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Biggy verrät: Burn Out? Beuge vor... Zu diesem hoch interessanten Thema referiert auf der Tennisredaktion die Expertin Brigitte Neumann. Brigitte Neumann ist diplomierte Mentaltrainerin und psychologische Beraterin mit eigener Praxis in Aschaffenburg. Sie hat jahrelang selbst Erfahrungen als Leistungssportlerin in der Leichtathletik und im Basketball gesammelt. In verschiedenen Sportarten betreut Brigitte Neumann heute Profis und ambitionierte Freizeitsportler im mentalen Bereich. Vielen deutschen Tennisprofis ist sie inzwischen bestens bekannt. Sie arbeitet nach wissenschaftlich überprüften sportpsychologischen Verfahren und nach Methoden der humanistischen Psychologie. Für Brigitte Neumann bedeutet Mentaltraining >Hilfe zur Selbsthilfe<. Der Sportler lernt, selbst Einfluss auf mentale Prozesse zu nehmen. Sie zeigt lösungsorientierte Wege.
Wie kann ich im Sport Leistung bringen ohne auszubrennen? Das Burn-Out-Syndrom ist oft der Grund, warum Tennisspieler ihren geliebten Sport nicht mehr ausüben wollen. Burn-Out ist das Gefühl ausgelaugt und ausgebrannt zu sein. Man fühlt sich erschöpft, müde, überfordert, nichts klappt mehr. Ohne die geeigneten Maßnahmen führt dieser Zustand zu Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung bis hin zur Depression. Solche Phasen hat jeder Mensch einmal. Das Syndrom liegt also noch nicht vor, wenn Du einmal keine Lust zum Trainieren hast, über einen begrenzten Zeitraum nicht die optimale Leistung bringst oder nach einer harten Saison Lust auf einen ausgiebigen Urlaub hast. Wer ausgebrannt ist, muss einmal „entflammt“ gewesen sein, begeistert, motiviert, bereit zum Durchhalten und Kämpfen. Burn-Out passiert langsam und schleichend, oft unbemerkt. Zuerst ist der Sportler enthusiastisch, engagiert, euphorisch. Keine Trainingseinheit ist zu lang, man will immer nur der Beste sein, gibt alles. Nach der Anfangseuphorie folgt die Realität, der Alltag. Der Reiz des Neuen ist verblasst, eine rasante Leistungssteigerung ist nicht mehr möglich, die großen Erfolge bleiben aus. In dieser Phase ist es wichtig, sich kurzfristige Ziele zu setzen, die auch Erfolg versprechen und erreichbar sind. Oft denken wir, die Erfolgsleiter ginge immer weiter steil nach oben. Wir verlieren den Blick auf die kleinen Erfolgserlebnisse. Irgendwann tritt dann eine Stagnation ein. Wir fragen uns ob wir gut genug sind um unsere Ziele zu erreichen, ob sich der gebrachte Einsatz wirklich lohnt, ob wir genug Anerkennung für die Schufterei bekommen. In dieser Phase spielen wir nur noch verkrampft, versuchen eine Durchhaltetaktik zu entwerfen, trainieren immer mehr (aber oft ohne Engagement und Freude), haben kaum noch Spaß am Sport. Auf andere wirken wir gestresst und unausgeglichen. Die erhofften Erfolgserlebnisse bleiben wegen des hohen Anspruchs und der eigenen Nervosität aus oder werden von uns gar nicht mehr wahrgenommen. Wir fühlen uns entmutigt, erschöpft und resignieren. Oft sind wir verletzungsanfällig weil der Körper überfordert ist. In dieser Phase hilft ein Urlaub, eine Auszeit vom Sport oder ein völlig anderer Trainingsort, Ruhe und Abwechslung. Stressbewältigung und Entspannungstraining sind jetzt angesagt. Ohne Hilfe geraten wir in die Phase der Frustration. Wir sind tief enttäuscht, wir verleugnen unsere Ziele, wirken negativ, haben zu nichts mehr Lust. In diesem Zustand sollten wir uns ernsthaft mit dem Ausstieg aus unserem Sport beschäftigen oder überlegen die Sportart zu wechseln. Beuge vor - unternimm etwas abseits des roten Aschenrechtecks! Du kannst diesem schleichenden Verlauf vorbeugen, indem Du neben Deinem Sport auch andere Interessen hast, mit Freunden ausgehst, die kein Tennis spielen. Während der Wettkampfphase musst Du natürlich professionell arbeiten, aber wenn Du am nächsten Tag kein Match spielst, darfst Du auch mal „ausflippen“, Spaß haben. Vielleicht hast Du Dich auch überschätzt oder stehst durch äußere Umstände (Eltern, Trainer, Verband, Sponsoren) unter extremem Druck. Jeder, der seinen Sport ernst nimmt und mit Begeisterung ausübt, kann ausbrennen. Deshalb solltest Du nach den Regeln des „balanced life“ vorgehen, also Anforderung und Erholung gleichmäßig beachten. Wichtig ist, dass Du Deinem strapazierten Körper immer wieder Zeit zum Entspannen gibst, regelmäßig in die Sauna und zur Massage gehst, andere Sportarten (Fußball, Basketball, Schwimmen, Radfahren) ohne Leistungsanspruch ausübst. Richtiges Erholen will gelernt sein. Oft entscheidet Deine Fähigkeit, Dich körperlich, mental und emotional zu erholen über Sieg oder Niederlage. Du musst die Bedeutung der Erholung für den Erfolg im Match verstehen, die Anzeichen für den Bedarf an physischer und mentaler Erholung erkennen und die Gelegenheit dazu zwischen den Wettkämpfen nutzen. Ein spezielles Entspannungstraining hilft während der Turniersaison körperliche und seelische Verspannungen und Verkrampfungen zu lösen, Stress abzubauen und gelassener zu werden. Ein Mentaltrainer kann Dich dabei professionell unterstützen. „Ein Stück des Weges liegt hinter Dir, ein anderes Stück hast Du noch vor Dir. Wenn Du verweilst, dann nur, um Dich zu stärken, nicht aber um aufzugeben“. Augustinus
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01.12.2009 - 00:00 Uhr |
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Biggy verrät: Das Geheimnis vom Teamgeist... Zu diesem hoch interessanten Thema referiert auf der Tennisredaktion die Expertin Brigitte Neumann. Brigitte Neumann ist diplomierte Mentaltrainerin und psychologische Beraterin mit eigener Praxis in Aschaffenburg. Sie hat jahrelang selbst Erfahrungen als Leistungssportlerin in der Leichtathletik und im Basketball gesammelt. In verschiedenen Sportarten betreut Brigitte Neumann heute Profis und ambitionierte Freizeitsportler im mentalen Bereich. Vielen deutschen Tennisprofis ist sie inzwischen bestens bekannt. Sie arbeitet nach wissenschaftlich überprüften sportpsychologischen Verfahren und nach Methoden der humanistischen Psychologie. Für Brigitte Neumann bedeutet Mentaltraining >Hilfe zur Selbsthilfe<. Der Sportler lernt, selbst Einfluss auf mentale Prozesse zu nehmen. Sie zeigt lösungsorientierte Wege.
Wir sind ein erfolgreiches Team! Mit Teamgeist und optimaler Motivation zu starker Mannschaftsleistung Was ist ein Team? Unter einem Team versteht man den Zusammenschluss von mindestens zwei Individuen zur gemeinsamen Zielerreichung. Im Tennis wird die Leistung der Einzelsportler zu einer Teamleistung addiert. Außer im Doppel, wo es wichtig ist, tatsächlich aufeinander eingespielt zu sein. Tennisspieler brauchen die Konkurrenzsituation, um wirklich erfolgreich zu spielen und ALLES aus sich herauszuholen. Trotzdem kann gegenseitige Unterstützung unter Mannschaftskollegen eine Leistungssteigerung bewirken. Die erste Voraussetzung zum Mannschaftserfolg ist die gemeinsame Zielsetzung. Nur wenn alle Mitglieder das gleiche Ziel vor Augen haben, sich damit identifizieren können, werdet Ihr auch dafür kämpfen. Wichtig also, dass Eure Mannschaft gemeinsam ein Saisonziel herausarbeitet, das für alle realistisch und erreichbar ist, aber auch anspornend und mit Anreiz für jeden Spieler. Jeder Spieler hat seine ganz persönlichen Stärken, für die er geschätzt wird, und Schwächen, die innerhalb der Mannschaft akzeptiert werden. Jeder sollte eine unterschiedliche Meinung äußern können. Ganz normal ist, dass immer wieder Konflikte auftreten. Deshalb solltet Ihr auf einen konstruktiven, respektvollen und lösungsorientierten Umgang damit achten. Vor allem nach Niederlagen darf es nicht zu offenen oder verdeckten Schuldzuweisungen kommen, die den Teamgeist untergraben und Motivation verhindern. Als Berater während des Matchs sollte nur der Mannschaftskollege eingesetzt werden, dessen Rat der Spieler auch akzeptieren und annehmen kann. Auf keinen Fall darf der Betreuer seine eigene Erregung nach außen zeigen. Er sollte auf den Spieler einen beruhigenden, motivierenden Einfluss haben. Ein vertrauensvolles Miteinander ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Coaching. Grundsätzlich darf während des Spiels nur positiv bewertet und gelobt werden, gute Aktionen herausgestellt werden. Tipps für Veränderungen sollten nur positiv geäußert werden, erklärt werden, wie es der Spieler besser machen kann. Statt: Spiel nicht immer auf die Vorhand - Besser: Spiel ihn mehr auf der Rückhand an +++ Statt: Deine Rückhand kommt nicht - Besser: Deine Vorhand ist super, setze sie mehr ein +++ Statt: Dein Ballwurf ist zu niedrig - Besser: Versuch mal, den Ball höher zu werfen +++ Statt: Sei doch nicht so nervös - Besser: Komm konzentriere dich jetzt +++ Statt: Pass auf, gleich ist der Satz weg - Besser: Komm, greif an, gib alles, du schaffst es +++ Statt: Bist du müde? - Besser: Kann ich dir eine Banane/Wasser holen? Mit dem gemeinsamen Feiern eines Sieges steigert sich das Wir-Gefühl. Gegenseitiges Lob bitte immer ehrlich und aufrichtig. Nur dann ist es auch Motivation für den Erfolg. Das gemeinsame Ziel darf nicht verloren gehen, kann aber bei Bedarf angepasst werden (z.B. wenn der Topspieler verletzt ist), wenn es realistisch nicht mehr erreichbar ist. „Zusammen-kommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.“ Henry Ford
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