Bärenstarke Quali

Die GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen.


Die ersten beiden der insgesamt drei Wild Cards für das 16-köpfige Qualifikationsfeld der 26. GERRY WEBER OPEN gehen an Publikumsliebling Dustin Brown (ATP 149) und an das 17-jährige deutsche Toptalent Rudolf Molleker (ATP 301). „Wir honorieren damit die starken Leistungen von Rudi Molleker in den letzten Monaten. Wir geben deutschen Nachwuchsspielern traditionell die Gelegenheit, wichtige Erfahrungen zu sammeln und sich auf einer großen Tennisbühne zu beweisen“, sagt Turnierdirektor Ralf Weber. Brown habe in der Vergangenheit stets die Fans begeistert, etwa mit seinem Überraschungserfolg 2014 gegen Rafael Nadal im Achtelfinale in HalleWestfalen, so Weber: „Ich gebe ihm eine gute Chance, in das Hauptfeld vorzustoßen.“ Ausgetragen werden die Qualifikationsrunden am 16. und 17. Juni (Samstag/Sonntag) vor dem Start des Hauptfeldes ab Montag (18. Juni).

Rudolf Molleker hatte zuletzt mit seinem Challenger-Sieg in Heilbronn für Furore gesorgt. Dort bezwang er im Endspiel den tschechischen Top 100-Spieler Jiri Vesely, der ebenfalls in der Qualifikation in der ostwestfälischen Lindenstadt antreten wird. „Ich freue mich sehr über diese Wild Card und hoffe, gute Matches zeigen zu können“, sagt Molleker, der gegenwärtig das Juniorenturnier der French Open bestreitet. Der im brandenburgischen Oranienburg beheimate Youngster hatte am Wochenende in Paris, am Rande eines jährlichen Einladungsturniers der Schweizer Uhrenmarke Longines, auch Steffi Graf und Andre Agassi getroffen. Als Zwölfjähriger gewann der gebürtige Ukrainer einst den „Future Tennis Aces“-Wettbewerb, für den die beiden Tennislegenden die Patronage übernommen haben. Molleker wird inzwischen von DTB-Coach Jan Velthuis am Stützpunkt Hannover trainiert, der Niederländer arbeitete früher erfolgreich in der GERRY WEBER BreakPoint-Base.

Das beste Hauptfeld in der Turniergeschichte der GERRY WEBER OPEN, in dem unter anderem die vier Top Ten-Spieler Roger Federer, Alexander Zverev, Dominic Thiem und John Isner stehen, bedeutet zugleich: Auch in der Qualifikationsgruppe der ATP-Profis sind prominente Namen vertreten. Der topgesetzte Bewerber ist sogar einer der Männer der Stunde im Circuit – und alles andere als ein Unbekannter in HalleWestfalen. Marton Fucsovics, der Gewinner der GERRY WEBER Junior OPEN des Jahres 2009, schaffte direkt vor den French Open sogar seinen bisher größten Karriere-Coup, als er das ATP-Event in Genf gegen Peter Gojowczyk gewann. Der 26-jährige Ungar überzeugt indes schon seit Jahresbeginn, bei den Australian Open stoppte ihn erst Roger Federer im Achtelfinale. Inzwischen steht Fucsovics auf Platz 45 der Weltrangliste, natürlich auch dank des jüngsten Siegeslaufes in Genf, bei dem er im Viertelfinale Lokalmatador Stan Wawrinka sensationell bezwang.

Zu den Qualifikanten bei den diesjährigen GERRY WEBER OPEN zählen unter anderem auch AO-Viertelfinalist Tennys Sandgren (USA/ATP 54), Frankreichs Ass Gilles Simon (ATP 65) und Entertainer Marcos Baghdatis (Zypern/ATP 84).


Autor: GERRY WEBER OPEN
Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Juni 2018 · © tennisredaktion.de