Alle Beiträge von Christoph Kellermann

Wimby-Quali eröffnet

Wimby-Quali läuft


Von Christoph Kellermann.

Sieben deutsche Herren und vier Damen treiben sich derzeit in der unbarmherzigen Qualimühle für das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres, die »All England Championships« im altehrwürdigen Wimbleodn herum. Drei Siege sind erforderlich, um in das erlesene 128er-Teilnehmerfeld des berühmtesten und wichtigsten Tennisturniers des Jahres einzuziehen. Die schlechte Nachricht: Yannick Maden und Matthias Bachinger sind gleich zum Auftakt gescheitert, die gute Nachricht: die frühere Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki durfte sich über eine Wildcard für die Quali freuen, die sie mit einem Dreisatzsieg über die Ungarin Timea Babos rechtfertigte. Nachfolgend für Euch die Qualifikationsspiele mit deutscher Beteiligung.

Herren-Quali – 1. Runde: Yannick Hanfmann vs. Alessandro Giannessi (Italien) 7:5, 7:5; Oscar Otte vs. Santiago Giraldo (Kolumbien) 6:3, 7:5; Dustin Brown vs. Zhe Li (China) 7:6, 6:3; Mats Moraing vs. Federico Gaio (Italien) 6:2, 7:5; Daniel Brands vs. Mark Whitehouse (England) 6:3, 6:4; Yannick Maden vs. Hiroki Moriya (Japan) 6:4, 3:6, 4:6; Matthias Bachinger vs. Stefano Napolitano (Italien) 5:7, 6:1, 4:6 +++ 2. Runde: Mats Moraing vs. Alex Popyrin (Australien); Daniel Brands vs. Blaz Rola (Slowenien); Yannick Hanfmann vs. Oscar Otte; Dustin Brown vs. Mikael Ymer (Schweden)

Damen-Quali – 1. Runde: Sabine Lisicki vs. Timea Babos (Ungarn) 6:3, 3:6, 6:3; Anna Zaja vs. Myrtille Georges (Frankreich) 7:6, 6:7, 6:3; Tamara Korpatsch vs. Robin Anderson (USA) 6:3, 6:7, 6:4; Antonia Lottner vs. Conny Perrin (Schweiz) 6:3, 6:2 +++ 2. Runde: Tamara Korpatsch vs. Kristie Ahn (USA); Antonia Lottner vs. Natalia Vikhlyantseva (RUS); Anna Zaja vs. Betriz Haddad Maia (BRA); Sabine Lisicki vs. Ankita Raina (Indien)


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Das Service »lesen«

Das Service »lesen«


Von Jörg Linden.

Ein User schrieb mir: „Hallo Jörg! Ich habe Probleme, zu erkennen, wohin der Gegner serviert. Wie kann man lernen, einen Aufschlag zu lesen?! Vielen lieben Dank im Voraus!“

Nun, es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, den Aufschlag des Gegners zu »lesen«. Man kann sehr gut am Ballwurf des Aufschlägers erkennen, welchen Drall der Ball bekommt und somit auch die Flugbahn rechtzeitig zu erkennen. 1. Wirft der Gegenspieler den Ball aus Deiner Sicht nach links, wird der Ball als Slice gespielt und der Ball wird sich nach dem Aufsprung nach rechts, weg vom Köper drehen. Meistens wird dieser Schlag auf Deiner Vorhand landen. Wirft der Gegner den Ball aus Deiner Sicht nach rechts, hat der Ball etwas Kick und tickt, ähnlich wie beim Topspin, höher und oftmals nach links weg. Dieser Ball landet meistens auf Deiner Rückhandseite. 2. Anhand der Griffhaltung kann man erkennen, was der Lieblingsschlag des Gegners ist bzw. ob er überhaupt in der Lage ist, mit Kick zu servieren. Viele Spieler halten den Schläger im Mittel- oder Vorhandgriff, so wird der Gegner oft durch die Mitte spielen und es fällt ihm schwer, viel Schnitt zu entwickeln. 3. Eine gute Übung ist, dass Du im Treffpunkt des Aufschlägers einen Splitstep machst und gleichzeitig 1 (»Eins«) sagst. So ist gewährleistet, dass Du den Ball früh anschaust und Deine Augen stets auf dem Ball sind. 4. Oftmals hat der Gegner eine Schokoladenseite und Du kannst diese Seite gedanklich im voraus abdecken. Die Sichtweise bei meinen Ausführungen ist übrigens die eines Rechtshänders. Viel Spaß und Erfolg!


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Ashleigh auf dem Thron

Ashleigh auf dem Thron


Von Christoph Kellermann.

Die weibliche Tenniswelt hat eine neue Nummer Eins und keiner hat es irgendwie bemerkt: Ashleigh Barty führt seit dem heutigen Montag, 24. Juni 2019, die Weltrangliste an. Nach ihrem Grand-Slam-Erfolg in Paris gelang ihr in Birmingham ein reibungsloser Wechsel von Sand auf Rasen, gekrönt mit dem zwölften Einzelsieg in Serie und dem Titelgewinn bei den »AEGON Classic«. Im Endspiel setzte sich die sympathische Australierin gegen Julia Görges mit 6:3, 7:5 durch. Kann sie diese außergewöhnliche Form konservieren, zählt Ashleigh Barty auch in Wimbledon zum Kreis der absoluten Top-Favoritinnen.

Murray mit märchenhaftem Comeback

Andy Murray hat sein Comeback im Londoner Queens Club mit dem Titelgewinn im Doppel gekrönt. An der Seite des überragenden Spaniers Feliciano Lopez, der sich darüber hinaus durch einen Zweisatzerfolg über den Franzosen Gilles Simon auch noch den Einzeltitel schnappte, konnte Murray seine Fans eine Woche lang verzaubern. In dieser Woche geht es für »Sir Andy« in Eastbourne weiter, diesmal an der Seite des Brasilainers Marcelo Melo. Die Erstrundengegner heißen wie schon im Queens Club Sebastian Cabal und Robert Farah aus Kolumbien. Na, dieses Weltklasse-Duo wird doch wohl nicht ein zweites Mal innerhalb von acht Tagen von Murray & Co. vernascht?


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

„Help Me, to help You!”

„Help Me, to help You!”


Von Marc-Kevin Goellner.

Ein User schrieb mir: „Liebe Tennisredaktion! Zunächst einmal Kompliment für Ihre doch etwas andere Publikation. Macht Spaß zu verfolgen. Meine Frage: Was würde Ex-Weltklassespieler und Akademiebetreiber Marc-Kevin Goellner dem Spieler Nick Kyrgios, einem zweifellos talentierten , aber durchgeknallten Spieler raten? Ist ein Spieler wie Kyrgios überhaupt zu coachen? Kann man solch einen Spieler auf die richtige Bahn bringen?“

Nun, viele haben sich schon zu diesem – wie Du schon richtig sagst – zweifellos talentierten Spieler auf der Tour geäußert. Ich würde ihm keinen Tennistrainer empfehlen, sondern jemanden, der ihm in Lebensfragen weiterhilft und in Lebenssituationen coacht. Zunächst einmal sollte man ihm zeigen, wie man fröhlich ist, denn auf mich macht Kyrgios einen total depressiven Eindruck. Empfehlen würde ich ihm den Film »Spiel des Lebens«, wo Manager Jerry Maguire seinem Football-Klienten rät: „Help Me, to help You!” – Wenn Nick Kyrgios diese Einsicht nicht hat, ist er meines Erachtens nicht coachbar.


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Das »Hier und jetzt«

Das »Hier und jetzt«


Von Stephan Medem.

Ein User schrieb mir: „Servus Stephan! In Paris sind wieder etliche hochklassige Spieler von den immens hohen Mauern Rafael Nadals abgeprallt. Ich hatte das Gefühl, dass niemand wirklich daran geglaubt hat, ihn auf Sand schlagen zu können, Federer und Thiem eingeschlossen. Wie kann man solch eine hohe Hürde mental angehen? Vielleicht hast Du Tipps, wie man an so genannte Sensationen im Vorfeld und wenn es drauf ankommt wirklich glauben kann?!“

Ich glaube ganz ehrlich gesagt nicht, dass ein Roger Federer mit seiner ewig langen professionellen Erfahrung irgend ein mentales Problem damit habe könnte, gegen einen Rafael Nadal anzutreten. Auch bei Thiem war für mich in dessen Final-Begegnung in keiner Weise ein mentales Problem erkennbar. Nadal ist auf der roten Asche, gerade in Roland Garros, eine Macht. Kein Spieler kann ihm, immer vorausgesetzt, Nadal ist gesund und fit, wirklich etwas entgegen setzen. Ich bin daher der festen Überzeugung, dass die Resultate schlichtweg wegen Nadals perfekter Spielweise auf diesem Belag zu Stande kommen. Aber wie sieht das nun bei unserer eigenen Spielerei aus? Also wenn wir gegen einen vermeintlich übermächtigen Gegner anzutreten haben? Hierzu folgender Denkansatz: Egal, ob ein Gegner eine bessere Ranglistenposition, eine bessere LK oder tolle Resultate vorzuweisen hat, dies sind immer nur Indikatoren, wie er in der »Vergangenheit« gespielt hat. Wenn aktuell eine Begegnung ansteht, darf die »Vergangenheit« keine Rolle spielen. Nur das »Hier und jetzt« zählt. Mit dem Beginn einer Partie beginnt jede »Match-Uhr« bei Null. Was war, spielt jetzt keine Rolle mehr. Unser Gegner soll hier und jetzt und in dieser Partie beweisen, was er auf dem Kasten hat! Punkt.


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Fedecima

Fedecima!


Von Christoph Kellermann.

Wahnsinn! Roger Federer hat sich in HalleWestfalen bei den NOVENTI (vormals: GERRY WEBER) OPEN seinen sage und schreibe 10. Siegerpokal geschnappt. Das ist ihm in seiner ohnehin schon mehr als beeindruckenden Karriere noch an keinem anderen Turnierort rund um den Globus gelungen. Im Endspiel setzte sich der Rekord-Grand-Slam-Sieger am heutigen Sonntag gegen den Belgier David Goffin, der im Finale leider nicht ganz an seine Leistungen im bisherigen Turnierverlauf anknüpfen konnte, mit 7:6, 6:1 durch. Ob es am Ende „eine Frage des Kopfes gewesen sei”, wollte der ZDF-Mann nachher im On-Court-Interview wissen. „Möglich. Vielleicht war es aber auch eine Frage des Talents”, erwiderte Goffin schlagfertig. Und in der Tat standen sich im Endspiel des deutschen Vorzeigeturniers gefühlt Tennis-Welten gegenüber. Goffin wusste, gegen wen er im Finale unterlegen war.


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Lieber Ralf

Lieber Ralf.

27 Jahre »Gerry Weber Open« in HalleWestfalen. Oder »Noventi Open«, wie Du in diesem Jahr titelst. Oder »Grass Court Open«, in Zeiten, wo das Titelsponsoring durch den Münchner Gesundheitsdienstleister für die kommenden Jahre noch nicht zu 100 Prozent eingetütet ist. Dieses ganze Wirrwarr rund um Deutschlands schönstes und publikumsträchtigstes Tennis-Event scheint an Dir abzuprallen. Auch die seit vielen, vielen Monaten negative, weil faktische Berichterstattung rund um die wirtschaftliche Situation des Gerry Weber Konzerns hat Dich nicht davon abgehalten, auch in diesem Jahr wieder ein Sport-Event der Extraklasse zu präsentieren. Hartnäckig hast Du im Vorfeld zunächst dafür gesorgt, dass sowohl ein Weltklasse-Teilnehmerfeld an der Roger-Federer-Allee aufschlagen kann, hast aber auch über Monate hinweg bei den lokalen Großkopferten demütig Klinken geputzt und versucht, eine beeindruckende Loyalität zu wecken. Dies ist Dir offensichtlich glaubwürdig gelungen. Viele Turnierdirektoren hätten in Deiner Lage ihre Turnierlizenz sicherlich möglichst gewinnbringend verkauft und einen Schlusstrich gezogen. Du beteuerst, dass es zu keiner Zeit eine solche Überlegung gegeben habe – und das kauft man Dir ab. Mit Überzeugung und Leidenschaft richtest Du das bedeutendste Tennisturnier auf deutschem Boden gerade neu aus. Statt aufzugeben, gehts Du gar in die Offensive. Partner und Sponsoren spüren allesamt, dass dieses wunderbare ATP-Turnier für die Familie Weber eine Herzenssache ist.

In vielen Bereichen warst Du immer wieder Vorreiter und Ideengeber. Hast dafür viele Preise von höchster Stelle eingeheimst. Oft kopiert, nie erreicht. Ich erwähne in diesem Zusammenhang nur Deinen Mut zum »Rasentennis« als solches – seit einigen Jahren auch rettendes Argument in Stuttgart, Dein weltberühmtes »Tennistainment« – mittlerweile Lockmittel bei allen Tennisturnieren bis runter auf Clubebene, Deine »innovative Dachtechnik« – die seit geraumer Zeit ja auch in Wimbledon zu sehen ist oder den weitsichtigen »Lifetime-Contract« mit keinem Geringeren als Roger Federer. Und selbst jetzt, in diesen existentiell schwierigen Zeiten, blickst Du schon wieder innovativ nach vorn. Gemeinsam mit Deinem neuen Partner Noventi, den Du in rekordverdächtiger Zeit aus dem Hut gezaubert hast, willst Du die Open zum »klimaneutralsten Tennisevent der Welt« machen. Auch hier werden Dir andere Turnierveranstalter rund um den Globus selbstverständlich nacheifern. Es besteht überhaupt kein Zweifel: die Familie Weber aus HalleWestfalen steht für Mut, Innovation, Leidenschaft und Glaubwürdigkeit und nicht zuletzt bedingt durch die aktuelle Situation auch für Demut. Das kommt gut an. Sponsoren, Partner, Zuschauer und Spieler zahlen es zurück. Nun bin ich gespannt, wie Du Deine Lebensversicherung Nummer Eins, einen gewissen Roger Federer, über dessen aktive Zeit hinaus an Dein Turnier binden wirst. Ganz sicher gibt es auch hier schon zielführende Überlegungen à la Ralf Weber. Viel Erfolg weiterhin und bewahre Dir Demut und Leidenschaft.

Liebe Grüße, Christoph


Juni 2019 · Photocredit: GRASS COURT OPEN

David gegen Goliath

David gegen Goliath


Von Christoph Kellermann.

»David gegen Goliath« – treffender könnte man das abschließende Finale bei den 27. NOVENTI OPEN wohl kaum betiteln. Während sich der Rekordchampion der beliebten ostwestfälischen ATP-500-Veranstaltung in HalleWestfalen, Roger Federer, gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert mit 6:3, 6:3 problemlos durchsetzte, schaltete der Belgier David Goffin den ATP-Überflieger der letzten Monate, Matteo Berrettini aus Italien, doch etwas überraschend mit 7:6, 6:3 aus und sorgte so nach seinem Husarenstreich im Viertelfinale gegen ATP-Weltmeister Alexander Zverev für einen weiteren Coup. Ob er am Sonntag auch Rasenkönig Roger Federer bezwingen kann, scheint zumindest fraglich, aber die Hoffnung stirbt aus Sicht des kleinen Belgiers sicher zuletzt. Im direkten Vergleich jedenfalls steht es 7:1 für den Schweizer, der im GERRY WEBER STADION nur allzu gern seinen zehnten Titelgewinn einspielen möchten.

Im Doppelwettbewerb haben sich der Pole Lukasz Kubot und Zverev-Busenfreund Marcelo Melo aus Brasilien die Chance auf den Titel-Hattrick bei den NOVENTI OPEN erarbeitet. Sie ließen dem Duo Struff/McLachlan beim 6:4, 6:4-Erfolg keine Chance. Endspielgegener sind Raven Klaasen und Michael Venus (Südafrika/USA).


Juni 2019 · Photocredit: NOVENTI OPEN

Von Likes und Followern.

Von Likes und Followern.


NOVENTI-OPEN-Pressestelle.

Roger Federer fuhr noch mit dem Auto nach HalleWestfalen, als er in seinen ersten Turnierjahren um Spiel, Satz und Sieg kämpfte. Es war eine andere Zeit, es gab noch nicht das große Universum der sozialen Medien, auch nicht für und mit Federer. Und nun? Als Federer am vergangenen Wochenende am Schauplatz der 27. NOVENTI OPEN ankam, dauerte es nicht lange, bis er ein außerordentlich hübsches, beschauliches, denkwürdiges Foto auf Instagram postete. Es zeigte den Rekordchampion auf seinem Hotelbalkon, er schaute auf Court 1 und die ganze Turnieranlage, auf den blauen Himmel. Die Reaktion? Millionen Fans des 37-jährigen Weltstars schauten sich das Bild an, Hunderttausende drückten auf den „Like“-Knopf. „Ein Zimmer mit solch einer Aussicht, das gibt es nirgendwo“, sagte Federer später bei einem Interview – der Mann, der HalleWestfalen wie kein anderer ins Gespräch bringt, rund um den Globus. Immer dann, wenn er hier aufschlägt und wohnt.

Längst sorgt natürlich auch das ATP 500er-Turnier selbst mit starken Social Media-Aktivitäten dafür, dass Weltklassesport genauso wie hochwertiges „Tennistainment“ Aufmerksamkeit und Gehör finden auf allen relevanten Internet-Kanälen. Aktuelle Nachrichten, Hintergrundstories, Videos und Kurzclips werden praktisch rund um die Uhr produziert, ein vielköpfiges Team sorgt für die redaktionelle Gestaltung der Webseite, zudem bieten die 27. NOVENTI OPEN auch TV-Anstalten Interviews und Pressekonferenzen-Mitschnitte zur Verwertung an. „Unsere eigene Medienproduktion läuft auf Hochtouren. Das Angebot ist jährlich erweitert und verbessert worden“, sagt Turnierdirektor Ralf Weber.

Auch bei den eigenen Posts des Turniers spielt Federer eine zentrale Rolle, er findet, wen wundert´s, die meiste Beachtung. So riefen mehr als 100.000 Fans den Post auf, in dem Federer von Turnierseite „Welcome Home“ zugerufen wurde. Auch das Wiedersehens-Bild des „Maestro“ mit Maskottchen „Gerry Berry“ wurde knapp 100.000 Mal angesehen. Bei Facebook lag derweil ein Video an der Spitze, in dem sich die französischen Musketiere Jo-Wilfried Tsonga und Benoit Paire eine kurze Fußball-Einlage auf dem Centre Court lieferten.

Auch die Vor-Ort-Berichterstattung aus dem großzügig erweiterten Medienzentrum bleibt auf Topniveau – in jeder Hinsicht. Mit 420 akkreditierten Medienvertreterinnen und Medienvertretern ist das Interesse an Deutschlands größtem Tenniswettbewerb weiter enorm, selbst viele Masters-Turniere können von solchen Zahlen nur träumen. Allein 165 Journalisten berichten bei der 27. Turnierauflage für Printmedien, hinzu kommen rund 90 akkreditierte Fotografen, 110 TV-Mitarbeiter, 25 Radiojournalisten und 30 Social Media-Vertreter. Dabei sind gerade die 27. NOVENTI OPEN zu einer gefragten Adresse für internationale Berichterstatter geworden, mehr als 60 Akkreditierungen für ausländische Reporter gingen unter anderem nach Belgien, Japan, Polen, Österreich, Italien, Korea, Australien, in die Schweiz und in die USA. TV-Bilder des Turniers werden über den internationalen Vermarktungspool in 130 Ländern der Erde ausgestrahlt, darunter auch in viele Wachstumsmärkte etwa im asiatischen Großraum.


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf

Danke, Markus!

Danke, Markus!


Von Christoph Kellermann.

Na, liebe Tennisfreunde? War das ein wohltuender Moment, wo man merkt, dass einem das Tennismatch, auf das man sich so gefreut hat, nicht durch einen selbstdarstellenden Alleswisser am Mikrofon versaut wird? Eurosport hat heute für das »Match des Tages« im GERRY WEBER STADION den Kollegen Markus Theil angesetzt und der 50-jährige Kommentator zeigte der Tenniswelt, wie man dem TV-Zuschauer ein in allen Belangen erstklassiges Tennismatch ebenso erstklassig, kompetent und sympathisch präsentiert. Allein sein Satz „Ich lasse Sie mal mit der Atmosphäre einen Moment alleine” im dritten und entscheidenden Durchgang hob den Kollegen Theil auf das außergewöhnliche Leistungslevel der beiden eigentlichen Protagonisten, Roger Federer und Jo-Wilfried Tsonga.

Vor ausverkaufter Hütte setzte sich der Schweizer am Ende knapp mit 7:6, 4:6, 7:5 durch. Wieder so ein Match bei den NOVENTI OPEN, das durchaus zwei Sieger verdient gehabt hätte. Der neunmalige Halle-Champion hatte am Ende einen einzigen Punkt mehr auf der Habenseite. Das sagt eigentlich schon alles über die Ausgeglichenheit dieser Achtelfinalpartie aus. Zuvor setzte sich Alexander Zverev gegen den US-Amerikaner Steve Johnson mit 6:3, 7:5 durch und Matteo Berretini siegte im rein italienischen Duell gegen Andreas Seppi mit 4:6, 6:3, 6:2. Keinen Anschluss an die Partie fand hingegen der Franzose Richard Gasquet beim 1:6, 4:6 gegen den Spanier Roberto Bautista Agut, der nun Federer ein Bein stellen möchte. Zverev trifft im Kampf um das Semifinale auf den Belgier David Goffin.


Juni 2019 · Photocredit: Jürgen Hasenkopf