Ampelsystem

Ampel
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Fra­ge an Jörg Lin­den: Hal­lo Herr Lin­den! Ich möch­te mein Spiel grund­sätz­lich etwas offen­si­ver aus­rich­ten und gern auch mal ans Netz vor­rü­cken, was ich bis­lang eigent­lich so gut wie nie gemacht habe. Wel­che Schlä­ge des Geg­ners bie­ten sich hier­zu an und wie kann ich Angriffs­si­tua­tio­nen pro­vo­zie­ren? Ich habe mich jüngst im Vor­bei­lau­fen mit einem jun­gen Trai­ner unter­hal­ten, der erzähl­te mir von einem »Ampel­sys­tem«, hat­te aber kei­ne Zeit, mir das näher zu erklä­ren. Im Netz fin­de ich hier­zu lei­der nichts. Was genau bedeu­tet die­ses »Ampel­sys­tem«?  Wir kann ich künf­tig erfolg­reich ans Netz stürmen?

Jörg Linden
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Jörg Lin­den: Das »Ampel­sys­tem« kann man von zwei Sei­ten aus in sein Spiel ein­be­zie­hen. Erken­ne, unter wel­chem Hand­lungs­druck Du beim Schlag stehst. Bist Du in Not, unter Druck weit hin­ter Grund­li­nie ste­hend oder schlägst Du aus vol­lem Lauf, so spre­chen wir von einer »roten« Situa­ti­on. Sol­che Bäl­le schlägt man sicher und meist auch etwas höher in die Mit­te oder lang zurück. Einen »gel­ben« Ball spielst Du neu­tral und war­test auf die Chan­ce, dass der Geg­ner kür­zer wird und es die die Mög­lich­keit auf einen »grü­nen« Ball gibt. Bei den »grü­nen« Bäl­len hast Du Zeit und kannst auf einen Win­ner, Angriff oder Stopp­ball lau­ern. Selbst­ver­ständ­lich spie­len Län­ge und Rich­tung des Bal­les Dei­nes Gegen­übers eine ent­schei­den­de Rol­le. All­ge­mein kannst Du Dir mer­ken, dass Du bei einer »roten« Situa­ti­on wei­ter hin­ter der Grund­li­nie stehst oder viel­leicht auch aus dem Feld getrie­ben wur­dest. Bei »Gelb« hast Du die neu­tra­le Grund­li­ni­en­po­si­ti­on ein­ge­nom­men. Bei »Grün« stehst du zwei bis drei Meter im Feld und hast die berich­tig­te Chan­ce, den Punkt offen­siv und mit etwas mehr Risi­ko zu gestal­ten und zu gewinnen.

Mer­ke Dir: Rot = Defen­si­ve » hoch in die Mit­te oder Cross mit mäßi­gem Tem­po gespielt; Gelb = Rhyth­mus » Punkt neu­tral vor­be­rei­ten; Grün = Offen­si­ve » freie Fahrt ins Wochen­en­de, mehr Risi­ko und auch den Schlag »down the line« mal als Opti­on wählen

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