Roger Federer
© Jürgen Hasenkopf

Userfrage: „Hallo Jörg! Es überrascht ja doch ein wenig, dass die Top-Spieler der Weltrangliste oftmals weit über 30 Jahre alt sind und es den jungen Spielern der Next Generation immer noch zeigen. Mich würde interessieren, wie diese alten Recken ihr Training steuern. Sie bauen ihr Training anders auf, als die aufstrebenden jugendlichen Spieler, oder?“

Hola!

Ja, Du hast recht. Die älteren Tennis-Cracks haben selbstverständlich eine völlig andere Trainingssteuerung und Belastung, als die Nachwuchsspieler. Bei den »Youngstern« ist die Trainingsbelastung beim Muskelaufbau intensiver, diese wird gezielt aufgebaut und maximiert (vergleiche den Körper von Nadal – früher und heute!) und nicht wie bei den Älteren, gezielt erhalten und verfeinert. Je nachdem, welche Turniere gespielt werden, wird das Training in Zyklen individuell geplant. Die Älteren haben, auch bedingt durch Verletzungen oder das Auslassen von Turnieren, genug Zeit, zu regenerieren, an Schwächen zu arbeiten und an der speziellen Fitness zu feilen. Ebenfalls ergibt sich eine andere Trainingsbelastung, da die besten Spieler oftmals bis zum Turnierende im Feld bleiben, während die Jüngeren wohlmöglich schon längst ausgeschieden sind. Die Älteren halten sich durch Matches automatisch fit, die »Ausgeschiedenen« müssen ihre Trainingspläne immer wieder neu definieren und anpassen.

Jörg Linden

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Tennis-Enthusiast Jörg Linden ist ein Kind des Ruhrpotts. Einst wurde er für seine überragende Vereinsarbeit zum »DTB-Trainer des Jahres« gekürt, heute leitet er das »Tennis-College« auf Fuertventura. Für »Tennisredaktion.de« steht er seit einer gefühlten Ewigkeit als Experte für die Bereiche »Trainingslehre« und »Tennistechnik« zur Verfügung. Jörg liebt es, seine große Erfahrung sowohl an die jungen, als auch an die erfahrenen Leser der »Tennisredaktion« weiterzugeben. Darüber hinaus begeistert er die Leserschaft mit spannenden Blogs.

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