Corona Virus
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Cincinnati (in New York), US Open, Kitzbühel, Madrid, Rom, French Open bei den Herren und Palermo, Prag, Lexington, Cincinnati, US Open, Istanbul, Madrid, Straßburg, Rom, French Open bei den Damen – das klingt doch alles recht abenteuerlich und nach den jüngsten Entwicklungen rund um Corona auch irgendwie leichtsinnig. So und in dieser Form wohl kaum zu realisieren.

Während die beiden Slams in New York und Paris sowie die Kombi-Events Cincinnati (ebenfalls in New York), Rom und Madrid als Mammut-Events ohnehin umstritten sind, stehen auch hinter den kleineren Tour-Events große Fragezeichen. Medienberichten zufolge soll das Masters-Turnier in Madrid bereits unmittelbar vor der Vernunftorientierten Absage stehen und das vor zwei Tagen mit der Qualifikation gestartete WTA-Turnier in Palermo hat nach nicht einmal 48 Stunden vor Ort fast erwartungsgemäß den ersten COVID-19-Fall im Kreis der Teilnehmerinnen zu verzeichnen.

In dieser Angelegenheit bin ich gedanklich komplett bei Michael Stich. Warum, um Himmels Willen, streicht man nicht den Rest des Tennisjahres 2020 komplett und zieht stattdessen einen Re-Start zum Kombi-Event in Indian Wells 2021 in Betracht? Dort, wo die allererste Coronabedingte Turnierabsage überhaupt stattfand. Aktive, Turnierveranstalter und Profi-Organisationen hätten Planungssicherheit und wüssten, woran sie sind. Eine kalendarisch nahtlose Neuaufnahme könnte demnach avisiert werden. Alles andere ist doch nur sinn- und fanlose Fummelei im Namen des Geldes – und dies alles auf Kosten der Gesundheit vieler, vieler Menschen – und hierbei spreche ich nicht nur von den Spielerinnen und Spielern auf den Touren. Wir alle wissen, wie viele Menschen an der Organisation und Durchführung eines Tennisturniers – allen voran auf professioneller Ebene – notwendig sind. Diese Menschen gilt es zu schützen. Vom Wohl der Allgemeinheit ganz zu schweigen.