Vernunft ist angesagt!

Ver­nunft ist angesagt!


Guten Tag, Herr Ban­zer. Mei­ne Fra­ge lau­tet: Wie kann und soll man reagie­ren, wenn ein Kol­le­ge wäh­rend eines Mann­schafts­spiels Kreis­lauf hat. Wie kann man den übli­chen Beschwer­den vor Ort ent­ge­gen­wir­ken, wenn der Spie­ler Stern­chen sieht, aber unbe­dingt wei­ter­spie­len und nicht auf­ge­ben möch­te? Wir hat­ten hit­ze­be­dingt schon eini­ge sol­cher Fälle.

Win­fried Ban­zer: Für solch einen Fall ist Vor­sicht der bes­te Rat­schlag! Gera­de bei hei­ßen äuße­ren Bedin­gun­gen besteht sehr häu­fig auch die Gefahr, dass Sport­ler zu wenig trin­ken und sich vor allem in Mann­schafts­sport­ar­ten nicht gern aus­wech­seln las­sen. Also nicht wei­ter­spie­len und etwas Flüs­sig­keit zu sich neh­men und wenn es nicht bes­ser wird, dann drin­gend zum Arzt!

             

Ergebnis-Turn

Ergeb­nis-Turn


Hal­lo Big­gy. Immer wie­der schnappt man Resul­ta­te auf, die einen stut­zig machen. Zum Bei­spiel die­ses hier: Pli­s­ko­va siegt gegen Toml­ja­no­vic mit 6:1, 1:6, 6:1. Auch Resul­ta­te wie 7:6, 0:6, 6:0 sind nicht sel­ten. 7:6, 6:0 sowie­so. Wie kann es sein, dass Sät­ze in ein und der­sel­ben Par­tie so unter­schied­lich ver­lau­fen kön­nen? Kann man dies aus Dei­ner Sicht psy­cho­lo­gisch erklären?

Bri­git­te Neu­mann: Das ist eine sehr, sehr gute Fra­ge! Wenn ein Spie­ler (A) den ers­ten Satz mit 6:1 gewinnt, zeigt das, dass er sich opti­mal vor­be­rei­tet hat. Kör­per­lich, men­tal und mit einer Spiel­tak­tik, die per­fekt auf die Spiel­ge­wohn­hei­ten des Geg­ners (B) aus­ge­rich­tet ist. Der Geg­ner (B) ist irri­tiert, aus dem Rhyth­mus. Er über­legt spä­tes­tens in der Satz­pau­se, was er an sei­nem Spiel ändern kann, um sei­nen Gegen­über bes­ser unter Druck zu set­zen. Er stellt sei­ne eige­ne Tak­tik um, moti­viert sich und geht gna­den­los in den zwei­ten Satz. Nur mit einer kla­ren Stra­te­gie und dem Wis­sen, dass er mehr eige­ne Stär­ken hat, als die, die er bis­her gezeigt hat, kann er sei­nen Kon­tra­hen­ten über­ra­schen. +++ Im zwei­ten Satz geht Spie­ler A viel­leicht sie­ges­si­cher und even­tu­ell zu ent­spannt ans Werk. Es kann sein, dass er in der Pau­se die Span­nung ver­lo­ren hat. Mit dem ver­än­der­ten Spiel sei­nes Geg­ners (B) kommt er völ­lig aus dem Tritt, wird unsi­cher, ver­krampft und nega­tiv. Dabei fließt zu viel Ener­gie ins Hadern um die eige­nen Feh­ler. +++ Im drit­ten Satz zeigt sich die men­ta­le Stär­ke von Spie­ler (A). Er hakt den ver­lo­re­nen Satz ab, besinnt sich wie­der auf sei­ne Stär­ken, erin­nert sich an den gewon­nen ers­ten Satz und moti­viert sich. Er pusht sich, der unbän­di­ge Wil­le zum Sie­gen steigt wie­der. Sei­ne posi­ti­ve Ener­gie baut sich wie­der auf. Er spielt sich in einen Tun­nel, in einen Rausch – auch »Flow« genannt. Der Kör­per scheint von allei­ne zu wis­sen, wie es geht.

             

Das kannst DU auch!

Das kannst DU auch!


Der Job des Ten­nis-Schieds­rich­ters ist eine span­nen­de Auf­ga­be mit viel­fäl­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen auf und neben dem Platz. Denn es gehört längst mehr dazu, als nur den Spiel­stand im Auge zu behal­ten. Zunächst aber die Fra­ge: „Wie wer­de ich eigent­lich Tennis-Schiedsrichter?“

Los geht‘s im Lan­des­ver­band mit dem Erwerb der C‑Lizenz. Wer wei­ter­ma­chen möch­te, hat die Chan­ce, als Teil der DTB-Aus­bil­dungs­grup­pe B- oder A‑Schiedsrichter zu wer­den. Ent­spre­chen­de Semi­na­re wer­den vom DTB in Koope­ra­ti­on mit der DTSV orga­ni­siert und durch­ge­führt. Immer wie­der­keh­ren­de Fra­gen: „Wie viel Zeit nimmt die Aus­bil­dung in Anspruch?” – „Von wem bekom­me ich mei­ne Ein­sät­ze?” – „Muss ich für Rei­sen und Unter­kunft selbst auf­kom­men?” – „Wer­den die Ein­sät­ze vergütet?”

Zeit­auf­wand: Die Aus­bil­dungs­se­mi­na­re sind immer an Wochen­en­den und erstre­cken sich über ein bis maxi­mal zwei Tage. Genau­so ver­hält es sich mit den für C‑Schiedsrichter häu­fi­gen Ein­satz­ge­bie­ten bei Ver­bands­ver­an­stal­tun­gen und Bun­des­li­gen, die nahe­zu aus­schließ­lich auf das Wochen­en­de fallen.

Nur Pro­fis schiedsen Pro­fis? Kei­nes­wegs! Schon als C‑Schiedsrichter darf man in der Bun­des­li­ga ran, nicht sel­ten unter Betei­li­gung von aktu­el­len Pro­fi- oder gar ehe­ma­li­gen Welt­klas­se­spie­lern. Schon nach zwei bis drei Jah­ren kann die höchs­te deut­sche Lizenz erwor­ben wer­den! Als B- oder A‑Schiedsrichter muss man schon ein biss­chen Zeit mit­brin­gen, denn mehr­fach im Jahr wird die Ver­füg­bar­keit für anste­hen­de Tur­nie­re abge­fragt, weni­ge Wochen spä­ter erfolgt die Ein­tei­lung der Schieds­rich­ter. Ein­sät­ze bei ITF-Tur­nie­ren sind fes­ter Bestand­teil der Aus­bil­dung. An der Ver­füg­bar­keit unter der Woche führt somit kein Weg vor­bei. Ein Nach­wuchs­schieds­rich­ter kommt auf ca. drei Tur­nier­ein­sät­ze pro Jahr und wird dabei pro Tur­nier für drei bis vier Tage ein­ge­setzt. Wenn alles gut geht, kann man es in zwei bis drei Jah­ren zum A‑Schiedsrichter schaffen.

             

Ein »deutscher« Alcaraz? Niemals!

Ein »deut­scher« Alca­raz? Niemals!


Hal­lo Herr Goell­ner! Sagen Sie was zu Car­los Alca­raz! Wen er in die­sem Jahr schon alles geschla­gen hat und sei­ne Tur­nier­sie­ge in die­sem Jahr über­haupt, das ist doch der Wahn­sinn, oder? War­um schaf­fen wir es in Deutsch­land nicht, mal einen Spie­ler oder eine Spie­le­rin die­ser Güte­klas­se her­vor­zu­brin­gen. Sie selbst betrei­ben ja eine Aka­de­mie – haben Sie ähn­li­che Rake­ten im Trai­ning, die mal so zün­den könn­ten wie Alca­raz? Bit­te ana­ly­sie­ren Sie die­sen Spie­ler­ty­pen doch ein­mal. Ist das die kom­men­de Num­mer eins der Welt?

Carlos Alcaraz
© Jür­gen Hasenkopf

Marc-Kevin Goell­ner: Hal­lo Karl-Heinz! Car­los Alca­raz wird defi­ni­tiv die kom­men­de Num­mer eins im Welt­ten­nis sein, da gibt es ja über­haupt kei­nen Zwei­fel! Car­los ist ein Juwel ohne­glei­chen! Du musst wis­sen: Das deut­sche Trai­nings­sys­tem bzw. die deut­sche Nach­wuchs­för­de­rung legt den Fokus nahe­zu voll­stän­dig auf Jugend­tur­nie­re. Car­los hin­ge­gen hat gefühlt mit 14 oder 15 Jah­ren sein letz­tes Jugend­tur­nier bestrit­ten. Die Spa­ni­er und bei­spiels­wei­se auch die Fran­zo­sen fol­gen da einer voll­kom­men ande­ren Phi­lo­so­phie. Dem Deut­schen Ten­nis Bund ist es wich­tig, dass die hie­si­gen Talen­te so lan­ge wie mög­lich Jugend­tur­nie­re und ITF Juni­ors spie­len. Die För­de­rung in Deutsch­land hängt maß­geb­lich davon ab, wie hoch die Talen­te in den Jugend­rang­lis­ten ste­hen. Des­we­gen wage ich zu behaup­ten, dass es im deut­schen Ten­nis nie­mals einen Spie­ler wie Car­los Alca­raz geben wird, weil der Fokus halt viel zu lan­ge auf das Jugend­ten­nis und nicht früh genug auf das Damen- oder Her­ren­ten­nis gelegt wird. Lei­der ist das so.

             

Aus Fehlern lernen

Aus Feh­lern lernen


Ich betreue mei­ne Toch­ter auf ihrem Weg zu ihrem gro­ßen Ziel, Ten­nis­pro­fi zu wer­den! Sie ist sehr ehr­gei­zig und macht sich pri­ma, ver­zeiht sich aber abso­lut kei­ne Feh­ler. Ich spre­che hier noch nicht mal von Nie­der­la­gen, son­dern von ein­zel­nen ver­lo­re­nen Ball­wech­seln, die sie total her­un­ter­zie­hen. Wie schaf­fe ich es, ihre Ansprü­che herunterzuschrauben?

Ste­phan Medem: Ich fin­de es zunächst ein­mal toll, dass Du es Dei­ner Toch­ter ermög­lichst, ihren Traum vom »Ten­nis­pro­fes­sio­nal« zu leben! Cha­peau! Wie lan­ge spielt sie schon Ten­nis? Anschei­nend noch nicht sehr lan­ge! Ansons­ten müss­te sie ja eigent­lich begrif­fen haben, dass Feh­ler zum Ten­nis gehö­ren wie Auf­schlä­ge, Vol­leys oder Top­spins. Sie sind ein nicht weg­zu­den­ken­der Bestand­teil des Ten­nis­sports und beglei­ten jeden Spie­ler, ob nun Dei­ne Toch­ter, Sere­na Wil­liams oder Roger Fede­rer. Der gro­ße Unter­schied ist nun, dass es die Top-Spie­ler gelernt haben, mit ihren Feh­lern zu leben. Sie haben des Wei­te­ren nicht nur gelernt, mit ihren Feh­lern zu leben, son­dern auch aus ihren Feh­lern zu ler­nen und die­se als Fun­da­ment für Ver­bes­se­rung zu sehen. Also nicht als etwas Nega­ti­ves, son­dern ganz im Gegen­teil, als etwas abso­lut Posi­ti­ves. Nur wer Feh­ler macht, kann etwas ler­nen und sich wirk­lich ent­wi­ckeln. Die Grund­la­ge eines jeden Fort­schrit­tes, jeg­li­cher Evo­lu­ti­on oder jeder Ent­wick­lung beruht auf Feh­lern! Bit­te ver­zei­he mir mei­ne Offen­heit, aber ich muss ver­mu­ten, dass auch Du selbst die­se Erkennt­nis noch nicht erlangt hast, ansons­ten wür­de Dei­ne Toch­ter sicher­lich auch mit ihren Feh­lern umge­hen können.

             

Autohaus-Rüschkamp-Cup 2022

Nach­wuchs­ten­nis vom Allerfeinsten


Vom 22. bis 25. Juni 2022 wur­den auf der Ten­nis­an­la­ge des Lüner SV wie­der die west­fä­li­schen Nach­wuchs-West­fa­len­meis­ter im Damen- und Her­ren-Ein­zel U21 ermit­telt. Ver­an­stal­ter war der West­fä­li­sche Ten­nis-Ver­band, der dem Lüner SV als Aus­rich­ter ein­mal mehr das Ver­trau­en schenk­te. Das Gesamt­preis­geld in Höhe von 4.000 Euro konn­te sich auch bei der 19. Auf­la­ge die­ses west­fä­li­schen Vor­zei­ge-Events sehen las­sen. Gespielt wur­de um den »Auto­haus-Rüsch­kamp-Cup«. Tur­nier­di­rek­tor André Grün­ke durf­te sich auch 2022 wie­der über das Medi­en­spon­so­ring des Inter­net­por­tals »Die Ten­nis­re­dak­ti­on.« freu­en. In den Jah­ren 2020 und 2021 fiel die­ses wun­der­ba­re Event lei­der der Coro­na-Pan­de­mie zum Opfer, umso grö­ßer war die Freu­de bei allen Betei­lig­ten ange­sichts der Wie­der­auf­nah­me einer lan­gen Turniertradition.

Paula Rumpf
© AINFACH.com

Tag 4: Die Titelvergabe

25.06.2022 – Am heu­ti­gen vier­ten Tag der mit 4.000 Euro dotier­ten »Offe­nen West­fä­li­schen Nach­wuchs­meis­ter­schaf­ten um den Auto­haus-Rüsch­kamp-Cup 2022« stan­den die Ent­schei­dun­gen an. Ab 10 Uhr gin­gen zunächst die Halb­fi­nal­be­geg­nun­gen über die Büh­ne, ehe dann am Nach­mit­tag die Final­spie­le anstan­den. Hier­bei setz­te sich die für den TC Uni­on Müns­ter star­ten­de top­ge­setz­te Tur­nier­fa­vo­ri­tin Pau­la Rumpf am Ende spie­lend leicht gegen ihre Final­geg­ne­rin Kay­leigh Cas­til­lo aus vom Köl­ner HTC durch. Das End­spiel­re­sul­tat von 6:0, 6:1 spricht eine ein­deu­ti­ge Spra­che. Span­nen­der war es bei den Her­ren. Der spä­te­re Sie­ger und neue Nach­wuchs-West­fa­len­meis­ter  Karim Al-Amin (TuS Ickern) pro­fi­tier­te hier­bei sowohl im Semi­fi­na­le, als auch im End­spiel von der jewei­li­gen Auf­ga­be sei­ner Gegner.

Semi­fi­na­le Damen-Ein­zel: Pau­la Rumpf (TC Uni­on Münster/1) vs. Frie­de­ri­ke Nol­te (TC Uni­on Münster/5) 6:2, 6:3; Kay­leigh Cas­til­lo (Köl­ner HTC/6) vs. Emi­ly Kate Cas­til­lo (Köl­ner HTC/3) 6:1, 2:2, Auf­ga­be +++ Fina­le: Pau­la Rumpf (TC Uni­on Münster/1) vs. Kay­leigh Cas­til­lo (Köl­ner HTC/6) 6:0, 6:1. +++ Semi­fi­na­le Her­ren-Ein­zel: Karim Al-Amin (TuS Ickern/4) vs. Mikhail Mina­kov (Dors­te­ner TC/1) 3:6, 6:4, 4:2, Auf­ga­be; Tim Ham­mes (TC Bredeney/3) vs. Luca Matteo Sob­be (TuS Ickern/2) 2:6, 7:5, 6:1 +++ Fina­le: Karim Al-Amin (TuS Ickern/4) vs. Tim Ham­mes (TC Bredeney/3) 6:7, 5:1, Aufgabe.

Tag 3: Vom Frei­en in die Halle

24.06.2022 – Dass Petrus sei­ne Schleu­sen im Lau­fe des drit­ten Wett­kampf­ta­ges irgend­wann öff­nen wür­de, war ange­kün­digt wor­den und es soll­te noch vor 18 Uhr so kom­men. Bis dahin lief bei den »Offe­nen West­fä­li­schen Nach­wuchs­meis­ter­schaf­ten um den Auto­haus-Rüsch­kamp-Cup« auf der Anla­ge des Lüner SV alles nach Plan. Zahl­rei­che Ach­tel­fi­nal­be­geg­nun­gen konn­ten noch vor dem gro­ßen Regen über die Büh­ne gebracht wer­den. Die Tur­nier­lei­tung nahm die durch­weg kla­ren Ergeb­nis­se dank­bar an, wohl­wis­send, dass es frü­her oder spä­ter zu einer wet­ter­be­ding­ten Unter­bre­chung kom­men wür­de. Dann aber muss­te – sehr zum Leid­we­sen des Aus­rich­ters – in die Hal­le gewech­selt wer­den. Wäh­rend bei den Her­ren die Teil­neh­mer an der Run­de der letz­ten Acht kom­plett noch im Frei­en ermit­telt wer­den konn­ten, geschah dies bei den Damen am Ende des Tages unterm Dach. Im Her­ren­feld zogen Mikhail Mina­kov (Dors­te­ner TC), Karim Al-Amin (TuS Ickern) und Tim Ham­mes vom TC Bre­de­ney ins Halb­fi­na­le ein – lei­der eben­falls fern der roten Sand­platz­recht­ecke des Lüner SV.

Tag 2: Rumpf hat’s eilig

23.06.2022 – Für die haus­ho­he Favo­ri­tin im Damen-Ein­zel, Pau­la Rumpf vom TC Uni­on Müns­ter, war es heu­te ein denk­bar kur­zer Tur­nier­auf­takt. In Win­des­ei­le war das Vier­tel­fi­na­le beim 6:0, 6:0 gegen Eli­sa Mazur von der DJK Lavesum gebucht. Rumpf folg­te damit Rebec­ca Men­ze vom TC Grün-Weiß Pader­born, die für das Errei­chen des Vier­tel­fi­nals über­haupt noch kei­nen Ball schla­gen muss­te. Ansons­ten wur­den an Tag zwei alle noch offe­nen Erst­run­den­par­tien über die Büh­ne gebracht und auch bei den Her­ren gibt es schon Spie­ler in der Run­de der letz­ten Acht: Karim Al-Amin vom benach­bar­ten TuS Ickern setz­te sich mühe­los mit 6:0, 6:1 gegen Zak­har Mart­sin­ke­vich vom TC Süd­park Bochum durch und Jonas Wand vom TC Blau-Weiss Hal­le besieg­te Jas­per Süs vom TC Uni­on Müns­ter mit 6:1, 6:4.

Tag 1: Son­ni­ger Auftakt

22.06.2022 – Am ers­ten Tur­nier­tag der »Offe­nen West­fä­li­schen Nach­wuchs­meis­ter­schaf­ten um den Auto­haus-Rüsch­kamp-Cup 2022« wur­den am 22. Juni ab 17 Uhr nur eini­ge weni­ge offe­ne Erst­run­den­par­tien im Damen- und Her­ren-Ein­zel absol­viert, erst am heu­ti­gen zwei­ten Tag geht es auf der wun­der­schön gele­ge­nen Ten­nis­an­la­ge des Lüner SV im Lüner »Geist­vier­tel« so rich­tig rund, dann grei­fen auch die meis­ten top­ge­setz­ten Spie­le­rin­nen und Spie­ler ins Tur­nier­ge­sche­hen ein, so auch Top­fa­vo­ri­tin Pau­la Rumpf, die für den TC Uni­on Müns­ter startet.

41 Akti­ve ins­ge­samt am Start

21.06.2022 – Es ist ange­rich­tet! Die »Offe­nen West­fä­li­schen Nach­wuchs­meis­ter­schaf­ten um den Auto­haus-Rüsch­kamp-Cup 2022« kön­nen auf die Rei­se gehen. Das Orga­ni­sa­ti­ons­team des Aus­rich­ters Lüner SV hat im Hin­ter­grund wie­der ein­mal gan­ze Arbeit geleis­tet und alle Haus­auf­ga­ben ord­nungs­ge­mäß erle­digt. Zwar hat es sowohl bei den Damen, als auch bei den Her­ren nicht für ein vol­les 32er-Feld gereicht, Tur­nier­boss André Grün­ke ist den­noch mit der Zahl der Mel­dun­gen nicht unzu­frie­den: „Bis kurz vor Mel­de­schluss hat­ten wir noch kei­ne zwölf Mel­dun­gen, nun sind es 41 Akti­ve, die im sport­li­chen Wett­streit um die 4.000 Euro Gesamt­preis­geld auf die Courts gehen wer­den! Und die Namen in den Fel­dern ver­spre­chen groß­ar­ti­gen Nach­wuchs­sport”, so der Vor­sit­zen­de des Lüner SV, der das Vor­zei­ge­tur­nier des West­fä­li­schen Ten­nis-Ver­ban­des als Tur­nier­di­rek­tor seit vie­len Jah­ren wie kein ande­rer repräsentiert.

André Grünke
© AINFACH.com

Gruß­wort des Turnierdirektors

Lie­be Tennisfreunde!

Als Vor­sit­zen­der des Lüner SV – Ten­nis e.V. freue ich mich sehr, Sie und Euch im Namen mei­ner Vor­stands­kol­le­gin­nen und ‑kol­le­gen auf unse­rer schö­nen Ten­nis­an­la­ge »In der Geist« herz­lich will­kom­men zu hei­ßen! Nach zwei­jäh­ri­ger Coro­nabe­ding­ter Abs­ti­nenz sind wir mit dem tra­di­ti­ons­rei­chen »Auto­haus-Rüsch­kamp-Cup« also zurück auf der Tur­nier­kar­te des West­fä­li­schen Ten­nis-Ver­ban­des, der uns in per­so­na Ger­ti Straub ein­mal mehr das Ver­trau­en geschenkt hat, unser weit über die Gren­zen Lünens hin­aus belieb­tes Nach­wuchs­tur­nier als offi­zi­el­le »West­fä­li­schen Nach­wuchs­meis­ter­schaft« aus­zu­tra­gen. Das ist für uns Ehre und Ver­pflich­tung zugleich. Wäh­rend wir als Aus­rich­ter in die­sem Jahr zum nun­mehr 25. Mal Titel­eh­ren ver­ge­ben wer­den, fin­den die Nach­wuchs­meis­ter­schaf­ten des hie­si­gen Ver­ban­des zum 19. Mal statt. Unser Ver­ein und die hof­fent­lich wie­der zahl­rei­chen Zuschaue­rin­nen und Zuschau­er dür­fen sich hier­bei auf Ten­nis der abso­lu­ten Spit­zen­klas­se freu­en. Vom 22. bis zum 25. Juni 2022 gibt es vier Tage lang die »Stars von mor­gen« zu bestau­nen – bei frei­em Ein­tritt. Hier­bei wün­sche ich Ihnen und uns span­nen­de und attrak­ti­ve Matches und natür­lich bes­tes Tenniswetter!

André Grün­ke,
Tur­nier­di­rek­tor & LSV-Vorsitzender

Zuversicht

Zuver­sicht


Jedes Ziel, das groß ist, ist auch immer weit von uns ent­fernt! Gera­de für unse­re Kin­der, die in der Regel erst ein­mal nur mit einem Traum von der gro­ßen Ten­nis­kar­rie­re zu uns kom­men, sehen die tol­len Major-Tur­nie­re in Mel­bourne, Wim­ble­don, Paris oder New York aus wie uner­reich­ba­re, fer­ne Gala­xien. Unse­re Auf­ga­be als Eltern und Trai­ner muss es sein, den Kin­dern so lan­ge wie mög­lich dabei zu hel­fen, dran zu blei­ben an die­sem Traum. Ihn so lan­ge es geht zu leben! Zu ver­fol­gen und auf kei­nen Fall aufzugeben. 

Wir Erwach­se­nen kön­nen enorm viel dafür tun, dass unse­re Kin­der star­ke Per­sön­lich­kei­ten wer­den. Gera­de indem wir ihnen hel­fen, zäh zu sein. Zäh zu sein heißt erst ein­mal wie gera­de bespro­chen, dran zu blei­ben an einem lang­fris­tig gesetz­ten Ziel. (Oder Traum!) Mit einer posi­ti­ven Grund­ein­stel­lung unse­ren Kin­dern gegen­über, einer „Ja, du schaffst das!“ Men­ta­li­tät soll­ten doch unse­re Kids hin­aus geschickt wer­den. Nicht nur auf den Ten­nis­platz, in ein Match, son­dern in die Welt an sich! Was wir hier an lebens­be­ja­hen­der Ener­gie säen, lan­det garan­tiert auf frucht­ba­rem Boden!

»Ich will nach Wim­ble­don« — so lau­tet der ulti­ma­ti­ve Eltern­rat­ge­ber in Sachen Ten­nis von Ex-Ten­nis­pro­fi Ste­phan Medem. Ein »MUST-READ« für alle Ten­nis­eltern, Trai­ner und Coa­ches. Bestel­le jetzt Dein Exem­plar bei Ama­zon

             

Berufswahl »Sportjournalist«

Berufs­wahl »Sport­jour­na­list«


Hal­lo Herr Hof­en! Ich wür­de gern spä­ter mal was im Bereich des Sport­jour­na­lis­mus machen. Mein Prak­ti­kum bei unse­rer Lokal­zei­tung — dort habe ich die Sport­ar­ten Fuß­ball und vor allem Ten­nis betreut — hat mich zu die­sem Schritt ani­miert. Gibt es Wege, pro­fes­sio­nel­len Ver­ei­ni­gun­gen oder Ver­bän­den bei­zu­tre­ten, um auf sei­nem wei­te­ren Weg gleich von Beginn an pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung zu bekom­men und sein eige­nes Netz­werk auf­zu­bau­en? Recht herz­li­chen Dank für Ihre Bemühungen.

Medien
© Pix­a­bay

Frank Hof­en: Lie­ber Stef­fen, ein Prak­ti­kum ist immer rich­tig. Wie Du sel­ber schreibst, hat Dich die­ser Ein­blick in die Medi­en­welt ani­miert Sport­jour­na­list zu wer­den. Du soll­test auf jeden Fall auch wei­ter­hin um Prak­ti­ka bemü­hen. Nicht nur bei Tages­zei­tun­gen. Emp­feh­lens­wert sind auch Prak­ti­ka bei Maga­zi­nen, Rund­funk, Fern­se­hen oder in Berei­chen von Social Media. Wenn Dir dies gelän­ge, kannst Du wei­te­re wert­vol­le Ein­bli­cke in die Welt des Sport­jour­na­lis­mus gewin­nen und es ist ein Schritt in Rich­tung einer zwin­gend not­wen­di­gen Berufs­aus­bil­dung. Ein Weg wäre, sich mit einem guten Abitur­ab­schluss um ein Volon­ta­ri­at zu bewer­ben. Aller­dings sind die­se Plät­ze in den Ver­lags­häu­sern sehr rar. Mög­li­cher­wei­se kann man mit einer soge­nann­ten »frei­en Mit­ar­bei­ter­tä­tig­keit« in einer Redak­tio­nen die Opti­on auf ein Volon­ta­ri­at erhof­fen. Ist aber sehr vage.

Eine sehr gute Vor­aus­set­zung ist ein uni­ver­si­tä­res Stu­di­um unter ande­rem in den Fächern Deutsch, Ger­ma­nis­tik, Poli­tik, Kom­mu­ni­ka­ti­on, Medi­en usw. Wenn aller­dings Dein Fokus der Sport­jour­na­lis­mus ist, dann böten sich auch pri­va­te Hoch­schu­len an. An der pri­va­ten Hoch­schu­le Macro­me­dia, mit zahl­rei­chen Stand­or­ten in der Bun­des­re­pu­blik, wird ein brei­tes Stu­di­en­an­ge­bot unter ande­rem mit den Schwer­punk­ten Medi­en ange­bo­ten. Da sind auch die staat­lich aner­kann­ten Abschlüs­se »Bache­lor of Arts« und »Bache­lor of Sci­ence« sowie der »Mas­ter of Arts« zu erwer­ben. Ein Stu­di­um an der Hoch­schu­le Macro­me­dia hilft Dir, in Zukunft als Sport­re­por­ter zu arbeiten.

Eine wei­te­re Mög­lich­keit Sport­jour­na­lis­mus bzw. Sport­mar­ke­ting zu stu­die­ren bie­tet die pri­va­te Fach­hoch­schu­le des Mit­tel­stan­des (FHM). Hier wird gelehrt, wie der Sport in der Öffent­lich­keit wahr­ge­nom­men wird bzw. wie inten­siv dar­über dis­ku­tiert wird. Der eine berich­tet dar­über, der ande­re sorgt dafür, dass dar­über berich­tet wer­den kann. Die FHM hat Stand­or­te in Bam­berg, Ber­lin, Han­no­ver und Köln und bie­tet zudem die Mög­lich­keit eines Fern­stu­di­ums an.

Auf­grund der gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lung in der Sport‑, Medi­en- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­bran­che hat die Deut­schen Sport­hoch­schu­le in Köln den Bache­lor-Stu­di­en­gang »Sport­jour­na­lis­mus« kon­zi­piert. Sei­ne Inhal­te lie­gen auf den Berei­chen Jour­na­lis­mus, Medi­en­pra­xis, Sport­pra­xis und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaf­ten. Die­ses Stu­di­en­kon­zept bie­tet ein ein­zig­ar­ti­ges Stu­di­en­an­ge­bot. Die­ser Stu­di­en­gang rich­tet sich an Per­so­nen, die einen hohe Affi­ni­tät zum Sport auf­wei­sen und sich für eine jour­na­lis­ti­sche Auf­be­rei­tung von The­men aus dem Sport­be­reich interessieren.

Als Orga­ni­sa­ti­on für Sport­jour­na­lis­ten gibt es den Ver­band Deut­scher Sport­jour­na­lis­ten (VDS), der bun­des­weit in 20 Regio­nal­ver­bän­de geglie­dert ist. Der VDS ver­steht sich als Ver­ei­ni­gung aller haupt­be­ruf­li­chen Sport­jour­na­lis­ten bei Print- und Online-Medi­en, in Hör­funk und Fern­se­hen. Mit­glied wird man als haupt­be­ruf­lich täti­ger Sport­jour­na­list, das heißt, man muss mehr als 50 Pro­zent der Ein­künf­te aus sport­jour­na­lis­ti­schen Tätig­kei­ten erzie­len. Es besteht zudem die Mög­lich­keit, Juni­or-Mit­glied beim VDS zu wer­den. Vor­aus­set­zung ist hier, du stu­dierst mit dem Berufs­ziel Sport­jour­na­lis­mus oder befin­dest Dich in einem Volon­ta­ri­at. Soll­test Du ledig­lich ehren­amt­lich oder neben­be­ruf­lich sport­jour­na­lis­tisch tätig sein, zum Bei­spiel als Pres­se­wart eines Ver­eins oder als Gele­gen­heits­jour­na­list am Wochen­en­de, dann besteht kei­ne Mög­lich­keit einer VDS-Aufnahme.

All die hier auf­ge­zeig­ten Mög­lich­kei­ten sind nur ange­ris­sen und im Inter­net sind wei­ter­ge­hen­de Infor­ma­tio­nen zu fin­den. Ich wün­sche Dir bei Dei­ner Berufs­wahl viel Erfolg und grü­ße recht herz­lich als Frank Hof­en (VDS).