»A Handful of Summers«

Stephan Medem
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Von Ste­phan Medem. „Hey Steph, wel­ches ist DEIN abso­lu­tes Lieb­lings-Ten­nis­buch?“ Die­se Fra­ge möch­te ich heu­te sehr ger­ne für Euch beant­wor­ten. Eins vor­ne­weg: es han­delt sich a) um eine Tri­lo­gie… b) ver­wet­te ich wie­der ein­mal mei­ne Racket­bag, dass kei­ner von Euch eines die­ser drei Bücher gele­sen hat und c) gutes Eng­lisch ist gefordert…

Gor­don For­bes ist 1934 in Süd­afri­ka gebo­ren. Sein bes­tes Resul­tat auf der Pro-Tour: Sie­ger im Mixed von Roland Gar­ros 1963 zusam­men mit der US-Ame­ri­ka­ne­rin Dar­le­ne Hard, Fina­le im Her­ren­dop­pel, eben­falls in Paris 1963, im Team mit sei­nem Lands­mann Abe Segal, Halb­fi­na­le in Wim­ble­don, Vier­tel­fi­na­le bei den US- Open im Ein­zel… sowie eini­ge ande­re wirk­lich super­tol­le Erfol­ge. So, und jetzt wird es span­nend! Wer jetzt ein­mal hin­geht und ver­sucht her­aus zu fin­den, wie­viel Pri­ze-Money der lie­be Gor­don in sei­ner Kar­rie­re ver­dient haben könn­te, wird rich­tig dumm aus der Wäsche Schau­en: ZERO! Rich­tig, für uns Ten­nis­spie­ler heut­zu­ta­ge unvor­stell­bar, Ten­nis war damals ein Ama­teur-Sport! Es gab also für einen Wim­ble­don-Sieg kei­ne Mil­lio­nen-Pfund- oder Dol­lar-Dusche an Preis­gel­dern, Spon­so­ren­gel­dern, Start­gel­dern, etc., son­dern ein­fach nur eine häss­li­che Blech­schüs­sel, eine Kra­wat­te in den exklu­si­ven Wim­ble­don Far­ben grün-lila und einen Hän­de­druck von einem Mit­glied der Roy­al Fami­ly. Bas­ta! Ich stel­le mit gera­de vor, wie Roger, Rafa oder Nole bei die­ser Art von Sie­ger­eh­rung drein­schau­en würden…

So, und in die­ser Zeit, also bevor das gro­ße Geld den Sport ver­seucht hat, spielt die­se Geschich­te. Das Schöns­te, was man über Ten­nis lesen kann! Gor­don For­bes »A Hand­ful of Sum­mers«, »Too soon to panic« und »I’ll take the sun­ny side« mei­ne per­sön­li­chen Ten­nis-Lieb­lin­ge. Wer den groß­ar­ti­gen Peter Usti­nov noch kennt und schätzt: ein wun­der­ba­res Vor­wort von ihm gibt es in »A Hand­ful of Sum­mers«. In mei­nen Augen sicher­lich kei­ne Pflicht­lek­tü­re, aber wer nicht ein­fach nur Ten­nis spielt, son­dern Ten­nis, so wie ich, rich­tig liebt, der kommt um die­se Bücher unmög­lich her­um. My favou­rite gets all the five aces of course!

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