Beendigung einer Farce

Von Christoph Kellermann.

Also wenn etwas vorhersehbar sein konnte, dann wohl der Triumph der gastgebenden Spanier bei den diesjährigen »Davis Cup Finals« im »La Caja Magica« in Madrid. Die sechs Matches der Mannen um Superstar Rafael Nadal waren die einzigen Partien, die sich über sehr gut gefüllte Zuschauerränge freuen konnten, auch das war zu erwarten. Auf Grund des Heimrechts hatten wohl auch einzig die Spanier ein wenig das Gefühl, »Davis Cup« zu spielen. Im Finale setzten sich die Favoriten gegen Kanada mit 2:0 durch, die Zuschauer sahen demzufolge gerade einmal zwei Zweisatzbegenungen im Kampf um den diesjährigen »Davis Cup«. Roberto Bautista Agut siegte gegen Felix Auger-Alliassime mit 7:6, 6:3, Rafael Nadal gewann anschließend gegen Denis Shapovalov mit 6:3, 7:6. Dann fiel im »Piqué-Haggerty-Theater« der Vorhang. Schluss nach gerade einmal zwei verkürzten Akten. Das war er also, der Davis Cup 2019. Für Spieler und Fans gleichermaßen eine Farce. Ein absoluter Witz. Ein Schlag ins Gesicht dieses traditionsreichen Wettbewerbs. Geld macht alles kaputt.

November 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf