Turnier-Pressesprecher

GERRY WEBER STADION
© Hasenkopf

Fra­ge an Frank Hof­en: Hal­lo Herr Hof­en! Als regel­mä­ßi­ger Besu­cher der Ger­ry Weber Open habe ich sie frü­her am Final­tag immer auf dem grü­nen Rasen der beein­dru­cken­den Are­na gese­hen, wie Sie die gro­ßen Stars der Ten­nis­sze­ne sou­ve­rän inter­viewt und das sicher­lich schöns­te Tur­nier Deutsch­lands qua­si rund gemacht haben. Wie stel­le ich mir solch eine Arbeit als Pres­se­chef eines ATP-Tur­niers die­ser Wer­tig­keit eigent­lich vor? Wäh­rend solch einer Tur­nier­wo­che dürf­ten Sie doch nor­ma­ler­wei­se kaum Schlaf bekom­men haben, oder? Und wie wich­tig ist da ein ver­läss­li­ches Team im Hin­ter­grund?! Ich wün­sche Ihnen viel Freu­de und Erfolg bei Ihren neu­en Aufgaben!

Frank Hofen
© Hof­en

Frank Hof­en: Natür­lich geht nichts ohne ein ein­ge­spiel­tes Team. Das habe ich immer um mich her­um gehabt. Wobei es von gro­ßer Wich­tig­keit ist, dass man auch mensch­lich mit­ein­an­der har­mo­niert. Inso­fern haben sich, es waren wäh­rend des Tur­niers immer bis zu 13 begeis­ter­te Ten­nis­spie­le­rin­nen und Ten­nis­spie­ler, in mei­nen Team immer frei­wil­lig Per­sön­lich­kei­ten enga­giert, die sich zum einen im Ten­nis­sport aus­ken­nen und zum ande­ren aus der Medi­en­bran­che kom­men. Die­ses Zusam­men­wir­ken mach­te mir als Spre­cher die Arbeit ein­fa­cher. Die einen schrie­ben Tex­te, der ande­re foto­gra­fier­te, der drit­te beant­wor­te­te E‑Mails, der nächs­te ging auf Wün­sche ein und ein ande­rer sich­te­te, was die Medi­en so über das Tur­nier geschrie­ben haben. So konn­te man dann schnells­tens auf Din­ge reagieren.

Ein wei­te­res Team erstell­te die täg­li­che Tur­nier­zei­tung, so dass ich letzt­lich als Ver­ant­wort­li­cher für die Außen­dar­stel­lung ver­ant­wort­lich war. Mei­ner­seits habe ich täg­lich in der Frü­he mit dem Tur­nier­di­rek­tor die Kam­pa­gnen mit unter ande­rem den Ten­nis­spie­lern und mit den Medi­en abge­spro­chen, Pres­se­kon­fe­ren­zen vor­be­rei­tet und Inter­views zu dem einen oder ande­ren The­ma ange­regt — und an den täg­li­chen Kon­fe­ren­zen des jewei­li­gen TV-Sen­ders teil­ge­nom­men. Wich­tig für mich war es, mich nicht sel­ber so wich­tig zu neh­men, son­dern die Ger­ry Weber Open in den Vor­der­grund zu stellen.

Wir Medi­en­leu­te in der Pres­se­stel­le waren ein Räd­chen im Tur­nier­ge­sche­hen, nur das dreh­te sich rei­bungs­los. Das per­sön­li­che ver­ste­hen unter­ein­an­der war sozu­sa­gen das Öl im Tur­nier­ge­trie­be. So war am Ende, natür­lich neben dem Erfolg des Tur­nie­res, für mich der Final­tag der schöns­te Tag. Nicht, weil der oder der gewon­nen hat­te, son­dern weil an die­sem Sonn­tag ich immer mit mei­nem Team ein gemein­sa­mes gas­tro­no­mi­sches »Fina­le« hat­te. Dies alles zusam­men hat anschei­nend dem Tur­nier eine hohe Akzep­tanz in der Öffent­lich­keit ein­ge­bracht. Schön, dass Sie das auch so gese­hen haben. …und Schlaf wur­de in die­ser Zeit sowie­so überbewertet.

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