Rollstuhltennis
© AINFACH.com

Heute halten wir für Euch gleich acht häufig gestellte Fragen und Antworten zum Rollstuhltennis bereit. Zum Thema »Faszination Rollstuhltennis« steht Euch übrigens auch unser Experte Peter Seidl, selbst ehemaliger Weltklassespieler und mehrmaliger Deutscher Meister, jederzeit zur Verfügung. Weiter unten findet Ihr ein Formular, worüber Ihr Eure ganz spezielle Fragen loswerden könnt. Doch zunächst unsere acht heißen Rolli-Facts…

Wann wurde erstmals Rollstuhltennis gespielt? 1976 in den USA. Schon 11 Jahre später – 1987 – integrierte die International Tennis Federation (ITF) Rollstuhltennis ins Programm. Kurz darauf gründete sich auch der Deutsche Rollstuhtennis-Verband (DRT), der vor einigen Jahren als Ressort in den Deutschen Tennis Bund (DTB) integriert wurde. +++ Welche Regelunterschiede gibt es zum Fußgängertennis? Nur einen! Der Ball darf zwei Mal aufticken, bevor er geschlagen wird. Muss er aber nicht. Platz, Bälle und Zählweise unterscheiden sich nicht vom Fußgängertennis. +++ Ist Rollstuhltennis auch paralympisch? Ja! Seit 1992 gehört Rollstuhltennis zu den paralympischen Disziplinen. Die Bielefelderin Sabine Ellerbrock. konnte 2012 in London im Damen-Einzel den vierten Platz belegen, schrammte knapp am Edelmetall vorbei! Der Bonner Kai Schrameyer holte 1992 in Barcelona die silberne, Regina Isecke (Pulheim) 1996 in Atlanta die bronzene Medaille.

Regina Isecke
© AINFACH.com

Gibt es eigentlich eine internationale Turnierserie? Gibt es! So, wie die Federers und Haleps international auf Tour gehen, so gibt es auch für Rollstuhlfahrer einen internationalen Turnierkalender. Organisiert wird dies alles von der ITF, die auch die Weltranglisten pflegt. +++ Wird auch bei den Grand-Slam-Turnieren Rollstuhltennis angeboten? In der Tat! In der zweiten Grand-Slam-Woche beginnen die besten Rollstuhltennisspieler der Welt mit ihren Wettkämpfen. Dann wird in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York parallel zu den Fußgängern gespielt. Die Rollstuhlfahrer teilen sich dann eine Kabine mit Rafael Nadal oder Serena Williams! +++ Was kostet ein Tennisrollstuhl? Der ist alles andere als preiswert! Für einen an den Spieler angepassten Stuhl muss man locker 5.000 hinblättern, gern auch mal ein Zwei- und Dreifaches! +++ Was ist an einem Tennisrollstuhl besonders? Der Tennisrollstuhl ist extrem leicht und die Laufräder haben einen ordentlichen Sturz, so dass ein Kippen nahezu unmöglich ist und der Stuhl wendiger wird. Auch hat der Tennisrollstuhl zusätzliche Kippstützen und Stützräder. Man spricht dann von einem »Four- or Fivewheeler«. +++ Gibt es auf Turnieren der Behinderung angepasste Kategorien? Es gibt zwei Einteilungen. Rollstuhltennis darf spielen, wer ein Handicap besitzt, das die Ausübung des Fußgängertennis dauerhaft unmöglich macht, wie z.B. Nervenschädigungen oder Fehlbildungen der unteren Extremitäten, Querschnittslähmungen oder Amputationen). Darüber hinaus gibt es die so genannte »Quad-Klasse«, wo sich Spielerinnen und Spieler mit einer Behinderung der oberen Extremität bzw. mit gleich mehreren Behinderungen duellieren.

© AINFACH.com

Vielen Dank für Dein Interesse an der »BREAKCHANCE«-Initiative!

2007 wurde dieses sozial-integrative Rollstuhltennis-Projekt durch Familie Kellermann offiziell ins Leben gerufen. »BREAKCHANCE« möchte Menschen, mit denen es das Schicksal nicht wirklich gut gemeint hat, Chancen ermöglichen, über den Sport besser in die Gesellschaft integriert zu werden. Darüber möchte die Initiative die Gesellschaft sensibilisieren und helfen, Gedankenbarrieren zu durchbrechen. Das Motto lautet: »WHEEL MAKE IT!«

Titelsponsor: Robert KRAMER Garten- & Landschaftsbau GmbH
Powered by AINFACH.com

» BREAKCHANCE-Hauptseite