Brief an Oliver Pocher

Lieber Oliver.

Was bist Du für ein erbärmlicher, kleiner Versager. Anstatt Dich auf Deine Kernkompetenz zu konzentrieren, nämlich: auf der Bühne witzige Schoten aus dem Alltag des Lebens zu reißen, verstrickst Du Dich in eine nicht enden wollende Social-Media-Fehde mit Deinem Intimfeind Boris Becker. Und das in einer Art und Weise, die von Dir ausgehend von Akt zu Akt peinlicher wird und beim Großteil Deiner bescheidenen Fangemeinschaft offensichtlich alles andere als gut ankommt.

Mit Comedy, Satire und Humor haben Deine Beiträge schon lange nichts mehr zu tun. Sie reflektieren eher Deinen minderbemittelten geistigen Horizont, Deinen schlechten Charakter sowie Dein hilfloses Ringen nach etwas Aufmerksamkeit. Als immer wiederkehrenden Gegner hast Du Dir Boris Becker ausgesucht. Ihr habt vieles gemeinsam: ein total verkorkstes Leben, Vielweiberei, schlechte Berater und wenig Intellekt. Und dennoch ist Dir Boris haushoch überlegen. Boris ist trotz all ` seiner Eskapaden eine wahre Legende und hat in seinem Metier ein Lebenswerk geschaffen. Er genießt trotz aller jüngsten Negativmeldungen Weltruhm und zieht nach wie vor die Massen an, während Du Dir wünscht, im Rahmen Deiner Comedy-Tour wenigstens eine kleine Schulturnhalle füllen zu können. Deine jüngste Parodie auf Boris Becker an der Seite von Matze Knop ist inhaltlich eine Farce und extrem grottig gemacht. Wenn es einen letzten Beweis erforderte, dass Du Boris nicht annähernd das Wasser reichen kannst, dann hast Du diesen soeben geliefert.

Liebe Grüße, Christoph Kellermann

Autor: Christoph Kellermann
Photocredit:
Jürgen Hasenkopf

Juli 2018 · © Tennisredaktion.de