Akku ist nicht endlos strapazierbar. Die Kunst ist es, auch mal »Nein« zu sagen und gezielte Pausen einzulegen. Sascha muss noch sehr viel lernen, will er bei den Majors endlich auf die Sekunde zu 100 Prozent wettbewerbsfähig sein. Bislang ist ihm das bei 19 Grand-Slam-Teilnahmen noch nie gelungen. Gerade einmal zwei Viertel- und zwei Achtelfinalteilnahmen stehen als beste Arbeitsnachweise bis dato zu Buche. Zu wenig für das Selbstverständnis des 22-jährigen amtierenden Weltmeisters.


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Absolut königlich

Absolut königlich


Von Christoph Kellermann.

Rafael Nadal. Was bitte schön soll man zu diesem Ausnahmespieler noch sagen?! Am heutigen 9. Juni hat der Mallorquiner in der Neuauflage des French-Open-Finals von 2018 durch einen praktisch nie wirklich gefährdeten 6:3, 5:7, 6:1, 6:1-Erfolg über den bemitleidenswerten Österreicher Dominic Thiem einmal mehr seine Vormachtstellung auf Sand unterstrichen und seinen sage und schreibe zwölften Grand-Slam-Erfolg im Bois de Boulogne und seinen 18. Major-Titel insgesamt eingefahren.


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Incroyable

Incroyable


Von Christoph Kellermann.

Kevin Krawietz und Andreas Mies haben am heutigen 8. Juni in Paris die erhoffte Sensation Wirklichkeit werden lassen! Das deutsche Duo setzte sich beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres im Finale des Doppelwettbewerbs dank einer sehr couragierten Leistung gegen die beiden favorisierten Lokalmatadoren Fabrice Martin und Jeremy Chardy mit 6:2, 7:6 durch und sicherte sich so den ersten deutschen Doppeltitel bei den French Open in der Open Era. Nach diesem Husarenstreich verkauften die beiden frisch gebackenen Grand-Slam-Sieger den deutschen Tennissport auch im Rahmen der Siegeerehrung auf allerhöchstem Sympathielevel. Gratulation, Kevin und Andy! Classe mondiale!


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Barty schnappt sich den Titel

Barty schnappt sich den Titel


Von Christoph Kellermann.

Das French-Open-Finale 2019 am heutigen Samstag zwischen der Australierin Ashleigh Barty und der Tschechin Marketa Vondrousova war eine denkbar einseitige Auseinandersetzung. Die Weltranglistenachte aus »Down Under« siegte in einer emotionslosen und streckenweise langweiligen Partie mit 6:1, 6:3 und sicherte sich so völlig verdient ihren ersten Erfolg bei einem Major-Event und satte 2,3 Millionen Euro Preisgeld. So langweilig dieses Finale auch war: Ashleigh Barty ist eine sympathische und verdiente neue French-Open-Titelträgerin


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Thiem schlägt Djokovic

Thiem schlägt Djokovic


Von Christoph Kellermann.

Sportliches Highlight war am heutigen Samstag bei den French Open ohne jeden Zweifel zunächst einmal die Fortsetzung des Herren-Semifinals zwischen dem topgesetzten Serben Novak Djokovic und dem österreichischen Herausforderer Dominic Thiem, der mit einem 6:2, 3:6, 3:1 im dritten Satz mit einem Break vorne in die zweite Etappe gestartet war und den Sieg nach vier Stunden und 13 Minuten sowie einer erneuten Regenunterbrechung mit 7:5 im fünften Satz tatsächlich nach Hause brachte. Thiem sicherte sich demzufolge das zweite Endspielticket für den morgigen Sonntag und ein finales Re-Match mit dem Spanier Rafael Nadal. Bereits im Vorjahr bestritten diese beiden Protagonisten das Endspiel des zweiten Grand-Slam-Turniers des Jahres +++ Novak Djokovic verpasste durch diese Niederlage die seltene Konstellation, alleiniger amtierender Titelträger bei allen vier Majors gleichzeitig zu sein und natürlich auch die Chance auf den diesjährigen lupenreinen Grand Slam


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Nouvelles 14ème jour

Nouvelles 14ème jour


Von Christoph Kellermann.

Die große Frage des heutigen 14. Spieltags bei den French Open ist aus deutscher Sicht natürlich, ob unseren Shooting Stars Kevin Kraiwetz und Andreas Mies im Finale des Herren-Doppels tatsächlich der ganz große Wurf gelingt! Beide haben sich im Stade Roland Garros eine ganze Menge Sympathien erspielt, dürften aber dennoch heute nicht den Großteil der Fans hinter sich haben, geht es doch im Kampf um die Doppelkronen gegen die beiden Lokalmatadoren Jeremy Chardy und Fabrice Martin

Roger Federer wurde gestern trotz seiner glatten Niederlage gegen den Spanier Rafael Nadal mit Sprechchören verabschiedet. Auch sein Widersacher applaudierte lang. War es vermutlich der letzte Auftritt des »Maestros« auf dem ungeliebten Sand? +++ Sportliches Highlight ist am heutigen Samstag ohne jeden Zweifel zunächst einmal die Fortsetzung des Herren-Semifinals zwischen dem topgesetzten Serben Novak Djokovic und dem österreichischen Herausforderer Dominic Thiem, der mit 6:2, 3:6, 3:1 im dritten Satz mit einem Break vorne liegt +++ Im Anschluss gibt es dann das Finale im Damen-Einzel zwischen der 23-jährigen Ashleigh Barty (Australien) und der erst 19-jährigen Marketa Vondrousova aus Tschechien


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Nouvelles 13ème jour

Nouvelles 13ème jour


Von Christoph Kellermann.

Was für eine Tennisdemonstration heute auf dem »Court Philippe Chatrier« von Rafael Nadal, der seinem Schweizer Freund und Widersacher Roger Federer im Semifinale der French Open bei wirklich widrigen äußeren Umständen beim 6:3, 6:4, 6:2 nicht den Hauch einer Chance ließ. Der Mallorquiner zog demzufolge zum sage und schreibe zwölften Mal ins Finale von Roland Garros ein! +++ Der Gegner dort wird in der Partie Novak Djokovic (Serbien) gegen Dominic Thiem aus Österreich ermittelt. Dieses zweite Semi musste beim Stande von 6:2, 3:6, 3:1 aus Sicht des Ösis wegen Regens abgebrochen werden. Rafa darf sich also ganz entspannt zurück lehnen und seinen potentiellen Finalgegnern zuschauen

Jeweils zum ersten Mal im Finale eines Grand-Slam-Turniers stehen Ashleigh Barty (Australien) und Marketa Vondrousova  aus Tschechien. Barty setzte sich in einem völlig verrückten Duell der »Ups and Downs« gegen die erst 17-jährige US-Amerikanerin Amanda Anisimova mit 6:7, 6:3, 6:3 durch und Vondrousova stoppte bei ihrem knappen 7:5, 7:6-Erfolg den starken Lauf der Britin Johanna Konta


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Nouvelles 12ème jour

Nouvelles 12ème jour


Von Christoph Kellermann.

Wenig Spannung gab es heute in den letzten Viertelfinalspielen des Damen- und Herren-Einzels. Bei den Ladies setzten sich Ashleigh Barty (Australien/6:3, 7:5 gegen die US-Amerikanerin Madison Keys) und die gerade einmal 17-jährige Amanda Anisimova (USA/6:2, 6:4 gegen die rumänische Titelverteidigerin Simona Halep) durch und bei den Herren siegten Novak Djokovic (Serbien/7:5, 6:2, 6:2 gegen Alexander Zverev) und Dominic Thiem (Österreich/6:2, 6:4, 6:2 gegen den Russen Karen Khachanov) glatt in drei Sätzen +++ Sabine Ellerbrock kam beim 1:6, 1:6 gegen die Niederländerin Aniek Van Koot in Runde Eins des Rollstuhltennis-Wettbewerbs leider nicht über die Rolle der Sparringspartnerin hinaus +++ Kevin Krawietz und Andreas Mies stehen nach einem 7:5, 6:3-Erfolg über die Gauchos Diego Schwartzman und Guido Pella tatsächlich im Doppelfinale der French Open. Die Gegner dort: die Lokalmatadoren Jeremy Chardy und Fabrice Martin


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Nouvelles 11ème jour

Nouvelles 11ème jour


Von Christoph Kellermann.

Regen in Paris. Der gestrige 11. Tag der French Open ist weterbedingt komplett ins Wasser gefallen. Das erfordert natürlich unmenschlich Geduld bei allen Protagonisten, so auch für Alexander Zverev, der seine Viertelfinalpartie gegen den Serben Novak Djokovic nun am heutigen Donnerstag austragen soll. Angesetzt ist die Begegnung als zweite Partie »nach Zwölf« auf dem »Chatrier«, direkt nach dem Viertelfinal-Match Simona Halep (Rumänien) gegen Amanda Anisimova aus den USA. Auf dem »Lenglen« messen sich – ebenfalls ab zwölf Uhr und so das Wetter mitspielt – Madison Keys (USA) und Ashleigh Barty (Australien) sowie Dominic Thiem (Österreich) und der Russe Karen Khachanov.

Hoch interessant aus deutscher Sicht ist das hieran anschließende Halbfinale im Herren-Doppel mit deutscher Beteiligung: Andrea Mies und Kevin Krawietz (ATP-Doppel-Weltrangliste Nummern 49 und 50, Tendenz steigend) treffen auf die beiden Argentinier Guido Pella und Diego Schwartztman +++ Auf Court No. 9 steigt die Bielefelderin Sabine Ellerbrock am Nachmittag in den Rollstuhltennis-Wettbewerb ein. Ihre Gegnerin: Aniek Van Koot aus den Niederlanden +++ Die Juniorinnen- und Junioren-Wettbewerbe der French Open liefen fast gänzlich ohne deutsche Beteiligung ab, lediglich Alexandra Vecic war am Start, sie unterlag im Duell zweier Siebzehnjähriger der Ukrainerin Daria Singur aber zum Auftakt in zwei Sätzen


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf