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„Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen...“ London. Daniel Brands hat am Mittwoch in Wimbledon für eine kleine Sensation gesorgt. Der 22jährigeaus Bogen in Niederbayern, der erstmals überhaupt bei den traditionsreichen All England Championships dabei ist, besiegte den Weltranglistenfünften Nikolay Davydenko 1:6, 7:6, 7:6, 6:1. Brands (ATP-Platz 98) zog damit nach Florian Mayer (ATP 59) und Philipp Kohlschreiber (ATP 35) als dritter deutscher Profi in die Runde der besten 32 ein. Mayer hatte sich am frühen Mittwochnachmittag gegen den US-Amerikaner Mardy Fish mit 6:7(2), 6:3, 6:4, 6:4 durchgesetzt. Wenige Stunden später folgte ihm Philipp Kohlschreiber nach einem 7:6, 5:7, 2:6, 7:6, 9:7-Fünfsatzkrimi über den Russen Teimuraz Gabashvilli. Wir sprachen mit Daniel Brands über seine Erfahrungen in Wimbledon, die Erfüllung eines großen Traums und ein unmenschliches Spiel auf dem Nachbarplatz.
Daniel Brands, wie bewerten Sie ihren Sieg gegen Davidenko am Tag danach? Daniel Brands: Ich habe zuvor bei einem Grand-Slam-Turnier noch nie eine Runde gewonnen, und jetzt gleich zwei. Und dann auch noch gegen einen Spieler, der unter den besten Fünf der Welt steht. Das ist daher mit Sicherheit der größte Erfolg in meiner bisherigen Profikarriere. +++ Dabei sah es im ersten Satz nicht danach aus. Daniel Brands: Ja, ich war am Anfang des Matches viel zu nervös und total hektisch. Im zweiten Satz habe ich versucht, mir mehr Zeit zu lassen und auch mehr Tempowechsel einzustreuen. Das hat dann zum Glück ziemlich gut geklappt und war letztlich der Schlüssel zum Erfolg. +++ Waren Sie am Anfang vielleicht auch von der besonderen Wimbledon-Atmosphäre ein wenig zu stark beeindruckt? Daniel Brands: Mit Sicherheit. Es ist ja das größte und traditionsreichste Turnier der Welt, und das merkt man unterbewusst auch, wenn man auf den Platz geht. Die ganze Atmosphäre hier ist schon etwas Besonderes, angefangen bei den Zuschauern bis zu den Umkleiden. Ich kann das jetzt schlecht beschreiben – das muss man als Spieler einfach mal erlebt haben. +++ Ist für Sie damit auch ein Traum in Erfüllung gegangen? Daniel Brands: Ja, weil ich schon immer einmal in Wimbledon spielen wollte. Und jetzt stehe ich am Freitag gegen den Rumänen Victor Hanescu in der dritten Runde. Damit hatte ich vor dem Turnier nicht gerechnet – aber man kann sich Gott sei Dank ja auch mal täuschen. +++ Wie stellen Sie sich jetzt auf das Match gegen Hanescu ein? Schließlich ist er mit 1,98 m ja noch zwei Zentimeter größer als Sie. Daniel Brands: Das wird mit Sicherheit ein komplett anderes Spiel als gegen Davydenko. Ich habe zwar noch nie gegen Hanescu gespielt, aber er schlägt wie ich ziemlich gut auf, und ich muss schon damit rechnen, dass mir einige Asse um die Ohren fliegen. Es wird schwer, aber wenn ich es schaffe, meine beste Leistung abzurufen, habe ich auch gegen ihn eine Chance. Und vielleicht können mir Philipp oder Flo ja noch den einen oder anderen Tipp gegen, die haben ja schon gegen ihn gespielt. +++ Wie sieht Deine Vorbereitung auf das Match noch aus? Daniel Brands: Ich fahre jetzt vom Hotel auf die Anlage und werde mit meinem Coach Markus Wislsperger noch eine Stunde trainieren und mich danach noch vom Physio massieren lassen. Danach enstpanne ich mich im Hotel ein wenig und bereite mich schon mental auf meinen Einsatz morgen vor. Wann und auf welchem Court mein Spiel angesetzt sein wird, erfahre ich dann heute Abend. +++ Haben Sie denn gestern etwas von den historischen Match zwischen John Isner und Nicolas Mahut mitbekommen, die beim Stand von 59:59 im fünften Satz das Match abgebrochen haben – nach einer Gesamtspielzeit von zehn Stunden? Daniel Brands: Ich habe es in er Umkleidekabine am Fernseher gesehen. Was die beiden geleistet haben, ist Wahnsinn, einfach unvorstellbar, unmenschlich. Das kann man nicht erklären, wie man eine solche Leistung absolvieren kann. Und es geht ja heute noch weiter. Der Sportsender „Sport1“ überträgt die 124. All England Championships täglich live aus Wimbledon.
24.06.2010 - 15:42 Uhr |
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Kühnen im Interview: „Südafrika hat nichts zu verlieren“ Hamburg. Vom 17. bis 19. September spielt das deutsche Davis Cup Team zuhause gegen Südafrika um den Verbleib in der Weltgruppe. Im Interview warnt Teamchef Patrik Kühnen davor, den Gegner vom Kap zu unterschätzen und äußert sich zu der Wahl des Belages sowie zur aktuellen Situation im deutschen Herrentennis. Im September spielt die deutsche Davis Cup Mannschaft zum ersten Mal seit vier Jahren wieder um den Verbleib in der Weltgruppe.
Gibt es ein "Abstiegsgespenst", das seit der 1:4-Erstrundenniederlage in Frankreich umgeht? Patrik Kühnen: Nein, überhaupt nicht. Natürlich ist die Relegation mit einem gewissen Druck verbunden, schließlich geht es um viel. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir die Aufgabe gegen Südafrika lösen können. Beim diesjährigen ARAG World Team Cup ist das deutsche Team mit Gruppenplatz drei leider hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Hast Du aus den Tagen in Düsseldorf irgendetwas für die bevorstehende Relegationspartie gegen Südafrika mitnehmen können? Zwischen dem World Team Cup und der Davis Cup Play-off-Runde liegen vier Monate, das ist viel Zeit. Bei der Dichte der deutschen Spieler in der Rangliste bleibt erst einmal abzuwarten, wie die nächsten Wochen laufen und vor allem, wie die Spieler vor der Davis Cup Woche in Form sind. Das ist im Hinblick auf das Spiel gegen Südafrika wichtiger und aufschlussreicher als unser Auftritt in Düsseldorf. +++ Nach der Auslosung der Davis Cup Play-off-Runde haben die Medien von einem Glückslos für die deutsche Mannschaft gesprochen. Siehst Du das auch so? Patrik Kühnen: Ich habe immer von einem annehmbaren Los gesprochen. Natürlich sind wir das favorisierte Team und haben den Heimvorteil. Aber Südafrika hat zum Beispiel mit Kevin Anderson einen Spieler, der sehr aufschlagstark ist und schon bei einigen Turnieren für Überraschungen gesorgt hat. Deshalb werden wir die Partie sehr konzentriert angehen. Wir haben den notwendigen Respekt vor unserem Gegner, sind aber auch selbstbewusst und wissen, dass wir gute Chancen haben, zuhause gegen Südafrika zu gewinnen. +++ Warum darf man das südafrikanische Team nicht unterschätzen? Was sind ihre Stärken? Patrik Kühnen: Neben Kevin Anderson haben die Südafrikaner mit Wesley Moodie einen Top-10-Doppelspieler in ihren Reihen, der bereits Wimbledon gewonnen hat und bei den French Open im Finale stand. Moodie war auch 2005 bei unserem letzten aufeinandertreffen in Johannesburg mit dabei, als wir nur knapp mit 3:2 gewonnen haben. Im September kommt Südafrika als ein Team, das nichts zu verlieren hat. Das wissen wir und werden uns darauf einstellen. +++ Hast Du schon eine Vorstellung, auf welchem Belag die Partie ausgetragen werden soll? Welcher Untergrund könnte dem deutschen Team einen Vorteil bzw. den Südafrikanern einen Nachteil verschaffen? Patrik Kühnen: Momentan gehen die Gedanken dahin, dass wir auf Sand spielen. Wir haben starke Sandplatzspieler in unseren Reihen, das hat nicht zuletzt unser Auftritt in Marbella gezeigt. Ich habe in der Zwischenzeit mit einigen Spielern gesprochen und insgesamt herrscht die Meinung vor, dass wir gegen Südafrika auf Sand die besten Chancen haben. +++ Wie bitter ist es, dass Du bei Deinen Planungen für die Partie im September wohl auf einige der deutschen Leistungsträger verzichten musst? Patrik Kühnen: Das muss man akzeptieren und nach vorne schauen. Wir werden so oder so mit dem bestmöglichen Team antreten und ich bin der festen Überzeugung, dass wir Ausfälle durch mannschaftliche Geschlossenheit kompensieren können und als Team stark genug sein werden, um Südafrika zu schlagen. +++ Wie siehst Du die aktuelle Situation im deutschen Herrentennis, nachdem das vergangene Jahr nach einigen bemerkenswerten Erfolgen, mit zehn deutschen Profis in den Top 100 und mit dem dritten Davis Cup Viertelfinale in Folge geendet ist? Patrik Kühnen: In den Regionen jenseits der Top 30 sind wir sehr gut aufgestellt. Hier haben wir eine große Anzahl von Spielern und es gibt einige Tennisnationen, die uns darum beneiden. Nach wie vor muss es aber das Ziel sein, dass sich der ein oder andere in der Weltrangliste weiter in Richtung Spitze vorarbeitet. Das ist wichtig für die Entwicklung des einzelnen Spielers, für das Davis Cup Team und für die Wahrnehmung des deutschen Tennis in der Öffentlichkeit.
08.06.2010 - 15:20 Uhr |
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Andreas Beck nimmt Training in Halle auf... HalleWestfalen. Tennisprofi Andreas Beck will an bessere Zeiten anknüpfen. Die lange Durststrecke der Erfolglosigkeit soll bei den GERRY WEBER OPEN beendet werden und zweifelsohne liegt das ATP-Rasentennisturnier in HalleWestfalen dem Düsseldorfer Bundesligaspieler. Der 24jährige Ravensburger spielte sich zweimal in das Viertelfinale (2008 und 2009) und hofft bei seiner dritten Teilnahme, für die er von Turnierdirektor Ralf Weber (46) eine Wild Card erhielt, auf einen erneuten Einzug in die Runde der letzten Acht. Vor zwei Jahren beendete der US-Amerikaner James Blake (ATP Weltrangliste 83) und im vergangenen Jahr sein Davis Cup-Kollege Philipp Kohlschreiber (ATP 35) den Traum von einem Halbfinale im GERRY WEBER STADION. Doch diese Erfolge erneut siegesgewillt ins Auge zu fassen, damit tut sich der 1,90 Meter große Schlacks noch schwer. Eine folgenschwere Verletzung zwang den gebürtigen Weingartener zu pausieren und dies zu einer Zeit, als er seine bis dato erfolgreichste Saison auf der ATP World Tour absolvierte: Im November 2009 wurde Beck im ATP-Ranking auf Rang 33 geführt, mit steigender Tendenz. Eine sportliche Erfahrung, die Andreas Beck nun hinter sich lassen will. Das spielerische Potenzial hat der Davis Cup-Spieler, jedoch mangelt es noch an der notwendigen Konstanz, um bald wieder zu den Top 30 der Welt. Aktuell wird der von Carsten Arriens trainierte Linkshänder zwar nur auf Position 74 geführt. Am Mittwoch, denm 2. Juni führte Beck nach seinem >Check In< im GERRY WEBER Sportpark Hotel (HalleWestfalen) ein Mediengespräch ab und dabei sprach er über persönliches Pech, leidvolle Monate und seine Zielsetzung für die Tennissaison 2010.

Herr Beck, die Gerry Weber Open in HalleWestfalen und die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika stehen unmittelbar bevor. Andreas Beck den Tennisspieler kennen wir, den Fußballer mit selbigem Namen auch. Gibt es eine Beziehung? Andreas Beck: „Nein, es gibt keine Beziehung (schmunzelt). Und ehrlich gesagt, habe ich auch keinen persönlichen Kontakt zu meinem Namensvetter. Aber mein Augenmerk liegt nun auf dem Tennisspielen. Ich freue mich wieder in Halle zu sein.“ +++ Gleichwohl gestatten Sie bitte nochmals einen Vergleich. Der Fußballer Beck wurde nicht für Südafrika nominiert, ein schmerzlicher Augenblick im Leben eines Sportlers. Sie hingegen wurde durch eine Verletzung zum Pausieren gezwungen. Was war passiert? Andreas Beck: „Die Verletzung kam plötzlich und es war Pech, persönliches Pech. Ich hatte eine chronische Entzündung am Ellenbogen und ich gab mein Comeback erst in Indian Wells.“ +++ Die Verletzung geschah zu einem Zeitpunkt, als Sie Ihre beste Tennissaison gespielt haben? Andreas Beck: „Das letzte Jahr war ein sehr gutes Jahr für mich, habe mich bis auf Platz 33 vorspielen können. Und dann hat es mich leider getroffen. Ich habe lange mit den Ärzten gesprochen, aber man kann den Körper auch nicht steuern. Jetzt gibt es keine Bedenken wegen eines Rückfalles. Ich arbeite täglich mit einem Physiotherapeuten zusammen.“ +++ Was haben sie in den fünf Leidensmonaten gemacht? Andreas Beck: „In den ersten fünf Wochen bin ich bei Klaus Eder in Donaustauf gewesen und danach war ich fast vier Monate in München bei Dr. Müller-Wohlfahrt und habe mich dort behandeln lassen….die Wochenenden habe ich zu Hause bei der Familie verbracht. Die Prognose der Ärzte zu meiner Verletzung war, dass man es in den Griff kriege, aber es dauere eben.“ +++ Wie schmeckt nun die Rückkehr in den Tenniszirkus. Die ersten Auftritte waren nicht überzeugend, oder? Andreas Beck: „Ich freue mich wieder dabei zu sein, einfach wieder Kollegen und Freunde zu treffen. Ich war auch darauf vorbereitet, dass es nicht sofort gut läuft. Das muss man akzeptieren. Ich muss Geduld haben.“ +++ In ein paar Tagen starten die Gerry Weber Open. Sie spielten in den vergangenen beiden Jahren ein erfolgreiches Turnier und scheiterten jeweils erst im Viertelfinale. Mögen Sie das Tennisspiel auf Rasen und kann dies ein Problem für Ihren Arm bedeuten? Andreas Beck: „Nein, der Rasen schadet meinem Arm nicht und ich mag es auf Rasen zu spielen, es ist schön und der Spielbelag ist schnell. Das kommt auch meiner offensiveren Spielweise zu Gute.“ +++ Wie sehen Ihre Erwartungen für die kommende Turnierwoche aus. Das Teilnehmerfeld des ATP-Tennisturniers wartet mit drei Top-Ten-Spielerin auf. Haben Sie Angst vor großen Namen? Andreas Beck: „Ich werde von Runde zu Runde denken und möchte wieder natürlich wieder konstant gutes Tennis spielen. Respekt habe ich vor allen Spielern des Teilnehmerfeldes und man muss jeden Gegner ernst nehmen, besonders natürlich Roger Federer und auch Robin Söderling. Jedoch ist das Spiel auf Rasen auch tagesformabhängig.“ +++ Wie sieht Ihre weitere sportliche Zielsetzung für die Saison 2010 aus? Andreas Beck: „Ich will mich an die Top 30 heran spielen und noch weiter nach vorne, wenn möglich. Zudem will ich gutes und konstantes Tennis spielen und gesund bleiben. Ich habe in letzter Zeit sehr viel Fitness-Training gemacht und schon nach einiger Zeit wurde mein Gesundheitszustand besser, was mich aufgebaut hat.“ +++ Wohin werden sie nach dem Turnier in HalleWestfalen reisen? Andreas Beck: „Erst einmal nutze ich die Gerry Weber Open, um Spielpraxis zu sammeln und ich will möglichst viel trainieren, da die Bedingungen hier in Halle optimal sind. Dann geht es weiter, entweder nach Eastbourne oder s‘-Hertogenbosch. Im Anschluss folgt Wimbledon. Danach wieder auf Sand, denn die Rasensaison ist ja leider so kurz.“
04.06.2010 - 07:50 Uhr |
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Kournikova: „Deutschland ist eine große Tennisnation!" HalleWestfalen. Schon seit Jahren spielt Anna Kournikova nicht mehr auf der Profi-Tour. Doch aufgehört, den Tennissport zu lieben, hat die heute 28-jährige Werbe-Ikone nicht. Die russische >Tennis-Schönheit< ist weltweit ein gern gesehener Gast weltweit, so auch bei der diesjährigen Warsteiner Champions Trophy (Samstag, 5. Juni 2010 / Beginn 17 Uhr), die den Auftakt zu den 18. GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen bildet. Zum zweiten Mal wird sie Haller Grün betreten und an der Seite von Davis Cup-Spieler Nicolas Kiefer gegen Deutschlands einstige Juniorinnen-Nummer eins, Scarlett Werner, und Österreichs Tennislegende Thomas Muster für unterhaltsame Augenblicke in der Tennisarena GERRY WEBER STADION sorgen. Im Interview mit dem Mediendienst der GERRY WEBER OPEN sprach die im US-amerikanischen Sonnenstaat Florida lebende Russin über ihren Rückzug von der Profi-Tour, ihrer ungebrochenen Verbundenheit zum Tennissport und über ihre Rückkehr nach HalleWestfalen.

Jeder weiß, dass Sie seit Jahren nicht mehr auf der Profi-Tour spielen. Warum haben Sie bis zum heutigen Tag nie Ihren offiziellen Rücktritt erklärt. Anna Kournikova: „Es ist richtig, dass ich niemals meinen Rückzug bekanntgegeben habe. Ich wollte daraus keine große Sache machen, dass ich nicht mehr spiele, und zunächst musste ich auch pausieren, aufgrund meines chronischen Rückenproblems.“ +++ Schwelgen Sie noch in Erinnerungen aus der Vergangenheit. Was war Ihr größtes Erlebnis auf der WTA-Tour? Anna Kournikova: „Ich war sehr gerne auf der Tour und ich habe wirklich jeden Moment genossen, insbesondere die Grand Slam-Turniere. Ich war noch ziemlich jung, als ich auf der Tour gespielt habe und von daher glaube ich, dass es für mich einfacher war, diese Erfahrungen wirklich genießen zu können.” +++ Mittlerweile haben Sie weltweit zahlreiche Showmatches und Charity-Turniere bestritten. Sind diese Veranstaltungen ein gleichwertiger Ersatz? Anna Kournikova: „Ich liebe es, auf dem Platz zu stehen, und seitdem ich nicht mehr leistungsorientiert auf der Tour sein kann, sind diese Matches eine perfekte Möglichkeit für mich, weiterhin mit dem Tennis verbunden zu bleiben und meine spielerischen Fähigkeiten Aufrecht zu halten und natürlich um konkurrenzfähig zu bleiben.“ +++ Im vergangenen Jahr hatten Sie Ihren ersten Auftritt in HalleWestfalen und spielten an der Seite von Nicolas Kiefer im Mixed-Duell auf Rasen. Nun werden Sie erneut dort und anschließend in Wimbledon aufschlagen. Lieben Sie es, auf Rasenbelag zu spielen? Anna Kournikova: „Ich freue mich sehr darauf, in diesem Jahr wieder in Halle zu spielen. Deutschland ist eine große Tennisnation und ich bin ganz aufgeregt, erneut mit Nicolas spielen zu können und natürlich freue ich mich, auch wieder in Wimbledon zu sein. Der Rasen ist mein absoluter Lieblingsbelag. In Wimbledon werde ich mit Martina Hingis ein Team bilden und das heißt, dass wir eine Menge Spaß haben werden.“ +++ Ihre Kontrahenten bei der Warsteiner Champions Trophy werden Thomas Muster und Scarlett Werner sein. In Scarletts Jugendzeit war sie die einstige Nummer eins in Deutschland und in Folge dessen wurden Sie von zahlreichen deutschen Tagezeitungen als Wunderkind tituliert. Zudem wurde sie schon als Nachfolgerin von Steffi Graf in Betracht gezogen. Kennen Sie Scarlett Werner persönlich und was halten Sie von Ihrem Comeback-Versuch auf der WTA-Tour? Anna Kournikova: „Leider kenne ich Scarlett noch nicht persönlich. Sie ist ja auch ein bisschen jünger als ich und zusammengespielt haben wir bisher auch nicht. Aber dies wird sich in gut zwei Wochen ändern und ich freue mich darauf, sie kennenzulernen. Ich wünsche ihr alles Gute.“
22.05.2010 - 09:40 Uhr |
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Rainer Schüttler enttäuscht: Tel Aviv statt München... Waltrop-Elmenhorst. Rainer Schüttler blickt auf zwei erfolgreiche Challengerwochen zurück, die ihn um zwanzig Plätze im ATP-Ranking nach oben klettern ließen. In dieser Woche schlägt er in Israel auf, seine Freunde warten bei den BMW Open in München vergeblich auf ihn. Rainer Schüttler sagt im Interview mit TENNISREDAKTION.de, warum er diese Woche nicht beim Iphitos serviert und weshalb ihn das verärgert...
Rainer, erst Finale in Athen, dann auf Rhodos... Rainer Schüttler: Ja, das waren zwei gute Wochen für mich. Insbesondere auf der Olympiaanlage in Athen habe ich mich wohl gefühlt und gutes Tennis gespielt. Im Finale gegen meinen Freund Rendy war das Match bis zum 3:3 im dritten Satz sehr offen, ich hatte viele Chancen, um die Partie vorzeitig schon zu gewinnen. Aber Rendy hat super gekämpft und am Schluss hatte er die Nase vorn. +++ Rainer, dank deiner starken Leistungen geht es seit zwei Wochen jeweils um satte 10 Plätze nach oben in der Weltrangliste... Rainer Schüttler: Ja, das kann gerne so bleiben. Aber das waren schon zwei harte Wochen, eine Menge Matches. Mal sehen, wie ich das die nächsten Wochen hin bekomme. +++ Wie waren denn die Reisen in den letzten zwei Wochen? Keine Probleme mit den Flügen? Rainer Schüttler: Doch, das war stressig. Ich wollte mit meinem Coach Dirk Hordorff am Freitag vor Turnierbeginn nach Athen fliegen, aber dann wurde alles gecancelt. Jeden Tag hatten wir Flüge, alles schon überlegt, mit dem Zug über Rom, mit dem Auto, mit dem Privatflieger. Täglich haben Benni Becker, Philipp Petzschner, Marco Chiudinelli und Björn Phau telefoniert und sich gegenseitig informiert über die aktuelle Situation, wir alle hatten dasselbe Problem: Wie kommt man nach Athen? Letztendlich habe ich dann von Stuttgart aus am Dienstagmorgen mit German Wings einen Flug bekommen. +++ Nun geht es für dich nach Israel. Nach zwölf Jahren bist du erstmalig nicht beim Iphitos-Turnier in München. Was ist da los? Rainer Schüttler: Ja, das war schon etwas Neues. Viele Freunde haben mich angerufen und verwundert gefragt, warum ich nicht beim Iphitos aufschlage. Aber ich war schon etwas verärgert, dass der Veranstalter mir keine Wildcard in Aussicht gestellt hatte und Patrik Kühnen als Turnierdirektor anderen Spielern den Vorzug gab. Ich hoffe, dass ich das mal nach meiner Tenniskarriere anders machen werde. +++ Das klingt nach Verärgerung... Rainer Schüttler: Ein bisschen schon. Weißt du, ich habe viele Freunde in München, die das natürlich nicht verstehen können. Aber da wird es wohl andere Gründe geben, die Patrik dazu bewogen haben. Das ist seine Sache und ich will mich dazu auch nicht weiter äußern. Auf jeden Fall werde ich die Zeit in Israel genießen und versuchen, auch hier gut zu spielen. +++ Am Anfang der Saison lief es nicht ganz so gut für dich... Rainer Schüttler: Ja, leider haben mich verschiedene Infekte erwischt, ich musste mehrmals Antibiotikakuren machen, meine Kiefernebenhöhlen waren verstopft und eine Grippe nach der anderen hat mich gepackt, zuletzt in Miami, nachdem ich mich dort qualifiziert habe. Jetzt scheint die Sache aber hoffentlich überwunden und ich fühle mich langsam wieder fit. +++ Was sind die weiteren Stationen für dich? Rainer Schüttler: Jetzt noch die Challenger in Israel und Korea, dann die French Open und dann freue ich mich auf die Rasensaison! Erstmals werde ich im Londoner Queens Club spielen, danach die Turniere in Eeastborne und Wimbledon.
03.05.2010 - 12:01 Uhr |
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