Aufschlag-Griffhaltung

Hallo Tennisfreunde! Ein User schrieb mir: „Hallo Jörg! Ich habe mir alle Deine bisherigen Techniktipps durchgelesen und muss sagen, dass ich echt von Deiner Fachkompetenz begeistert bin. Ich selbst habe seit jeher folgendes Problem: ich bekomme den Wechsel vom Vorhandgriff auf den Rückhandgriff beim Aufschlag nicht hin. Welche Tricks gibt es da, um das Frustrationsniveau möglich niedrig zu halten. Die Bälle gehen bei mir mit dem Rückhandgriff überall hin, nur nicht ins Feld. Mit Vorhand kommen die Bälle zwar rein, aber den Return bekomme ich regelmäßig um die Ohren.“

Danke zunächst einmal für Dein nettes Feedback! Es gibt einige Möglichkeiten, die Sicherheit zurückzuerlangen. 1. Greife zu Beginn nicht zu extrem um, sondern probiere es mit einem »leichteren« Rückhandgriff/Hammergriff. Du kannst Dich dann langsam herantasten +++ 2. Oftmals ändert sich der Griff, ohne das man es merkt. Nimm Dir einen Kugelschreiber und klemme ihn zwischen den Zeigefinger, so ist gewährleistet, dass der Griff nicht verrutscht +++ 3. Fange mit Teilübungen an! Du stehst auf der T-Linie und legst den Schläger auf die Schulter, triff den Ball mit gestreckten Ellbogen und stoppe im Treffpunkt (kein Schlag/ganz langsame Streckung zum Ball). Wenn das klappt, machst Du dieselbe Übung, wartest bis der Ball aufspringt und ziehst jetzt in Zeitlupe den Schläger zur linken Hosentasche. Wenn das klappt, schwingst Du den Schläger nun in Zeitlupe – ohne zu stoppen – bis zur linken Hosentasche durch. Wenn das klappt, lässt Du den Schläger nicht mehr auf der Schulter liegen, sondern machst in Zeitlupe den kompletten Schwung. Wichtig ist es, stets im Gleichgewicht zu bleiben und kontrollierte Schwünge zu praktizieren. Unser Gehirn ist im Stande, kleinere Bewegung besser zu speichern und zu verarbeiten, als die ganze Bewegung »in einem Bissen zu verschlingen«. Viel Spaß beim Training und viel Erfolg!

Autor: Jörg Linden
Photocredit: Jürgen Hasenkopf
Februar 2019 · © Tennisredaktion.de