Bianca macht`s!

Von Christoph Kellermann.

Es soll irgendwie nicht sein. Wenn das so weiter geht, dann bekommt die unfassbar beeindruckende Karriere der Serena Williams am Ende noch einen echten Makel. Die US-Amerikanerin verlor das mittlerweile vierte (!) Grand-Slam-Finale in Serie und wartet somit weiterhin auf ihren lang ersehnten 24. Majorsieg, für den sie bekanntlich bereit ist, alles, aber auch wirklich alles zu tun. Nach Angelique Kerber (Wimbledon 2018), Naomi Osaka (US Open 2018) und Simona Halep (erneut Wimbledon 2019) stand der bulligen Rekord-Grand-Slam-Gewinnerin nun – wieder in New York – die 19-jährige Kanadierin Bianca Andreescu im Wege. Die Herausforderin setzte sich vor »fremder« Kulisse gegen die fast 38-jährige Williams mit 6:3, 7:5 durch und feierte am Ende ihrerseits den ersten ganz großen Wurf.

Youngster Welte gestoppt

Im Junioren-Wettbewerb der US Open wurde der einzige deutsche männliche Starter, Milan Welte, nach drei tollen Siegen im Viertelfinale in einer unglaublich spannenden Begegnung vom Tschechen Jonas Forejtek gestoppt. 6:3, 5:7, 5:7 hieß es am Ende aus Sicht des deutschen Nachwuchstalents. Das Erreichen des Viertelfinals ist eine großartige Leistung. Beim weiblichen Nachwuchs unterlag die einzige deutsche Teilnehmerin Alexandra Vekic gleich zum Auftakt gegen die US-Amerikanerin Reese Brantmeier mit 1:6, 2:6. Wenigstens aber hatten wir diesmal überhaupt mal die eine oder andere Nachwuchskraft in die Felder eines Grand Slams geschickt.

Ellerbrock kassiert Monokel

Die Weltranglisten-Siebte Sabine Ellerbrock (Bielefeld) war im Rollstuhlwettbewerb der US Open gegen die topgesetzte Niederländerin Diede De Groot in ihrem nur 44 Minuten andauernden Auftaktmatch erwartungsgemäß chancenlos, erkämpfte sich aber ein Ehrenspielchen. Die heutige Aufgabe im Doppelwettbewerb wird für Ellerbrock an der Seite ihrer südafrikanischen Partnerin Montjane nicht ainfacher, denn auch hier steht ihr unter anderem Diede De Groot (mit Landsfrau Aniek Van Koot) gegenüber.

September 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf