Aufschlagvariationen

Roger Federer
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Der Auf­schlag gehört nicht ohne Grund zu den wich­tigs­ten Schlä­gen im Ten­nis, wenn er nicht sogar der Wich­tigs­te ist. Mit dem Ser­vice hast Du die ein­ma­li­ge Gele­gen­heit, ohne direk­ten Ein­fluss durch den Geg­ner zu agie­ren. Ist der Ball erst ein­mal im Spiel, ist dies bekannt­lich nicht mehr der Fall. Tipp Num­mer Eins muss daher auf jeden Fall lau­ten: Ruhe bewah­ren, Zeit las­sen und ent­spannt vor­be­rei­ten! Gewöh­ne Dir fes­te Ritua­le an! Zeit­druck lie­fert der anschlie­ßen­de Ball­wech­sel womög­lich sowieso.

Jörg Linden
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Den ruhen­den Ball nutzen!

Nut­ze des­halb die Chan­ce, einen ruhen­den Ball zu spie­len aus und stell’ den Geg­ner mit Dei­nem Ser­vice, sprich: bei des­sen Return, vor eine ent­spre­chen­de Her­aus­for­de­rung. Dies kann mit­tels eines har­ten Kano­nen­auf­schlags gesche­hen, doch Vor­sicht: spielst Du immer die­sel­be Vari­an­te, stellt sich der Geg­ner irgend­wann ganz sicher dar­auf ein, da kannst Du noch so hart ser­vie­ren. »Varia­ti­on« heißt also die Zau­ber­for­mel. Mal »gera­de durch den Kör­per des Gegen­übers«, mal mit »Kick« über die Mit­te, mal raf­fi­niert mit Sli­ce nach außen. Natür­lich erfor­dert es eini­ge Trai­nings-Lek­tio­nen, um alle drei Auf­schlag­va­ria­tio­nen sicher auf die Ket­te zu bekom­men, aber der Trai­nings­fleiß wird sich auszahlen.

Sei varia­bel!

Der Rück­schlä­ger jeden­falls darf sich auf kei­nen Dei­ner Auf­schlä­ge mit­tel­fris­tig ein­stel­len kön­nen. Wel­che Auf­schlag­va­ri­an­te Du wählst, hängt von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab. So zum Bei­spiel auch von der Platz­be­schaf­fen­heit. Ein Sli­ce-Auf­schlag ist bei­spiels­wei­se auf Tep­pich­bo­den beson­ders effek­tiv, weil der Belag den Drall per­fekt annimmt. Abschlie­ßend ein beson­de­rer Tipp: ser­vie­re ruhig mal einen zwei­ten Auf­schlag als Ers­ten! Der Geg­ner, der in der Regel bei Dei­nem ers­ten Auf­schlag mit einem »Ham­mer« rech­net und dem­zu­fol­ge rela­tiv weit hin­ter der Grund­li­nie ste­hen wird, ist sicher ver­dutzt, wenn es ent­ge­gen sei­ner Erwar­tung mal nicht bei ihm »ein­schlägt«. Die­ser Über­ra­schungs­ef­fekt wird Dir so manch’ leicht erspiel­ten Punkt ein­brin­gen! Pro­bie­re es aus! Und vor allem: sei variabel…

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