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Biggy verrät: "Depression im Leistungssport..."

Zu diesem hoch interessanten Thema referiert auf der Tennisredaktion die Expertin Brigitte Neumann. Brigitte Neumann ist diplomierte Mentaltrainerin und psychologische Beraterin mit eigener Praxis in Aschaffenburg. Sie hat jahrelang selbst Erfahrungen als Leistungssportlerin in der Leichtathletik und im Basketball gesammelt. In verschiedenen Sportarten betreut Brigitte Neumann heute Profis und ambitionierte Freizeitsportler im mentalen Bereich. Vielen deutschen Tennisprofis ist sie inzwischen bestens bekannt. Sie arbeitet nach wissenschaftlich überprüften sportpsychologischen Verfahren und nach Methoden der humanistischen Psychologie. Für Brigitte Neumann bedeutet Mentaltraining >Hilfe zur Selbsthilfe<. Der Sportler lernt, selbst Einfluss auf mentale Prozesse zu nehmen. Sie zeigt lösungsorientierte Wege.

Seelische Erkrankungen haben viele Gesichter und unterschiedliche Verläufe. Wir kennen die Berichte von den Problemen bekannter Sportler wie Skispringer Sven Hannawald, Fußballspieler Sebastian Deisler, Radprofi Marco, Fußball-Nationaltorhüter Robert Enke. Der Profisport ist heute Leistungs- und Profitorientiert, der Hochleistungsbereich fordert extreme Nehmerqualitäten. Kritik und Niederlagen einstecken müssen ist auf Dauer zermürbend. Sebastian Deisler schreibt in seinem Buch: „Wenn du gut bist, klopfen dir alle auf die Schultern. Dann kommen Leute und sagen dir, sie machen aus dir den Größten. Wenn du schlecht spielst oder bist verletzt, dann stehst du alleine da“.

So wie er empfinden viele talentierte Nachwuchssportler ihre besonderen Fähigkeiten als Belastung und Verpflichtung. Der Stress und der Druck setzen oft mehr zu, als der Sportler sich selbst eingesteht. Er kann das Idealbild, das Fans, Verein, Trainer und Freunde von ihm haben, nicht mehr oder nur mühsam aufrecht erhalten. Dazu kommt, dass Sportler sich selbst und ihre Bedürfnisse oft nicht ernst nehmen und ihre gegenwärtige Lebenssituation bagatellisieren. Sportler, die schon von Kind an auf Sieg getrimmt werden, suchen ihre Selbstbestätigung oft ausschließlich über den Sport. Nach Niederlagen tendieren sie dann dazu, sich selbst in irgendeiner Form zu bestrafen. Der Erfolg wird zur Sucht und endet im Leistungswahn. Wenn mehrere der folgenden Symptome auftreten oder ein Symptom über einen längeren Zeitraum anhält, dann sollte sich der Sportler Hilfe suchen: Keine Wünsche mehr, kein Empfinden von Freude, Stimmungsschwankungen, Überaktivität, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, anhaltende Erschöpfungszustände, Rückenschmerzen ohne medizinischen Befund, erhöhte Krankheits- und Verletzungsanfälligkeit, Rückzug, soziale Kontakte werden vernachlässigt, mangelnde Konzentrationsfähigkeit, negative Gedanken, nichts gelingt, kein Glaube an sich und seine Leistung. Es gibt viele Erklärungsansätze. Die Ursachen für psychische Probleme sind u.a.: Permanente Über- oder Unterforderung, nicht verarbeitete Krisen, Zukunfts- und Versagensängste, extreme Leistungsorientierung und Konkurrenzkampf, wirtschaftliche Abhängigkeit, Entwurzelung, soziale Isolierung – z.B. bei Internatsschülern, Perfektionismus, hohes Anspruchsniveau, Tendenz zur Selbstüberforderung, unrealistische Selbsteinschätzung, unklare Wahrnehmung oder Verleugnung der eigenen Bedürfnisse, Rollenkonflikte. Besonders Eltern, Lebenspartner und Betreuer sollten beim Auftauchen der oben genannten Symptome das Gespräch mit dem Sportler suchen, seine Probleme ernst nehmen, fragen, zuhören, Vertrauen aufbauen. Sie sollten sich nicht zufrieden geben, wenn bei anhaltenden oder immer wiederkehrenden körperlichen Schmerzen von den Ärzten keine Krankheit festgestellt wurde. Aussagen wie: „Reiß dich zusammen, stell dich nicht so an“ werden den Sportler nicht motivieren, sondern führen dazu, dass er sich zurückzieht. Der Sportler darf sich erlauben, über seine Probleme zu reden, sie dürfen nicht zum Tabuthema werden. Probleme nicht verdrängen oder verstecken, sondern lernen, damit umzugehen! Psychotherapeuten und Mentaltrainer bieten professionelle Hilfe. Grundlage einer erfolgreichen Bewältigung der psychischen Störung ist das stützende Gespräch in einer verständnisvollen Atmosphäre. Der Sportler soll seine Probleme offen aussprechen können und muss sich akzeptiert und respektiert fühlen. Ganz individuell auf ihn abgestimmt können vielfältige Methoden zum Einsatz kommen: Bioenergetik, Trancearbeit, kognitive Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie, Familientherapie, Psychodrama, Rollenspiele, Erlernen von Selbstkontroll- und Stressbewältigungstechniken, Entspannungsmethoden, Selbstwahrnehmungsübungen, Zeit- und Umfeldmanagement, Selbstorganisation, Ausbau von sozialen Kontakten, Erkennen und Verändern von Glaubensmustern, Aufbau Selbstwertgefühl, Verbessern der Kommunikationsfähigkeit.

Eine medikamentöse Behandlung – moderne Antidepressiva machen nicht abhängig - kann von einem Facharzt bei einer schwereren Form der Erkrankung in der ersten Zeit als Unterstützung der Verhaltenstherapie eingesetzt werden. Bei erfolgreicher Arbeit können die Medikamente reduziert oder ganz abgesetzt werden. Im Fall einer schweren Depression ist ein stationärer Aufenthalt in einer Fachklinik meist unerlässlich. Der Sportler hat dort die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, sich ganz auf sich zu besinnen und wieder „heil“ zu werden. „Wenn wir über Heilung sprechen wollen, müssen wir uns zuerst bewusst machen, was Gesundheit bedeutet! Gesundheit ist ein Gleichgewicht zwischen unseren Selbstwerten, Wünschen, Prägungen, Sorgen und Ängsten und unserem physischem Zustand, der geprägt ist von verschiedensten Schwächen, ob angeboren oder geprägt vom Lebensalter und der eigenen Lebensweise. Manchmal braucht es nur ein Wort, eine Umarmung, einen einzigen Augenblick, um jene Harmonie zu erreichen“. Zitat Meister Mintcho

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Biggy verrät: "Und jetzt erst recht...!"

Zu diesem hoch interessanten Thema referiert auf der Tennisredaktion die Expertin Brigitte Neumann. Brigitte Neumann ist diplomierte Mentaltrainerin und psychologische Beraterin mit eigener Praxis in Aschaffenburg. Sie hat jahrelang selbst Erfahrungen als Leistungssportlerin in der Leichtathletik und im Basketball gesammelt. In verschiedenen Sportarten betreut Brigitte Neumann heute Profis und ambitionierte Freizeitsportler im mentalen Bereich. Vielen deutschen Tennisprofis ist sie inzwischen bestens bekannt. Sie arbeitet nach wissenschaftlich überprüften sportpsychologischen Verfahren und nach Methoden der humanistischen Psychologie. Für Brigitte Neumann bedeutet Mentaltraining >Hilfe zur Selbsthilfe<. Der Sportler lernt, selbst Einfluss auf mentale Prozesse zu nehmen. Sie zeigt lösungsorientierte Wege.

Du kennst das sicher: Als junger Spieler hast du einfach versucht, den gelben Ball so gut wie möglich über’s Netz zu spielen und warst total happy, wenn es dir gelungen ist. Ganz besonders glücklich warst du, wenn du einen als spielerisch stärker eingeschätzten Gegner bezwingen konntest. Irgendwann ändert sich die unbeschwerte Einstellung, der Druck vom Trainer, dem Verein oder von den Eltern wächst und die Erwartung von dir selbst an dich steigt. Wenn du einmal unter deinen Möglichkeiten bleibst und deine Chancen nicht nutzen kannst, schämst du dich. Wie oft hören wir die Sprüche: „Da spielt ja meine Oma besser“. „Wäre ich heute bloß im Bett geblieben“. „Heut geht ja gar nichts!“. Was steckt dahinter? Meist die Scham, heute so nicht optimal zu spielen. „Ich kann es doch viel besser – was denken denn die Zuschauer (Trainer, Eltern, Sponsoren) von mir“. Am liebsten möchtest du dich in ein Mauseloch verkriechen. In dieser Situation kannst du jetzt aufgeben, dich weiter selbst beschimpfen, den Zuschauern Grund zum Lästern geben, als geknickter Verlierer vom Platz gehen. Dein Unterbewusstsein bekommt ja auch ständig von dir selbst zu hören, dass du ein Versager bist, und du glaubst irgendwann auch dran. Wenn du dir immer wieder vorsagst, was du NICHT tun sollst, wirst du immer genau das tun, was du eigentlich verhindern willst. Wenn ich dir sage: „Denke jetzt bitte nicht an einen rosaroten Elefant“, dann wirst du ihn vor dir sehen.

Besser wäre Motivation, feuer dich positiv an! Sage dir einen der folgenden Sätze:

„Ok, abhaken, weiter!“ +++ „Ich kann es und ich schaffe es!“ +++ „Komm jetzt, nächster Ball!“ +++ „Jetzt volle Konzentration!“ +++ „Alles noch drin, gib Gas!“ +++ „Nimm dir Zeit!“

In diesem Moment schaltet dein innerer Kritiker ab, das Unterbewusstsein aktiviert den Kampfgeist, die Aufmerksamkeit wird auf den nächsten Ball gelenkt (weg vom Fehler) und du hast die Chance, wieder locker und unverkrampft zu spielen. Trainiere, deine Fehler wegzustecken und immer wieder nach vorne zu schauen und positiv eingestellt weiterzuspielen. Ein Lachen nach einem besonders „blöden“ Fehler kann die Situation entschärfen, den Spannungsknoten lösen und dich wieder auf die Gewinnerstraße bringen. Versuche es! Hab Spaß beim Spielen, nicht nur dann, wenn du gewinnst! Genieße den Wettkampf und freu dich auf die Herausforderung! Wenn du den Platz betrittst solltest du Selbstvertrauen, Energie, Stärke und Kampfbereitschaft ausstrahlen. Bereits beim Einspielen demonstrierst du Sicherheit und Kontrolle. Zeige keine Unsicherheiten! Bemühe dich, schon jetzt deinen inneren Rhythmus zu finden. Ab sofort ist nur noch das Match wichtig, blende alles andere aus. Wenn beim Match etwas nicht klappt, dann versuche etwas anderes. Übernehme von Anfang an die Initiative, sei aufmerksam und nutze die Schwächen deines Gegners. Spiel das, was du am besten kannst, aber habe immer eine Alternative.

Wenn ein Problem auftaucht, dann stell dich der Situation. Jammern nützt nichts!

• Je mehr Menschen gegen dich sind, desto ruhiger und konzentrierter spielst du.
• Je mehr dich dein Gegner provoziert, umso gnadenloser spielst du dein Spiel.
• Je wichtiger der Punkt für den Sieg ist, desto cooler bleibst du.

Je größer der Druck von außen wird, durch das Ergebnis, durch den Gegner oder Menschen am Platzrand, desto ruhiger, gelassener und kampfbereiter musst du werden. Zeige dich gerade bei Rückstand kämpferisch. Sobald der Gegner etwas nachlässt, auch Fehler macht, dann bist du dran. Du hast bis zum verwandelten Matchball die Chance ein Spiel zu gewinnen. Erinnere dich jetzt an die Spiele, in denen du schon einmal einen Rückstand aufgeholt hast. Zeige den Zuschauern, dass du alles gibst um zu gewinnen. Sie werden dich dafür ganz besonders anfeuern und einen Winner-Schlag mit extra Applaus belohnen. Spiele jedes Match mit vollem Einsatz! Und wenn du dann doch verlieren solltest, kannst du aus voller Überzeugung sagen: „Ich habe alles versucht. Der Gegner war heute einfach stärker. Ich weiß, welche Fehler ich im nächsten Training verbessern werde.“

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Biggy verrät: So verhalten sich Tennis-Eltern...

Zu diesem hoch interessanten Thema referiert auf der Tennisredaktion die Expertin Brigitte Neumann. Brigitte Neumann ist diplomierte Mentaltrainerin und psychologische Beraterin mit eigener Praxis in Aschaffenburg. Sie hat jahrelang selbst Erfahrungen als Leistungssportlerin in der Leichtathletik und im Basketball gesammelt. In verschiedenen Sportarten betreut Brigitte Neumann heute Profis und ambitionierte Freizeitsportler im mentalen Bereich. Vielen deutschen Tennisprofis ist sie inzwischen bestens bekannt. Sie arbeitet nach wissenschaftlich überprüften sportpsychologischen Verfahren und nach Methoden der humanistischen Psychologie. Für Brigitte Neumann bedeutet Mentaltraining >Hilfe zur Selbsthilfe<. Der Sportler lernt, selbst Einfluss auf mentale Prozesse zu nehmen. Sie zeigt lösungsorientierte Wege.

Wie kann ich mein Kind in seiner Entwicklung zum (erfolgreichen) Tennisspieler optimal unterstützen? Die Anforderungen an jugendliche Tennisspieler und ihre Eltern steigen ständig. Der sportliche Erfolg des Sportlers ist meist nur mit großem zeitlichen Aufwand und persönlichem Engagement der Eltern möglich. Studien zeigen, dass Kinder, die ihren Sport in einem positiven Umfeld betreiben selbstbewusster, stressresistenter, leistungsfähiger und mental stärker sind. Das Engagement im Leistungssport kann auch negative Auswirkungen mit sich bringen, die die Persönlichkeitsentwicklung und Leistungsbereitschaft der Kids beeinträchtigen können. Ergebnis- und Investitionsdenken, Überidentifikation, Überengagement, Liebesentzug nach sportlichen Misserfolgen, Wettkampf mit Eltern der Gegner aber auch Desinteresse an der sportlichen Entwicklung der jungen Sportler gefährden den Erfolg. Bei den Bemühungen, den Kids den richtigen Weg zu weisen, für sie da zu sein und „alles richtig zu machen“, kommen oft Zweifel an den eigenen Fähigkeiten auf. Im Spagat zwischen Beruf, Familie und gezielter Unterstützung des Sportlers sind viele Mütter und Väter überfordert. Die sportliche Förderung wird zunehmend als stressig und anstrengend empfunden. Eltern ertappen sich dabei, dass sie immer wieder emotional überreagieren. Ein entspannter und lockerer Alltag wird bei steigenden Anforderungen immer schwieriger. Das Organisieren von Schule, Training, Wettkampf und Familienleben ist ein wahrer Balanceakt und erfordert Organisationstalent, starke Nerven und einen realistischen, von allen Beteiligten akzeptierten Plan. Zusätzlich sind Eltern meist Bindeglied zwischen Sportler, Trainer, Verband und ggf. Sponsor. In meiner Arbeit mit Nachwuchssportlern stelle ich immer wieder fest, wie wichtig es ist, Eltern in ihrer Rolle als „Sporteltern“ zu unterstützen. Eines ist ganz klar: Eine „richtige“ Art und Weise der Unterstützung gibt es nicht. Ihr Kind ist ebenso individuell wie es Ihre Unterstützung sein sollte. Im Eltern-Coaching geht es vor allem um bewusstes Sortieren und Überprüfen der eigenen Haltung, der eigenen Sichtweisen und des Verhaltens.

Wenn Sie Ihr Kind optimal betreuen möchten, dann sind das
die wichtigsten Fragen, die Sie sich stellen sollten:


Was sind meine Ziele, meine Erwartungen an die sportlichen Leistungen meines Kindes? +++ Stimmen diese Ziele mit denen meines Kindes überein? +++ Fördere ich mein Kind seines individuellen Leistungsvermögens entsprechend? +++ Bringe ich meinem Kind genügend menschliche Wertschätzung und Zuneigung entgegen? +++ Wieviel Druck/Zwang übe auf mein Kind aus? +++ Vergleiche ich mein Kind in angemessener Weise mit anderen? Welche Maßstäbe lege ich an? +++ Wo erkenne ich überzogene Erwartungen? +++ Wo unterfordere ich mein Kind? +++ In welchen Situationen übertrage ich meine eigenen Ängste auf mein Kind? +++ Wo blockiere ich die Entwicklung meines Kindes? +++ Haben wir mit allen Beteiligten (inkl. Trainer) eine klare Zielvereinbarung getroffen? Haben wir „Spielregeln“ festgelegt? +++ Werden festgelegte Zwischenziele erreicht? +++ Bin ich in einem angemessenen Maß ins Training eingebunden? +++ Wie oft unterhalte ich mich mit dem Trainer meines Kindes? +++ Kann ich den taktischen Anweisungen des Trainers zustimmen, seine Autorität anerkennen? +++ Wie ist mein Konfliktverhalten? Wie kritisiere ich mein Kind, den Trainer? Kann ich Kritik annehmen? +++ Bin ich ein positives Vorbild für mein Kind (im Umgang mit dem Gegner und seinen Eltern, im Verhalten auf dem Platz)? +++ Kann ich die natürlichen Grenzen meines Kindes erkennen und akzeptieren? +++ Wie gehe ich damit um, wenn mal „nichts geht“? +++ Bringe ich genügend Geduld auf oder bin ich auf kurzfristige Erfolge aus? +++ Wie stärke und motiviere ich mein Kind in seinem Vorhaben? +++ Erkenne ich auch kleine Erfolge an? Lobe ich mein Kind? +++ Lasse ich meinem Kind genügend Zeit für Erholung, Entspannung und Spaß? +++ Gebe ich meinem Kind genügend Raum, sich selbst zu entfalten? +++ Was antworte ich, wenn mein Kind mich fragt: Liebst du mich noch, wenn ich verliere“?

Grundlage für eine optimale Unterstützung sind eine ständige Kommunikation und positive Zuwendung. Eine konstruktive Kritik (ohne zu verletzen), Motivation und Aufzeigen von vorhandenen Stärken verhelfen zum Aufbau eines positiven Selbstbilds. Wenn Eltern bemerken, dass der eigene Frust zu ungerechtem Verhalten dem Kind gegenüber führt, sollten sie ihre persönlichen Ziele überprüfen und ggf. anpassen.

Auf einem „Eltern-Coaching-Plan“ könnten die folgenden Themen stehen:


• Selbstreflexion, Selbstmanagement
• Zeitmanagement
• Zielsetzung
• Verantwortungsbereiche festlegen
• Vertrauen aufbauen
• Umfeldmanagement
• Umgang mit Druck und Stress
• Umgang mit Trainern, Verbänden, Sponsoren, Medien
• Verbesserung der Zusammenarbeit
• Krisen- und Konfliktmanagement
• Ansporn, Motivation und Kritik
• Erkennen und Analyse von Körpersprache
• Positives Verhalten am Spielfeld
• Supervision

Ihr Kind braucht Sie. Besonders, wenn es den schweren Weg eines Tennis-Leistungssportlers gehen will. Schenken Sie ihm Ihre Aufmerksamkeit und Geduld. „Wir sollten uns weniger bemühen, den Weg für unsere Kinder vorzubereiten, als unsere Kinder für den Weg“.

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Biggy verrät: So steigerst du dein Selbstvertrauen...

Zu diesem hoch interessanten Thema referiert auf der Tennisredaktion die Expertin Brigitte Neumann. Brigitte Neumann ist diplomierte Mentaltrainerin und psychologische Beraterin mit eigener Praxis in Aschaffenburg. Sie hat jahrelang selbst Erfahrungen als Leistungssportlerin in der Leichtathletik und im Basketball gesammelt. In verschiedenen Sportarten betreut Brigitte Neumann heute Profis und ambitionierte Freizeitsportler im mentalen Bereich. Vielen deutschen Tennisprofis ist sie inzwischen bestens bekannt. Sie arbeitet nach wissenschaftlich überprüften sportpsychologischen Verfahren und nach Methoden der humanistischen Psychologie. Für Brigitte Neumann bedeutet Mentaltraining >Hilfe zur Selbsthilfe<. Der Sportler lernt, selbst Einfluss auf mentale Prozesse zu nehmen. Sie zeigt lösungsorientierte Wege.

Gute Tennisspieler zeichnet oft ein unerschütterliches Selbstvertrauen aus, das auf Vertrauen zu sich selbst und zu den eigenen Fähigkeiten beruht. Es kommt also darauf an, sich seiner selbst, seiner Stärken und Schwächen bewusst zu werden. Ein Mensch mit starkem Selbstbewusstsein verfügt über eine innere Sicherheit, auch in ungewohnten und schwierigen Situationen eine gute Lösung zu finden. Das Selbstbewusstsein beantwortet die Frage: Wer bin ich? Das Selbstvertrauen bezieht sich auf die Frage: Was kann ich? Schreib Dir doch einmal auf, was Deine Stärken sind, Deine Fähigkeiten und Qualitäten. Was Dich als Mensch, als Tennisspieler und als Freund auszeichnet. Wenn Du Dich selbst nicht erkennst, dann frage gute Freunde, Eltern oder Trainer, wie sie dich sehen. Hier einige Möglichkeiten, wie Du Dein Selbstvertrauen besser entwickeln und festigen kannst: Eine gute körperliche Verfassung sichern: „Ich bin fit“, das ist die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg. +++ Wiederholen was Du kannst: „Darauf kann ich mich verlassen, das hab ich drauf!“ Das schafft innere Sicherheit und führt zu realistischer Selbsteinschätzung. +++ Ermuntern, loben (durch den Trainer und sich selbst): „Das kannst Du richtig gut, das hast Du gut gemacht!“ +++ Eigene Erfahrungen machen: Nur wer etwas Neues ausprobiert, immer wieder den Schwierigkeitsgrad des Trainings steigert, auch gegen stärkere Gegner die Herausforderung sucht, bekommt mehr Vertrauen in die eigene Stärke. Erfolgserlebnisse spornen an zur Weiterentwicklung. +++ Anfeuern durch Vergleiche zu anderen: „Wenn der das kann, kann ich das auch!“ +++ Selbstüberzeugung: „Ich habe gut trainiert, ich weiß, was ich kann!“ +++ Selbstsuggestion: „Ich kann es und ich schaffe es!“ Mit diesem positiven, inneren Dialog bringst Du Dich auf die Erfolgsspur. +++ Umgang mit Erwartungsdruck: „Jetzt werde ich zeigen, was ich kann!“ Erfolgsorientierte Spieler werden durch Druck herausgefordert und motiviert. +++ Nicht lange über eigene Fehler grübeln, sondern nach Lösungen suchen und den Fehler verbessern. +++ Visualisierung: Was mache ich beim nächsten Match besser?“ Innere Sicherheit ist die Voraussetzung für Selbstvertrauen. Nur durch Erfolgs- und Anerkennungserlebnisse entwickeln wir eine stabile Persönlichkeit. Mit innerer Sicherheit werden anspruchsvolle Ziele optimistisch verfolgt, Krisen besser gemeistert. Mehr Kreativität, mehr Flexibilität und Leistung.

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Biggy verrät: So funktioniert die Kämpfernatur...

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Was ist eine „Kämpfer-Natur“? Unter „Kämpfer-Natur“ versteht man einen Menschen mit den folgenden Eigenschaften: Willensstark, motiviert, gibt nicht auf, hält durch, beißt sich durch, gibt alles, hat ein hohes Selbstvertrauen, versucht stets sein bestes, verausgabt sich. Daraus folgt, dass mentale Stärke (Kämpfer-Natur), durch eine Kombination von Motivation und Konzentration erreicht wird. Der mental starke Spieler verhält sich im Turnier hoch motiviert und hoch konzentriert. Und er bleibt auch bei eventuell auftretenden Problemen in diesem optimalen Leistungszustand. Er bleibt mental stark, weil er sich selbst nach Niederlagen wieder motivieren kann, weil er weiß, wie er nach einem Verlust der Konzentration wieder zur optimalen Konzentration findet. Mentale Stärke beruht auf der tiefen Überzeugung, es drauf zu haben, egal wie schlecht es im Match um einen steht. James E. Loehr definiert es so: „Mentale Stärke ist die Fähigkeit, sich ungeachtet der Wettkampfbedingungen an seiner oberen Leistungsgrenze zu bewegen“. Da die Wettkampfbedingungen durch ihren Prüfungs-Charakter eine zusätzliche Belastung für den Sportler darstellen, bedarf es mentaler Stärke, um diese Bedingungen quasi zu neutralisieren und damit in einen optimalen Leistungszustand zu gelangen. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass die Wettkampfsituation eine Leistungsmindernde Wirkung auf den Sportler hat. Ob wir unsere im Training angeeignete Leistung im Wettkampf wiederholen können, hängt vor allem davon ab, inwieweit wir davon überzeugt sind, diese Leistung zu beherrschen. Der Glaube an sich selbst entsteht aus der Überzeugung, hart trainiert zu haben und dem genauen Wissen um die eigenen Stärken. Und es muss dem Sportler bewusst sein, dass das Leben selbst bei einem totalen Versagen weiter geht, dass Siege genauso zum Sport dazu gehören wie Niederlagen. Nur derjenige der auch Niederlagen erlebt und weg gesteckt hat, hat auch wirklich Siege verdient. „Misserfolg ist immer ein Bestandteil des Erfolges“ (Erik Weihenmayer, der als Blinder die sieben welthöchsten Berggipfel bestieg).

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