Pete Sampras

Pete Sam­pras


In unse­re Serie »Legen­den« prä­sen­tiert Euch unser Exper­te für Ten­nis­ge­schich­te, Simon Schmidt, eine Rei­he von ehe­ma­li­gen Akti­ven, die das inter­na­tio­na­le Ten­nis nach­hal­tig geprägt haben. Hin­weis: Um auf die­ser Sei­te gelis­tet zu wer­den, müs­sen die besag­ten Spie­le­rin­nen und Spie­ler das Racket an den Nagel gehängt haben. Akti­ve Spie­ler fin­den hier (noch) kei­nen Platz. Selbst­ver­ständ­lich wird die­se Rubrik suk­zes­si­ve erweitert.

Pete Sampras
© Jür­gen Hasenkopf

Name: Pete Sam­pras ☆ Gebo­ren am: 12. August 1971 in Washing­ton D.C. ☆ Tur­ned Pro: 1988 ☆ Rechts­hän­der ☆ Kar­rie­re­preis­geld: 43,2 Mil­lio­nen US-Dol­lar ☆ Ein­zel­sie­ge: 762 ☆ Kar­rie­re­ti­tel: 64 ☆ Hig­hest Ran­king: 1 ☆ Grand-Slam-Ein­zel­ti­tel: 14 (2x Aus­tra­li­an Open, 7x Wim­ble­don und 5x US Open) ☆ Olym­pia-Bilanz: – ☆ Sons­ti­ges: 286 Wochen an Posi­ti­on eins der Welt +++ gilt als einer der bes­ten Ser­ve-and-Vol­ley-Spie­ler aller Zei­ten +++ sechs Jah­re in Fol­ge hat er die Ten­nis­sai­son als Bran­chen­pri­mus abgeschlossen

Alle Daten wur­den sorg­fäl­tig recher­chiert, den­noch kei­ne Gewähr.

       

Sprüche, Sprüche, Sprüche

Sprü­che, Sprü­che, Sprüche


Von Chris­toph Kellermann.

Ursprungs­da­tum: 07.12.2018

Immer wie­der fällt auf den Ten­nis­plät­zen die­ser Welt ein äußerst amü­san­ter Spruch. Hal­ten wir fest, was uns Sport­ler, Mode­ra­to­ren und Repor­ter oder auch Funk­tio­nä­re nicht alles schon sagen woll­ten. Zunächst ein­mal haben die Spie­le­rin­nen und Spie­ler das Wort…

Richard Krajicek
© Jür­gen Hasenkopf

Richard Kra­jicek: „Fast alle Ten­nis­spie­le­rin­nen sind fau­le fet­te Kühe!” +++ Jana Kan­darr: „Er hat mir gesagt, was ich machen soll und prompt habe ich den Satz mit 0:6 ver­lo­ren.” (über die Tipps von Ten­nis-Bun­des­trai­ner Mar­kus Schur) +++ Marc-Kevin Goell­ner: „Ver­lie­ren ist wie gewin­nen. Nur umge­kehrt.” +++ Nico­las Kie­fer: „Ich habe mich ent­schie­den: Ich wer­de mich mor­gen oder nächs­te Woche ent­schei­den.» +++ Tom­my Haas: „Die­se blö­den Bäl­le waren zu weich.” (Grund für sein Aus bei den Ger­man Open nach neun Match­bäl­len) +++ Tho­mas Mus­ter: „Gras ist was für Kühe.” (Grund, wes­halb er Wim­ble­don lie­ber meidet)

Hans-Jürgen Pohmann
© Jür­gen Hasenkopf

Und die Sportreporter?

Hans-Jür­gen Poh­mann: „Urplötz­lich ist er nach vor­ne mar­schiert, förm­lich geschli­chen.” +++ Rudi Cer­ne: „And­re Agas­si ver­ab­schie­det sich von Han­no­ver mit einem trä­nen­den und einem wei­nen­den Auge!” +++ Vol­ker Kott­kamp: „Sie wird sicher gleich erklä­ren, wie es zu die­sem nicht zu erklä­ren­den Ein­bruch bei ihr kam.” +++ Hans-Jür­gen Poh­mann: „Mike Mor­ris­sey, der schlan­ke Stuhl­schieds­rich­ter, sieht sich den Abdruck an. Mein lie­ber Mann, der ist aber gut über den Win­ter gekom­men…” +++ Hans-Jür­gen Poh­mann: „Oh, spä­te Ent­schei­dung des Lini­en­rich­ters! Mor­ris­sey stol­pert run­ter — ja, der Ball war aus!” +++ Hans-Jür­gen Poh­mann: „Beh­rend wischt den Abdruck weg, der geschmei­di­ge Mike Mor­ris­sey darf wie­der zurück auf sei­nen Stuhl. Klei­nes Schau­lau­fen vom Schieds­rich­ter!” +++ Hans-Jür­gen Poh­mann: „Der Ten­nis-Trou­ba­dour aus Kuba peitscht unser Ten­nis­pu­bli­kum an!” (gemeint war selbst­ver­ständ­lich Dau­er­gast Rober­to Blanco)

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Blick auf die »Alten«

Blick auf die »Alten«


Es über­rascht ja doch, dass die Top-Spie­ler der Welt­rang­lis­te oft­mals weit über 30 Jah­re alt sind und es den jun­gen Spie­lern der Next Gene­ra­ti­on immer noch zei­gen. Mich wür­de inter­es­sie­ren, wie die­se alten Recken ihr Trai­ning steu­ern. Sie bau­en ihr Trai­ning anders auf, als die auf­stre­ben­den jugend­li­chen Spie­ler, oder?

Jörg Lin­den: Ja, Du hast recht. Die älte­ren Ten­nis-Cracks haben selbst­ver­ständ­lich eine völ­lig ande­re Trai­nings­steue­rung und Belas­tung, als die Nach­wuchs­spie­ler. Bei den »Youngs­tern« ist die Trai­nings­be­las­tung beim Mus­kel­auf­bau inten­si­ver, die­se wird gezielt auf­ge­baut und maxi­miert (ver­glei­che den Kör­per von Nadal — frü­her und heu­te!) und nicht wie bei den Älte­ren, gezielt erhal­ten und ver­fei­nert. Je nach­dem, wel­che Tur­nie­re gespielt wer­den, wird das Trai­ning in Zyklen indi­vi­du­ell geplant. Die Älte­ren haben, auch bedingt durch Ver­let­zun­gen oder das Aus­las­sen von Tur­nie­ren, genug Zeit, zu rege­ne­rie­ren, an Schwä­chen zu arbei­ten und an der spe­zi­el­len Fit­ness zu fei­len. Eben­falls ergibt sich eine ande­re Trai­nings­be­las­tung, da die bes­ten Spie­ler oft­mals bis zum Tur­nie­ren­de im Feld blei­ben, wäh­rend die Jün­ge­ren wohl­mög­lich schon längst aus­ge­schie­den sind. Die Älte­ren hal­ten sich durch Matches fit, die »Aus­ge­schie­de­nen« müs­sen ihre Trai­nings­plä­ne immer wie­der neu defi­nie­ren und anpassen.

             

Sascha & Ivan

Sascha & Ivan


Hal­lo Herr Medem! Sascha Zverev hat ja die Finals gewon­nen. Sein ers­ter ganz, ganz gro­ßer Titel. Wel­chen Ein­fluss hat Coach Ivan Lendl hier­auf gehabt? Sascha prä­sen­tier­te sich ja psy­chisch sehr sta­bil. Und mich wür­de inter­es­sie­ren, was ein Coach von der Box aus wäh­rend einer Par­tie über­haupt noch aus­rich­ten kann. Sie haben ja wohl eben­falls län­ger dort geses­sen und ent­spre­chen­de Erfah­run­gen gemacht!

Ste­phan Medem: Nun, das ist wie ich fin­de eine sehr gute Fra­ge. Schon bei Andy Mur­ray hat Ivan Lendl einen sehr guten Ein­fluss gel­tend machen kön­nen. Sascha und auch sein Bru­der Mischa sind ja von Haus aus mit einer gehö­ri­gen Por­ti­on Tem­pe­ra­ment aus­ge­stat­tet, das hat ja in der Ver­gan­gen­heit auch für eini­ge def­ti­ge Buß­gel­der wegen »Racket-Abu­se«, Ärger mit dem Rackether­stel­ler sowie unnö­tig ver­lo­re­ner Par­tien geführt. Dass in einem sol­chen rela­tiv »heiss­blü­ti­gen« Umfeld ein Mann wie Ivan Lendl ein ruhi­ger Pol sein kann, darf nicht ver­wun­dern. Sei­ne, zumin­dest nach außen demons­trier­te, stoi­sche Ruhe hat auch schon zu sei­nen Zei­ten als Spie­ler legen­dä­ren Cha­rak­ter gehabt — wobei das auch bei ihm ein Lern­pro­zess war! In Lon­don hat die Prä­senz von »Ivan, dem Schreck­li­chen« sicher­lich gehol­fen, dass Sascha sein Tem­pe­ra­ment gut im Griff hat­te und somit sein bes­tes Ten­nis zei­gen konn­te. Belohnt hat er sich ja mit sei­nem bis­her wich­tigs­ten Titel. Ob der Ein­fluss von Lendl auch lang­fris­tig Bestand hält? Nun, das kann auch ich heu­te am Tag nicht beant­wor­ten… Aber ich wür­de es mir, wie sicher­lich vie­le von Euch Ten­nis-Freaks, abso­lut wünschen.

             

ITF-Wheelchair-Tour

ITF-Wheel­chair-Tour


Hal­lo Peter! Habe zwei Fra­gen! Ers­tens: Wel­ches war Dein per­sön­lich größ­ter Erfolg? Und zwei­tens: wie vie­le Tur­nie­re umfasst die inter­na­tio­na­le Rol­li­ten­nis-Tour? Wel­ches sind die wich­tigs­ten Events im Rollitennis?

Peter Seidl: Ich habe nicht »den einen gro­ßen Erfolg, der über allen ande­ren steht«. Per­sön­lich bedeu­tet mir mein ers­ter Baye­ri­scher Titel 2004, den ich nach zuvor drei Final­nie­der­la­gen errin­gen konn­te, sehr viel. Ich durf­te die­sen Tri­umph in mei­nem Hei­mat­club vor mei­nen Freun­den fei­ern! Aber auch mein ers­ter Deut­scher Meis­ter­ti­tel im Ein­zel 2006 war sehr emo­tio­nal. Zu mei­nen drei Ein­zel­ti­teln gesell­ten sich noch 12 Dop­pel­ti­tel sowie drei Meis­ter­schaf­ten mit der Mann­schaft. Inter­na­tio­nal waren mei­ne sechs ITF-Ein­zel- und 13 ITF-Dop­pel­ti­tel natür­lich eben­falls sehr schö­ne Erleb­nis­se. Die ITF-Wheel­chair-Tour umfasst welt­weit mitt­ler­wei­le etwa 180 Tur­nie­re jähr­lich. Die wich­tigs­ten sind natür­lich die vier Grand-Slam-Tur­nie­re in Mel­bourne, Paris, Wim­ble­don und New York. Dies aus gutem Grun­de, denn sie fin­den par­al­lel zu den Tour­pro­fis der Fuß­gän­ger und auch auf den­sel­ben Anla­gen statt. Aller­dings dür­fen hier nur die bes­ten acht Rol­li­fah­rer der Damen, Her­ren und der Quads antre­ten. Unter den »Majors« ran­gie­ren die Tur­nie­re der Kate­go­rie »Super Series«, »ITF 1, 2 und 3« und der »Future-Series«.

             

Aufschlagtraining

Auf­schlag­trai­ning


Hal­lo Ten­nis­re­dak­ti­on! Ich habe eine Fra­ge zum Roll­stuhl­ten­nis: wenn ich den Auf­schlag von oben mit viel Übung hin­be­kom­me, aber nur irgend­wie ohne Schnitt »rüber­schub­se«, ist dann ein »guter« Auf­schlag von unten (even­tu­ell mit Top­spin?!) im End­ef­fekt nicht even­tu­ell doch erheb­lich wirkungsvoller?

Peter Seidl: Ich wür­de Dir auf alle Fäl­le raten, den Auf­schlag bei jedem Trai­ning zu üben, um so weit zu kom­men, dass Du eine gute Geschwin­dig­keit erlangst, anstatt über einen Auf­schlag von unten nach­zu­den­ken. Ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten wie Spin oder Sli­ce sind in jedem Fal­le wir­kungs­vol­ler, als der Auf­schlag von unten, auf den sich der Geg­ner noch dazu rela­tiv schnell ein­stel­len kann. Erst »von oben« kannst Du Dei­nen Auf­schlag sehr gut vari­ie­ren — nach außen oder nach innen. Posi­tio­nie­re Dir Zie­le, wie Ten­nis­do­sen oder Ähn­li­ches und ler­ne, auf den Punkt genau prä­zi­se zu ser­vie­ren! Ich wün­sche Dir ganz viel Spaß und einen lan­gen Atem beim Üben!

             

Jammerlappen

Jam­mer­lap­pen


Von Chris­toph Kellermann.

Ursprungs­da­tum: 18.11.2018

Das The­ma »Hand­tuch« ist mir auf der Tour per­sön­lich ja sowie­so schon seit vie­len Jah­ren ein Dorn im Auge. Dass es gedul­det wird, die eif­ri­gen Ball­mäd­chen und ‑jun­gen neben ihrer eigent­li­chen Auf­ga­be, den von den Damen und Her­ren Pro­fis ver­schla­ge­nen Bäl­len hin­ter­her zu eilen, seit gerau­mer Zeit auch als Hand­tuch­hal­ter, ‑rei­cher und ‑zurück­brin­ger ein­zu­bin­den und dabei oft­mals auch noch rüde anzu­ge­hen, ist mir ein Rät­sel. Den Ball­kin­dern wer­den die ver­schwitz­ten und voll­ge­rotz­ten Hand­tü­cher ohne Blick­kon­takt respekt­los ins Gesicht gewor­fen und wenn das alles nicht schnell genug geht, wird gemotzt.

Stefanos Tsitsipas
© Jür­gen Hasenkopf

Alex­an­der Zverev, einer der weni­gen Pro­fis, die ihr Hand­tuch auf der Bank las­sen, bezeich­net das Geha­be sei­ner Koll­gen rund um das Hand­tuch als lächer­lich. Völ­lig zu Recht. Bei den »Next Gen ATP Finals« in Mai­land haben die Ver­ant­wort­li­chen auf jede Platz­hälf­te in die­sem Jahr eine »Towel Box« instal­liert, wo die Spie­ler ihr Hand­tuch in der vor­ge­se­he­nen Zeit selbst depo­nie­ren müs­sen. Die Ball­kin­der waren somit ent­las­tet und die Spie­ler damit beschäf­tigt, sich zu fra­gen, ob sie das Hand­tuch zwi­schen dem einen oder ande­ren Ball­wech­sel nun wirk­lich brau­chen oder ob es nur ein völ­lig beknack­ter arro­gan­ter Spleen ist. Dem ver­wöhn­ten Nach­wuchs­star Ste­fa­nos Tsit­si­pas aus Grie­chen­land gefällt dies nicht. Er jam­mert. Nun müs­se er sich sein Hand­tuch jedes Mal selbst holen. Auf sei­nem Niveau sei das nicht zumut­bar. Was für ein Lap­pen, die­ser Tsit­si­pas! Sol­che selbst­ver­lieb­ten »Stars« reprä­sen­tie­ren die nächs­te Gene­ra­ti­on. »Gute Nacht, Marie«…

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Monica Seles

Moni­ca Seles


In unse­re Serie »Legen­den« prä­sen­tiert Euch unser Exper­te für Ten­nis­ge­schich­te, Simon Schmidt, eine Rei­he von ehe­ma­li­gen Akti­ven, die das inter­na­tio­na­le Ten­nis nach­hal­tig geprägt haben. Hin­weis: Um auf die­ser Sei­te gelis­tet zu wer­den, müs­sen die besag­ten Spie­le­rin­nen und Spie­ler das Racket an den Nagel gehängt haben. Akti­ve Spie­ler fin­den hier (noch) kei­nen Platz. Selbst­ver­ständ­lich wird die­se Rubrik suk­zes­si­ve erweitert.

Monica Seles
© Jür­gen Hasenkopf

Name: Moni­ca Seles ☆ Gebo­ren am: 2. Dezem­ber 1973 in Novi Sad ☆ Tur­ned Pro: 1989 ☆ Links­hän­de­rin ☆ Kar­rie­re­preis­geld: ca. 15 Mil­lio­nen US-Dol­lar ☆ Ein­zel­sie­ge: 595 ☆ Kar­rie­re­ti­tel: 53 ☆ Hig­hest Ran­king: 1 ☆ Grand-Slam-Ein­zel­ti­tel: 9 (4x Aus­tra­li­an Open, 3x French Open, 2x US Open) ☆ Olym­pia-Bilanz: 1x Bron­ze im Ein­zel (Syd­ney) ☆ Sons­ti­ges: Moni­ca Seles, die einst här­tes­te Riva­lin von Stef­fi Graf, wur­de 1993 auf dem Höhe­punkt ihrer Kar­rie­re von einem gewis­sen Gün­ter Par­che, einem geis­tig Ver­wirr­ten, am Ham­bur­ger Rothen­baum niedergestochen

Alle Daten wur­den sorg­fäl­tig recher­chiert, den­noch kei­ne Gewähr.