Bemerkenswerte Konstellation

Ohne jeden Zweifel war die Besetzung des Semifinals beim ATP-Turnier in Washington ebenso bemerkenswert wie zukunftsweisend. Alexander Zverev  (21 Jahre jung) traf auf den 19-jährigen Griechen Stefanos Tsitsipas und der ebenfalls 19-jährige Australier Alex De Minaur spielte gegen den 20-jährigen Russen Andrey Rublev. Keiner der alten Recken schaffte es in die Vorschlussrunde dieses 500er-Turniers und die drei ganz Großen der Zunft, Roger Federer, Novak Djokovic und Rafael Nadal waren gar nicht erst im Feld. Die deutsche Nummer Eins spielte in diesem Kreis der Youngster wie ein alter Hase und dokumentierte bei seiner erfolgreichen Titelverteidigung in Washington D.C. eindrucksvoll, dass er von all den heranwachsenden »ATP-Next-Generation-Stars« derjenige ist, der bis hierhin mit Abstand am weitesten entwickelt ist.

Die Meldeliste beim »1000er« Masters-Event in dieser Woche in Toronto schaut allerdings schon wieder ein wenig anders aus. Mit Novak Djokovic, Rafael Nadal, Marin Cilic, Juan Martin Del Potro, Stan Wawrinka, John Isner und Kevin Anderson sind wieder genügend »Jungsenioren« am Start, die den jungen Spielern noch eine Weile Schwierigkeiten bereiten wollen. Alexander Zverev ist als Nummer drei der Setzliste in diesem 64er-Feld übrigens an Position zwei gesetzt. Mit Blickrichtung nach vorn, versteht sich.

Autor: Christoph Kellermann
Photocredit:
Jürgen Hasenkopf

August 2018 · © Tennisredaktion.de