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Bunkowitz: "Sorge um die Zukunft des DTB..."

Waltrop-Elmenhorst. Das Internetportal Tennisredaktion.de sprach mit Ulrich Bunkowitz, dem Präsidenten des Tennis-Verbandes Niederrhein, über die aktuelle Situation innerhalb des Deutschen Tennis Bundes, der Medienberichten zu Folge vor einem Scherbenhaufen zu stehen scheint. Bunkowitz betonte im Gespräch mit Christoph Kellermann, dass die Lage "sicher sehr ernst, aber nicht hoffnungslos sei..."

Tennisredaktion.de: Herr Bunkowitz, der Tennisverband Niederrhein soll neben zahlreichen weiteren Landesverbänden das DTB-Präsidium zum Rücktritt aufgefordert haben. Was sind die Beweggründe dafür? Ulrich Bunkowitz: Das stimmt so nicht. Der Tennisverband Niederrhein hat niemanden zum Rücktritt aufgefordert. Allerdings haben 8 Verbandspräsidenten erklärt, dass sie kein Vertrauen mehr haben. +++ Tennisredaktion.de: Wo liegen beim DTB die Hauptprobleme, die derart viele Verbandspräsidenten nun zu diesem außergewöhnlichen Schritt veranlasst haben? Ulrich Bunkowitz: Die Sorge um die Zukunft des Deutschen Tennis Bundes, da zu viele bislang ungelöste Fragen auf Antworten drängen. +++ Tennisredaktion.de: Was muss beim größten Tennis-Verband der Welt geschehen, damit es rasch wieder nach vorne geht? Ulrich Bunkowitz: Wie gesagt: die ungelösten Fragen müssen verstärkt und auch schneller bearbeitet werden, wie z.B. die Auseinandersetzung mit der ATP: sind hier bislang alle Möglichkeiten ausgelotet worden? Kann der Turnierstandort Hamburg weiter und wenn ja wie gehalten werden? Sind die Verbandsstrukturen noch richtig? +++ Tennisredaktion.de: Ihr Vorgänger Gerhard Nölle war ja ein Befürworter des aktuellen DTB-Präsidenten von Waldenfels, der nun mächtig in der Kritik steht. Aus anfänglich drei Verbänden, die gegen von Waldenfels waren, sind nun bereits acht geworden, Tendenz steigend. Sie sind auch dabei. Ist das ihre persönliche Meinung oder wurde dies innerhalb ihres Verbandspräsidiums diskutiert und entschieden? Ulrich Bunkowitz: Unser Landesverband hat dieses Präsidium mitgewählt. Das entbindet den TVN nicht von seinem Teil der Verantwortung für den DTB. Ich schätze Herrn von Waldenfels als Person und Persönlichkeit sehr. Man muss aber auch mit konstruktiver Kritik umgehen können. Der TVN-Vorstand steht hinter der Erklärung des Bundesausschusses von Essen vom 5. September 2009. Danach wird eine Task Force gebildet, die mit dem Präsidium zusammen versuchen soll, die Aufgabenstellungen zu lösen. +++ Tennisredaktion.de: In den Medien kursiert das Gerücht, der DTB stehe kurz vor der Pleite. Hierbei werden abenteuerliche Zahlen in den Raum geworfen. Sport 1 berichtet gar von möglichen Schulden in zweistelliger Millionenhöhe. Wie schlecht steht es wirklich um den DTB? Droht der finanzielle Kollaps? Und was bedeutet dies für die Landesverbände? Ulrich Bunkowitz: Die Situation ist sicher sehr ernst, aber – und da bin ich falsch zitiert worden – nicht hoffnungslos.

02.12.2009 - 08:44 Uhr   |   INTERVIEW-ARCHIV...   |   Shopping...   |   Home...

Von Waldenfels ist zu keiner Stellungnahme bereit...

Waltrop-Elmenhorst. Der Deutsche Tennis Bund steht vor einem wirtschaftlichen Scherbenhaufen, immer mehr Landesverbands-Präsidenten rebellieren, die Tennisnation schimpft. Die Tennisredaktion wollte vom DTB-Präsidenten Georg von Waldenfels wissen, wie Stand der Dinge ist, wie es weiter geht und wie sehr sich die deutschen Tennisspieler Sorgen machen müssen um ihren Tennis-Verband, der ja noch immer der größte der Welt ist. "Leider kamen wir über die erste Frage nicht hinaus", so Christoph Kellermann, Chef vom Dienst des Internetportals Tennisredaktion.de. Hier das 'komplette' Interview...

Tennisredaktion.de: Herr von Waldenfels, die Medien überschlagen sich derzeit. Jede Menge Beiträge in den Print- sowie in den Online-Medien über die desolaten Zustände in Ihrem Verband. Die Unzufriedenheit wächst. Wie verarbeiten Sie als DTB-Präsident diese derzeit doch sehr einseitige Berichterstattung und warum gibt es keine zeitnahe Gegendarstellung durch den DTB oder Sie persönlich? Sie müssen ein dickes Fell haben... DTB-Präsident Georg von Waldenfels: "Hier geht es nicht um die Dicke meines Fells, sondern um die Beteiligung an einer Diskussion, die in der Öffentlichkeit geführt wird und die sich unterhalb der Gürtellinie bewegt. Ich lehne es ab, auf diesem Niveau zu diskutieren, schon gar nicht über die Medien. Das schadet dem Deutschen Tennis Bund. Ich setze auf eine sachliche Auseinandersetzung in den dafür vorgesehenen Gremien und Sitzungen und beteilige ich mich bis auf weiteres nicht an den öffentlichen Diskussionen."

Christoph Kellermann: "Gerne hätten wir aus erster Hand erfahren, wie schlimm es wirklich um den DTB bestellt ist; wie die Chancen stehen, die laufenden Prozesse gegen die ATP zu gewinnen; wer die Zeche zahlt, wenn dies nicht klappen sollte; woher der DTB-Präsident die Zuversicht nimmt, ein 1000er-ATP-Turnier in Hamburg zu finanzieren, wenn schon ein 500er-Turnier kaum zu stemmen ist; und, und, und. Wir wollten Präsident von Waldenfels die Gelegenhit geben, zu den schweren Vorwürfen, die bundesweit gegen ihn und seinen Verband erhoben werden, Stellung zu beziehen. Natürlich will die Tennisredaktion beiden Seiten die Chance geben, ihre Positionen darzulegen, sowohl dem amtierenden DTB-Präsidium, als auch dessen Kritikern. Diese Gelegenheit hat Herr Von Waldenfels leider nicht genutzt, das ist schade. Aber wir werden weiterhin am Ball bleiben, um auch Stimmen aus Hamburg einzusammeln..."

02.12.2009 - 08:44 Uhr   |   INTERVIEW-ARCHIV...   |   Shopping...   |   Home...
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