»Das innere Spiel«

Stephan Medem
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Von Ste­phan Medem. Also lie­be Ten­nis­freaks da drau­ßen, wir sind uns einig: wer will, der kann die­se »Corona«-Pause wirk­lich sehr kon­struk­tiv nut­zen. Egal, wo wir im Moment ins Netz sur­fen, es ist bums­voll mit wirk­lich tol­len Pro­gram­men. Wie kann ich mei­ne Schlä­ge wei­ter trai­nie­ren? Wie arbei­te ich an mei­ner Bein­ar­beit? Wie stei­ge­re ich mei­ne Kon­di­ti­on? Egal, wor­an Du im Moment arbei­ten willst, es gibt Hil­fe »en mas­se« und ich emp­feh­le jedem von Euch ganz auf­rich­tig: nutzt die­se Chan­cen! Aber wir soll­ten dabei eines nicht ver­ges­sen: all’ die­se tol­len Pro­gram­me zie­len auf unser »Außen«. Die Schlä­ge, Bein­ar­beit, Kraft, Beweg­lich­keit usw… Des­halb ist mein heu­ti­ger Buch­tipp eine »Rei­se nach Innen!« Denn was nüt­zen uns die­se gan­zen Inves­ti­tio­nen in unser »Außen«, wenn wir irgend­wann, nach Coro­na, wie­der ins Match-Gesche­hen ein­grei­fen. Mit ver­bes­ser­ten Schlä­gen, Bein­ar­beit, Kon­di­ti­on… aber das Match geht den­noch den Bach hin­un­ter. Um das zu ver­mei­den, emp­feh­le ich euch DEN men­tal Klas­si­ker, Ever­green, oder wie immer Ihr die­ses Buch nen­nen wollt.

Timo­thy Gallw­ey hat die ers­te Ver­si­on von »The Inner Game of Ten­nis« in den 1970er Jah­ren geschrie­ben. Ich habe die­ses Buch damals als Jugend­li­cher von mei­nem Ten­nis­coach in die Hand gedrückt bekom­men. Und es war wirk­lich das ers­te Buch, wel­ches sich mit den men­ta­len Aspek­ten unse­res Sports aus­ein­an­der gesetzt hat. „Jetzt kommt der Medem schon wie­der mit so ’nem alten Schin­ken!“, höre ich jetzt schon wie­der die »Next gen« in ihren Schlab­ber­bu­xen nör­geln. Leu­te, ich kann ich Euch beru­hi­gen: Ten­nis hat sich in die­ser Zeit sicher­lich wei­ter ent­wi­ckelt. Ath­le­ti­scher ist es gewor­den. Kraft­vol­ler! Viel mehr Druck und Spin in jedem Schlag! Här­ter! Aber die men­ta­len Aspek­te die­ses Spie­les sind die­sel­ben geblie­ben! Wer sich men­tal ver­bes­sern will, der muss »Ten­nis, das inne­re Spiel! Durch ent­spann­te Kon­zen­tra­ti­on zur Best­leis­tung« lesen. Gallw­eys »Inner game« wur­de 2012  neu auf­ge­ar­bei­tet. Nur am Ran­de bemerkt: die Erkennt­nis­se aus »The Inner Game of Ten­nis« wur­den auf diver­se wei­te­re Sport­ar­ten wie z.B. Golf und vie­le ande­re Lebens­be­rei­che hin­aus trans­por­tiert! Gro­ße Fir­men wie IBM, Coca-Cola, Apple und vie­le mehr haben Gallw­eys Coa­ching-Ansät­ze mit gro­ßem Erfolg in ihre Unter­neh­men ein­flie­ßen las­sen. Ich gebe die­sem Werk vier Asse! Der Leser muss sich wirk­lich in die Mate­rie hin­ein arbei­ten. Also kein »Easy-Rea­ding«. Jedem, der men­tal stär­ker wer­den möch­te, rate ich: KAUFEN!

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